Bundesliga

Niederlechner will Leipzig ärgern

Freiburgs Stürmer nach Mainz-Rückkehr selbstbewusst

Niederlechner will Leipzig ärgern

Geht das kommende Spiel gegen den Tabellenführer selbstbewusst an: Freiburgs Florian Niederlechner.

Geht das kommende Spiel gegen den Tabellenführer selbstbewusst an: Freiburgs Florian Niederlechner. imago

Das war nicht zu übersehen. Nach exakt zehn Sekunden sah er die Gelbe Karte, weil er im Luftzweikampf mit Stefan Bell den Ellenbogen ausfuhr. "Es war natürlich überhaupt keine Absicht", erklärt der Rückkehrer nach dem Spiel. Und das wissen alle Beteiligten, deshalb ist diese Szene auch längst wieder vergessen.

Als Niederlechner sich dann der Spielanalyse widmete, wusste er die vergangenen 90 Minuten auch nicht so recht einzuordnen. "Das klingt vielleicht blöd", sagt er, "aber wir haben ein super Auswärtsspiel gemacht, Chance um Chance herausgespielt." Zehn Möglichkeiten zählte das Konto der Freiburger am Ende. "Und dann bekommst du vier Tore, drei durch Standards. Das darf nicht passieren", kritisiert der Stürmer, "es ist eine Katastrophe, wenn man in Mainz so früh 0:2 zurückliegt."

Nie-aufgeben-Mentalität vs. Naivität bei gegnerischen Standards

Die Gründe dafür sind klar. Freiburg verhält sich bei gegnerischen Standards arg naiv im eigenen Sechzehner. Die Zuordnung, Mann-gegen-Mann, ist zwar gegeben, die Ordnung und den Zugriff aber verliert der Aufsteiger in dieser Saison zu häufig. "Die Standards sind nicht gut verteidigt worden", weiß auch Niederlechner, "das ist sehr ärgerlich. Wenn man Mann-gegen-Mann spielt, muss man seinen Mann haben. Das haben wir leider nicht geschafft."

Die Leistung des Teams aber stimmt den 26-Jährigen zuversichtlich; genauso die kämpferische Einstellung, diese Nie-aufgeben-Mentalität. Schließlich gelang es dem Sportclub trotz 0:2 nochmals zurückzukommen und die Partie spannend zu gestalten. Um den Lohn aber hat sich der Sportclub selbst gebracht, weil er zu viele Chancen hat liegengelassen.

Dann müssen wir eben Leipzig die erste Niederlage zufügen.

Florian Niederlechner

Niederlechner lobt "den starken Willen" der Mannschaft, er sagt: "Wenn wir so weitermachen, wie wir in Mainz gespielt haben, werden wir schnell wieder belohnt werden." Und dieses "schnell" soll, wenn es nach ihm geht, schon am kommenden Freitag sein. Wenn der aktuelle Tabellenführer in Freiburg gastiert. Die Niederlage in Mainz wird jetzt abgehakt, "und dann müssen wir eben Leipzig die erste Niederlage zufügen", sagt Niederlechner selbstbewusst.

Im eigenen Stadion hat der SC Freiburg in dieser Saison vier von fünf Spielen gewonnen; in der vergangenen Zweitligasaison besiegten die Breisgauer auch Leipzig im Schwarzwaldstadion (2:1). Das Selbstvertrauen ist daher nicht ganz unberechtigt.

Georg Holzner

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