Bundesliga

"Nicht tragbar": HSV wechselt kurzfristig das Trainingslager

WM der Ärzte wird Hamburg zum Verhängnis

"Nicht tragbar": HSV wechselt kurzfristig das Trainingslager

Rasen kaputt: Das zweite Sommertrainingslager des HSV findet nicht wie geplant in Leogang statt.

Rasen kaputt: Das zweite Sommertrainingslager des HSV findet nicht wie geplant in Leogang statt. imago

Drei Tage vor dem Start ins zehntägige Trainingslager muss der Hamburger SV die Richtung ändern: Statt nach Leogang im Pinzgau geht es in den knapp 200 Kilometer davon entfernten Aqua Dome in Längenfeld, ebenfalls in Österreich. Über diese "spontane Planänderung" informierte der HSV am Mittwochmittag - der Rasenzustand in Leogang sei einfach ungenügend.

Sportchef Jens Todt habe erfahren, dass der dortige Untergrund unter der Fußball-Weltmeisterschaft der Ärzte (8. bis 16. Juli) "erheblich gelitten habe". HSV-Greenkeeper Christoph Strachwitz und Jürgen Ahlert aus dem Teammanagement, die daraufhin sofort zur Inspektion losgeschickt worden waren, bestätigten das.

Bruchhagen: "Wir mussten handeln"

"Wir haben uns den Zustand schildern lassen und uns jede Menge Bilder davon angeschaut", so Todt in der HSV-Mitteilung. Leogang fiel danach durch, die ebenfalls beschädigten Ausweichplätze in Leogang und Saalfelden ebenfalls. "Wir haben sofort die Konsequenzen gezogen und Alternativen geprüft, auch und gerade die nachträglichen Reparaturen haben wegen der fehlenden Bodenhaftung zu der Entscheidung geführt."

Jetzt wird der HSV in Längenfeld im Ötztal sein zweites Sommertrainingslager beziehen, der Rasen dort hielt einer Prüfung stand. "Der sportliche Aspekt bei unserem Trainingslager genießt Priorität, darum mussten wir handeln. Dass ein Trainingsplatz im Sommertrainingslager ein paar Tage vor dem Abflug in einem solchen Zustand ist, ist nicht tragbar", erklärte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen.

200 Fans wollten ihren Urlaub in Leogang verbringen - HSV bietet Busse an

Und die Fans? Mehr als 200 hatten sich für Leogang angemeldet, wollten extra ihren Urlaub dort verbringen. Für sie tue es dem HSV "besonders leid", so Bruchhagen. Das kurzfristige Angebot: Die Hamburger stellen ihren mitreisenden Anhängern zweimal einen kostenlosen Bus-Shuttle von Leogang aus bereit - am 25. Juli zum Testspiel gegen Sparta Rotterdam (Ort noch nicht bekannt) und am 26. Juli nach Längenfeld zum öffentlichen Training und dem Fan-Abend.

"Ich hoffe, dass unsere Fans trotzdem eine schöne Zeit in Österreich verbringen können und unser Shuttle-Angebot zahlreich annehmen werden", sagt Bruchhagen. "Ich kann möglichen Frust über diese Trainingslageränderung gut nachempfinden, uns geht es da nicht anders. Trotzdem mussten wir so vorgehen, weil unsere Hauptverantwortung darin liegt, eine bestmögliche Vorbereitung unserer Bundesligamannschaft und die Gesundheit der Spieler zu gewährleisten. Und das wäre in Leogang leider nicht möglich gewesen."

jpe

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