Bundesliga

Florian Niederlechner: "Ich glaube an die berühmte Ketchup-Flasche"

Augsburgs Stürmer hofft auf Ende seiner Torlos-Serie

Niederlechner: "Ich glaube an die berühmte Ketchup-Flasche"

Platzt der Knoten ausgerechnet gegen Freiburg? FCA-Torjäger Florian Niederlechner darauf.

Platzt der Knoten ausgerechnet gegen Freiburg? FCA-Torjäger Florian Niederlechner darauf. imago images

Mit 13 Toren war Niederlechner in der vergangenen Spielzeit so etwas wie die Lebensversicherung des FC Augsburg. In dieser Saison traf der 30-Jährige bislang nur im Pokal, in der Liga ist er nach sieben Einsätzen noch torlos. "Es wurmt mich", gibt Niederlechner zu, auch wenn der Erfolg der Mannschaft für ihn über allem stehe. Aber Tore seien nun mal ganz entscheidend für einen Angreifer: "Man spielt auch ganz anders, wenn man ein Tor macht."

Deswegen will der Augsburger schnellstmöglich wieder treffen, am liebsten schon gegen Freiburg. Er habe "ein sehr gutes Gefühl", sagt Niederlechner vor dem Spiel gegen seinen alten Verein: "Ich hoffe, dass der Knoten platzt. Dann glaube ich an die berühmte Ketchup-Flasche. Wenn mal was rauskommt, dann kommt's richtig raus."

Augsburgs Trainer spricht seinem Angreifer das volle Vertrauen aus: "Ich bin fest überzeugt, dass der Flo sehr bald sein erstes Tor macht. Im Training knipst er eiskalt", sagt Heiko Herrlich und verweist zugleich darauf, dass man Niederlechners "Leistung nicht nur von Toren abhängig machen" dürfe. Das gelte besonders angesichts bisheriger Gegner wie Dortmund, Leipzig, Leverkusen und Gladbach: "Da war das Spiel gegen den Ball wichtig, da war er absolut beteiligt."

Auch in der Rückrunde der Vorsaison blieb Niederlechner zwischenzeitlich zehn Spiele in Folge ohne Treffer. Auch damals hielt Herrlich unbeirrt an seinem Angreifer fest. Der zahlte das Vertrauen mit wichtigen Treffern im Saisonfinale gegen Mainz und Düsseldorf zurück. Auch mit diesem Wissen betont Herrlich: "Ich bin absolut überzeugt vom Florian."

Herrlich überzeugt von seinem Angreifer

Bislang ist Niederlechners Saison geprägt von kleinen Blessuren und vergebenen Chancen. Beides will er nun hinter sich lassen. Der Stürmer, der 2019 von Freiburg nach Augsburg gewechselt war, warnt vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub vor der Freiburger Reaktion nach dem 1:3 gegen Mainz: "Ich hatte das Glück, dass ich lange unter Christian Streich gespielt habe. Er weiß ganz genau, wie er die Mannschaft packen muss. Darum ist es umso gefährlicher. Ich glaube, er hat sie ziemlich gepusht und viele Zweikämpfe trainiert. Wir müssen höllisch aufpassen."

Herrlich erwartet von seinem Team am Samstag eine Willensleistung wie zuletzt beim 1:1 in Gladbach, als trotz Unterzahl noch der Ausgleich gelang. Dieser "unbändige Wille" sei zuvor im Heimspiel gegen Hertha BSC (0:3) in einigen Situationen nicht zu sehen gewesen, bemängelt der FCA-Coach.

Verzichten muss Herrlich gegen Freiburg auf Rechtsverteidiger Raphael Framberger (Gelb-Rote Karte). Sechser Carlos Gruezo (nach Erkältung) steht hingegen wieder zur Verfügung. Bei einigen angeschlagenen Spielern hofft Herrlich darauf, dass sie am Samstag einsatzfähig sind. Namen nannte der 48-Jährige nicht.

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David Bernreuther

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