Regionalliga

Nordhausen: "Kleiner Verein" vor Sprung nach oben

Scholl gibt Wacker den Vorzug vor Bayern

Nordhausen: "Kleiner Verein" vor Sprung nach oben

Stolz auf den Derbysieg: Trainer Heiko Scholz peilt mit Nordhausen den Aufstieg an.

Stolz auf den Derbysieg: Trainer Heiko Scholz peilt mit Nordhausen den Aufstieg an. imago images

Nach neun Spieltagen liegt das Team von Trainer Heiko Scholz auf Rang zwei und damit nur einen Zähler hinter Tabellenführer Hertha BSC II. Nach Platz drei im Vorjahr und Platz zwei im Jahr 2018 ist der Aufstieg das erklärte Saisonziel der Nordhauser.

Scholz sprach zuletzt im kicker-Interview (Montag) von "fünf oder sechs Mannschaften", die Meister werden können. Der 1:0-Erfolg im Derby gegen Rot-Weiß Erfurt vom Freitag mache sein Team stolz, denn immerhin sei man ungeachtet der derzeitigen Tabellenkonstellation (Erfurt ist nach der Niederlage auf Rang 13 abgerutscht) noch "der kleine und Erfurt der große Verein". Nach einer guten ersten Hälfte habe man aber nach der Pause "auch ein bisschen Glück gehabt".

Den Siegtreffer erzielte Stepan Kores, der in der letzten Saison viel Verletzungspech hatte. "In der Sommerpause hat er sich in seiner tschechischen Heimat richtig gut vorbereitet. Nun ist er fit, und man sieht jetzt, welch guter Fußballer Stepan ist", so Scholz.

Scholl kann sich Zukunft in Thüringen vorstellen

Wegen einer Rotsperre nicht am Derbysieg teilnehmen konnte Lucas Scholl, der im Winter 2017 vom FC Bayern nach Nordhausen wechselte und seitdem 43 Partien in der Regionalliga Nordost absolvierte (4 Tore). Der Sohn von Bayern-Legende Mehmet Scholl bekräftigt in einem Interview mit der "Thüringer Allgemeine" ebenfalls den Aufstiegsanspruch der Nordhauser - und dass er sich mit seiner Familie bei den Thüringern trotz langer Verletzungs- und Krankheitspause 2018 sehr wohl fühle.

Im Winter werde er Gespräche über einen eventuellen neuen Vertrag führen, sein derzeitiges Arbeitspapier läuft Ende der Saison aus. Eine Rückkehr zu den Bayern schloss er mit klaren Worten aus: "Da ist damals zu viel passiert. Ich bin kein Fan, nur von gutem Fußball wie ihn Leipzig jetzt unter Nagelsmann, Bremen oder Frankfurt zuletzt spielten."

sam/me