Bundesliga

Noch immer das Knie! Wolfsburg ohne Nmecha ins Kellerduell

Trainer Kovac unter Druck und ohne seinen Torjäger

Noch immer das Knie! Wolfsburg ohne Nmecha ins Kellerduell

Noch nicht wieder fit: Lukas Nmecha.

Noch nicht wieder fit: Lukas Nmecha. IMAGO/Matthias Koch

Als Lukas Nmecha zu Wochenbeginn wegen Knieproblemen von der deutschen Nationalmannschaft vorzeitig nach Wolfsburg zurückkehrte, war zunächst von einer reinen Vorsichtsmaßnahme die Rede, die Hoffnung war groß, dass der Stürmer am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den VfB Stuttgart auflaufen kann.

Die Realität einen Tag vor diesem so wichtigen Kellerduell sieht freilich anders aus: Der VfL muss ohne seinen besten Stürmer die Wende im Tabellenkeller herbeiführen. "Er hat immer noch Kniebeschwerden", berichtet Trainer Niko Kovac, "sie lassen es nicht zu, dass er am Mannschafstraining teilnehmen kann. Es wird nicht besser. Wir müssen ihm die Zeit geben, das auszukurieren."

Drei Tore, eine Vorlage - an vier von nur fünf Wolfsburger Treffern in dieser Spielzeit war Nmecha bislang beteiligt, sein Ausfall wiegt dementsprechend schwer. "Er fehlt uns", weiß auch Kovac und verknüpft diese Worte direkt mit einer Hoffnung: "Wenn einer nicht da ist, können die anderen die Möglichkeit nutzen, auf sich aufmerksam zu machen."

Pejcinovic wohl keine Startelfoption - Marmoush gegen die alten Kollegen

Wer das sein wird, dass verrät der 50-Jährige nicht. Der Haken: Bartosz Bialek, den Kovac ursprünglich als Back-up für den nun eintretenden Fall eingeplant hatte, wurde an Vitesse Arnhem verliehen. Und Dzenan Pejcinovic, deutsches Großtalent, das dem VfL 1,25 Millionen Euro wert war, stand bislang noch nicht einmal im Kader. "Ich weiß nicht, ob er mit 17 Jahren in der Situation die richtige Wahl wäre", schließt Kovac einen Startelfeinsatz so ziemlich aus. Doch reicht es fürs Aufgebot für den Juniorennationalstürmer? "Mal schauen", lässt es der Trainer offen, "wir hatten heute 20 gesunde Feldspieler im Training." Zwei muss er also noch streichen.

kicker News vom 9.12.2022, 15:30 Uhr
09. Dezember 202201:44 Minuten

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Beworben für eine Rückkehr in die Startelf hat sich unter der Woche Omar Marmoush, der für Ägyptens Nationalelf traf und zwei Tore vorbereitete. Der 23-Jährige kam unter Kovac bislang auf dem offensiven Flügel zum Einsatz, kann aber auch im Sturmzentrum spielen. Und dürfte gegen Ex-Klub-Stuttgart besonders motiviert sein. "Wir werden schon einen guten Stürmer bringen können und hoffen, dass wir eine gute Durchschlagskraft haben", gibt sich Kovac trotz der Offensivausfälle - auch Jonas Wind (Aufbautraining nach Oberschenkelverletzung) fehlt weiterhin - zuversichtlich.

"Volle Rückendeckung" für Kovac

Das gilt auch für die eigene Position. Nach nur fünf Punkten aus sieben Spielen und Platz 17 rückt der Trainer zwangsläufig in den Blickpunkt, der Job des Kroaten steht allerdings nicht infrage. Wenn man den Verantwortlichen glauben darf. Am Donnerstag hatte der Aufsichtsratsboss Frank Witter betont: "Es gibt überhaupt keinen Zweifel daran, dass Niko Kovac der richtige Trainer ist." Vertrauen, das der Coach auch selbst vernimmt. "Ich weiß, wie wir intern über die Situation sprechen", erklärt Kovac, "ich weiß, dass ich volle Rückendeckung habe."

Er weiß aber auch, "dass im Fußball die Zeit knapp geworden ist". Vor einem Jahr trennte sich der VfL schon nach neun Spielen von Mark van Bommel, obwohl dieser zu diesem Zeitpunkt 13 Punkte gesammelt hatte. Eine Anzahl, auf die Kovac nicht kommen kann. Umso größer ist der Druck: "Wir müssen zusehen, dass wir drei Punkte holen", betont der Coach. "Das wäre für uns immens wichtig. Ich bin überzeugt, dass wir ein richtig gutes Spiel machen werden." Jedoch: ohne Torjäger Nmecha.

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