Europa League

Hoffenheim gegen Molde: Nordtveits ganz spezielles Debüt

Erstes Klubspiel in der norwegischen Heimat

Nordtveits ganz spezielles Debüt

Freut sich riesig auf die Dienstreise nach Norwegen: Havard Nordtveit.

Freut sich riesig auf die Dienstreise nach Norwegen: Havard Nordtveit. imago images

Das könnte eine frostige Angelegenheit werden, wenn die TSG mitten im Winter am 18. Februar im knapp 2000 Flugkilometer nördlich gelegenen Molde antritt. Doch so schlimm wie befürchtet muss das weder sportlich noch klimatisch werden. Schließlich liegt die Hafenstadt am Meer und im milderen Westen Norwegens, selten sollen da selbst um diese Jahreszeit die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen. "Ich hoffe, dass der Winter dieses Jahr nicht so kalt ist, damit wir keinen Schock bekommen", scherzt Havard Nordtveit, der sich gleich doppelt über dieses Los freuen durfte. Denn einerseits hat Hoffenheimes Norweger damit eine interne Wette gewonnen, andererseits "habe ich noch nie in meiner Karriere mit meiner jeweiligen Mannschaft in Norwegen gespielt. Jetzt mit der TSG in Molde zu spielen, ist ein kleiner Traum für mich", versichert der 30-Jährige, "ich kenne viele Spieler dieser Mannschaft, ein Topteam, das ich schon immer verfolgt habe, ich freue mich schon."

Kapitän Wolff Eikrem ist für mich der beste Spieler in Norwegen.

Havard Nordtveit

Und sportlich ist Molde FK nun wirklich als eine Hürde einzuschätzen, die die ambitionierten Hoffenheimer meistern sollten, ohne großartig ins Straucheln zu geraten. Auch wenn es sich um das derzeit zweitstärkste norwegische Team handelt, das sich kurz vor dem Abschluss der Meisterschaft bereits erneut für die Europa League qualifiziert hat. "Sie sind robust und spielerisch stark. Der Kapitän Wolff Eikrem ist für mich der beste Spieler in Norwegen", warnt Nordtveit, der den offensiven Mittelfeldstrategen auch aus der norwegischen Nationalmannschaft bestens kennt, "er könnte in jeder Mannschaft in Europa spielen, finde ich. Spielerisch sehr stark und mit dem nötigen Auge dafür. Auf ihn müssen wir aufpassen."

Sie spielen auf Kunstrasen, was für uns eher ungewohnt ist.

Alexander Rosen

Auch TSG-Manager Alexander Rosen, der selbst einst als Spieler und Assistent der Geschäftsleitung bei Follo FK über einschlägige Norwegen-Erfahrung verfügt, mahnt zur Vorsicht. "Ein starker Gegner und ein tolles kleines Stadion. Sie spielen auf Kunstrasen, was für uns sicher eher ungewohnt ist", so Rosen, "sie haben sich gemeinsam mit dem FC Arsenal als Zweiter in der Gruppe qualifiziert. Also ich warne davor, diesen Gegner zu unterschätzen. Auf der anderen Seite haben wir gerade in der Europa League gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Das klare Ziel ist das Weiterkommen."

Auch damit sich Wunsch und Prognose von Trainer Sebastian Hoeneß erfüllen: "Vielleicht kommt der ganz große Gegner ja erst im Achtelfinale", hatte der 38-Jährige gemutmaßt. Im Rückspiel eine Woche später genießen die Kraichgauer dann Heimrecht gegen Molde.

Michael Pfeifer