Bundesliga

Nmecha oder Marmoush? Kovac denkt an Wind

Wolfsburgs Coach will dem Bundestrainer nicht reinreden

Nmecha oder Marmoush? Kovac denkt an Wind

Bekommt Wolfsburgs Jonas Wind einen Startelfplatz?

Bekommt Wolfsburgs Jonas Wind einen Startelfplatz? IMAGO/Jan Huebner

Wie weit ist der VfL Wolfsburg in seiner Entwicklung, die ihn nach großen Startschwierigkeiten mittlerweile in Schlagdistanz zur oberen Tabellenhälfte gebracht hat? Das Spiel am Dienstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Champions-League-Achtelfinalist Borussia Dortmund wird kurz vor der WM-Pause zu einem echten Gradmesser. Den Niko Kovac mit einer breiten Brust angeht. "Der Aufwärtstrend gibt uns den Glauben, dass wir mithalten können", betont der VfL-Trainer, "wir können uns selbst zeigen, dass wir gegen eine Topmannschaft der Bundesliga mithalten können."

Winds Eigenwerbung

Mit welcher Formation der Kroate das letzte Heimspiel dieses Jahres angeht, lässt er offen. Die wöchentliche Sturmfrage - Lukas Nmecha oder Omar Marmoush - erweitert Kovac nun aber von selbst um einen weiteren Kandidaten. "Wir haben auch noch Jonas!" Gemeint ist Jonas Wind, der in der vergangenen Rückrunde im Abstiegskampf auf Anhieb zum Wolfsburger Leistungsträger wurde, unter Kovac jedoch aufgrund einer Sehnenverletzung im Oberschenkel acht Ligaspiele verpasste - und nun behutsam herangeführt wird. "Es ist eine kontinuierliche Steigerung", erklärt Kovac, der mit den Wind-Kurzauftritten der vergangenen Partien zufrieden ist. Gegen Bochum erzielte der Däne als Joker sein erstes Saisontor, gegen Mainz bekam er erstmals 25 Minuten Einsatzzeit. Die er für Eigenwerbung nutzen konnte. "Er hat es gut gemacht, hat viele Bälle gesichert, die Mannschaft nachrücken lassen", lobt Kovac. Reicht das schon für die Startelf gegen den BVB?

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Klar ist, dass sowohl Wind als auch Nmecha wohl gerne noch ein Spiel hätten, um ihre Nationaltrainer kurz vor der WM-Kadernominierung noch einmal auf sich aufmerksam zu machen. Persönliche Ziele, auf die Kovac freilich nur bedingt Rücksicht nehmen kann. "Es geht für Spieler darum, noch auf den WM-Zug aufzuspringen", erklärt der 51-Jährige, sagt aber auch: "Das dürfen wir Trainer nicht in den Vordergrund stellen."

"Der Hansi hat den vollen Überblick"

Reinreden möchte Kovac, der selbst von 2013 bis 2015 bei den Kroaten verantwortlich war, dem deutschen Nationaltrainer Hansi Flick keinesfalls. "Der Hansi hat den vollen Überblick, dementsprechend wird er die Entscheidung treffen. Ich war selbst Nationaltrainer und will gar keinen Druck machen. Hansi wird alles richtig machen."

Thomas Hiete

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