Bundesliga

VfL Wolfsburg: Maximilian Arnold wird "heute nichts öffnen"

Weghorst gegen Union nur auf der Bank

Nicht nach Feiern zumute: Rekordspieler Arnold wird "heute nichts öffnen"

Applaus für die mitgereisten Fans gab es von Maximilian Arnold und Wout Weghorst, Punkte gab es keine.

Applaus für die mitgereisten Fans gab es von Maximilian Arnold und Wout Weghorst, Punkte gab es keine. imago images/Jan Huebner

Seit 2009 steht Maximilian Arnold beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. 15 Jahre und 259 Bundesliga-Spiele später ist der mittlerweile 27-jährige Rekordspieler der Wölfe, gemeinsam mit Diego Benaglio. Eine große Party wird es nach dem 0:2 bei Union Berlin allerdings nicht geben. Ohnehin legt Arnold den Fokus auf andere Dinge als persönliche Rekorde, wie er am Mikrofon von "Sky" erklärte: "Ich bin Fußballer, mich interessieren diese Einzeltitel nicht so in diesem Moment. Klar freue ich mich darüber. Ich hätte lieber heute hier gewonnen und hätte mein Keine-Ahnung-was-für-ein-Spiel gemacht."

Fehlerkette führt zum spielentscheidenden 0:2

Arnold ärgerte sich sehr über die Gegentore, die sein Team kassiert hatte: "Da muss man ehrlich sagen, da haben wir in diesen Momenten sehr schlecht verteidigt." Während die Führung der Eisernen sehenswert durch Max Kruse und Genki Haraguchi herausgespielt wurde, trifft Arnolds Aussage auf das spielentscheidende 0:2 voll und ganz zu. Erst ließ sich Dodi Lukebakio neben eigenen Strafraum zu leicht von Taiwo Awoniyi vom Ball trennen, dann fehlte Kevin Mbabu gegen Andreas Voglsammer die letzte Entschlossenheit. Dass am zweiten Pfosten auch noch Ridle Baku schlecht gegen Torschütze Sheraldo Becker stand, vervollständigte die Fehlerkette.

Arnold zieht mit Benaglio gleich: Die Rekordspieler der Bundesliga-Klubs

Die dritte Bundesliga-Pleite in Folge - wettbewerbsübergreifend wartet der VfL gar sechs Spiele auf einen Sieg - versetzte Arnold angesichts der bislang erreichten Punkteausbeute zwar nicht in Alarmbereitschaft, wenngleich auch er wusste: "Wenn man die letzten drei Spiele verliert, acht Gegentore kassiert, dann ist das schon relativ viel." Insgesamt sind es nach acht Spieltagen zehn Gegentreffer, eine Tendenz ist also ganz klar zu erkennen. "Deswegen sollten wir schon schleunigst dahinkommen, dass wir alles dafür tun, das Tor zu verteidigen."

Weghorst: "Es ist nicht an mir, darüber zu reden"

Allerdings war das Verteidigen nicht das einzige Problem der Wölfe am Samstagnachmittag, nach vorne ging bis auf Lukebakios Pfostentreffer sehr wenig. Auch die Einwechslung des besten Wolfsburger Torjägers Wout Weghorst (drei Saisontreffer) brachte nur kurz Gefahr für das Tor der Berliner. Der Stürmer selbst wollte zu seinen 67 Minuten auf der Bank nur wenig sagen: "Der Trainer hat mir diese Woche mitgeteilt, dass ich nicht von Anfang an spiele. Dass er glaubte, dass es mit diesen drei vorne besser war für die Mannschaft und das ist es, worum es geht. Es ist nicht an mir, darüber zu reden. Ich glaube, dass jeder vorne sein Bestes gibt."

Trotzdem hätte Weghorst Sekunden nach seiner Einwechslung für den Ausgleich sorgen können und so in der ewigen VfL-Torschützenliste mit dem Drittplatzierten Diego Klimowicz gleichziehen können, doch er scheiterte am gut reagierenden Andreas Luthe. So blieb Becker die Entscheidung vorbehalten und vermieste damit Arnolds Rekordspiel: "Ich werde auf jeden Fall nichts öffnen heute, ich bin heute sehr enttäuscht."

sts

Bilder zur Partie 1. FC Union Berlin - VfL Wolfsburg