Bundesliga

FC Augsburg: Niederlechners klare Botschaft an Ex-Coach Herrlich

"Ich muss aufpassen, was ich sage"

Niederlechners klare Botschaft an Ex-Coach Herrlich

Erzielte in Stuttgart den zwischenzeitlichen Ausgleich: Florina Niederlechner. imago images

Mindestens einen Punkt hatte sich Augsburg am Freitag in Stuttgart auf jeden Fall verdient gehabt. Am Ende wurde daraus nichts, weil der FCA vorne zu viel liegenließ und hinten zweimal patzte. "Es lag ganz klar an der Chancenverwertung. Das ist absolut bitter. Stuttgart spielt befreit auf, wir hängen unten drin. Dann verlierst du so ein Spiel, wo du denkst, das kannst du eigentlich gar nicht verlieren", sagte Niederlechner nach der Partie bei "DAZN".

Entscheidend war am Ende das schlecht verteidigte 1:2, als Reece Oxford nicht zum Ball ging und Sasa Kalajdzic zum Sieg der Schwaben einköpfen konnte. "Da muss man ehrlich sein, das ist viel zu schlecht verteidigt gegen so einen Stürmer mit so einem Lauf. Ich glaube, Reece weiß es auch, dass er hochgehen muss, vielleicht hat er abgeschaltet. Aber das ist so, Mund abputzen und das verdauen. Ich bin mir sicher, er wird es nächste Woche besser machen und es uns zeigen. Dann gewinnen wir auch daheim gegen Bremen", so Niederlechner.

Der Angreifer hatte vom neuen Trainer Markus Weinzierl gleich das Vertrauen geschenkt bekommen und in der Startelf gestanden. In den letzten Wochen war er kaum zum Zug gekommen. Zuletzt hatte er dreimal 90 Minuten auf der Bank gesessen und nur zu zwei Jokereinsätzen und einem Startelfeinsatz beim 0:2 in Frankfurt gekommen.

Niederlechner bekommt wieder das Vertrauen

Warum das so war, konnte der 30-Jährige nicht verstehen. "Ich muss aufpassen, was ich sage", eröffnete Niederlechner und legte dann wohlüberlegt nach: "Es war keine leichte Zeit für mich die letzten Wochen. Ich habe es nullkommanull verstanden, weil ich in der Rückrunde wieder richtig gut drauf war. Dann habe ich einmal zu viel gesagt oder meine Meinung geäußert, dann habe ich die letzten Wochen draußen gehockt, was ich nicht verstehen konnte, weil wir mitten im Abstiegskampf sind. Aber das war die Entscheidung vom Ex-Trainer, das muss man akzeptieren."

Klare Worte also in Richtung Heiko Herrlich. Beim neuen Trainer lief es für den Angreifer sofort besser. "Markus Weinzierl ist gleich im ersten Training zu mir gekommen, hat mich stark geredet und mir das Vertrauen gegeben. Er hat mir gesagt, was ich machen soll", so Niederlechner, der sich über sein Tor aber nicht wirklich freuen könnte: "Zum Glück konnte ich ein Tor machen, aber ich hätte lieber einen oder drei Punkte geholt."

mst

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - FC Augsburg