Bundesliga

Nianzou bleibt bei Bayern - Nagelsmann über Transferphase

Der Trainer über die Transferphase

Nianzou bleibt bei Bayern - Nagelsmann hat "Meinung intern kundgetan"

Julian Nagelsmann will Tanguy Nianzou nicht abgeben.

Julian Nagelsmann will Tanguy Nianzou nicht abgeben. IMAGO/Krieger

Weil er zum zehnten Mal in Folge und auch recht früher Meister wurde, kann der FC Bayern bereits mit mehr Fokus auf den Transfermarkt im Sommer blicken. Drei Ligaspiele sind noch zu absolvieren, dann enden die täglichen Trainingseinheiten an der Säbener Straße vorübergehend.

Wer im Sommer wiederkommt und neu dazu stößt, ist offiziell noch nicht klar. Ryan Gravenberch (19, zentrales Mittelfeld) und Noussair Mazraoui (24, rechter Verteidiger) werden voraussichtlich von Amsterdam nach München ziehen, auch ein neuer Innenverteidiger wird gesucht. Da aber bereits Niklas Süle nach Dortmund geht, soll Tanguy Nianzou bleiben.

Die französische "L'Équipe" hatte zuletzt über eine bevorstehende Leihe des 19-Jährigen zu Ligakonkurrent Leipzig berichtet, dieser schob Trainer Julian Nagelsmann am Freitag einen Riegel vor: "Es ist keine Option, Tanguy zu verleihen", stellte er klar. "Der wird bei uns bleiben. Er hat eine gute Entwicklung genommen in der Rückrunde." Am Samstag in Mainz (15.30, LIVE! bei kicker) dürfte er die nächste Startelf-Chance bekommen.

Nagelsmann will geduldig bleiben

Zu allen anderen Transferthemen hielt sich Nagelsmann bedeckt. "Ich habe Vertrauen in Brazzo und Oli Kahn", versicherte er. "Sie haben die Aussage getätigt, dass sie eine sehr gute Mannschaft zusammenbauen werden und wir in dieser Phase die nötige Geduld brauchen. Die lege ich an den Tag. Ich habe meine Meinung intern schon kundgetan und auch extern erzählt, wie ich gewisse Dinge sehe."

Nach dem 3:0-Sieg in Bielefeld am Ostersonntag etwa hatte Nagelsmann laut überlegt, ob die Bayern auf dem Transfermarkt eventuell auch gewisse Risiken eingehen müssten: "Du darfst nicht viele Transferperioden verschlafen", sagte er damals, "weil so viele hast du nicht. Wir müssen Lösungen finden, die vielleicht nicht im nächsten Jahr Früchte tragen, aber vielleicht am Ende meiner Amtszeit oder in sechs, sieben, acht Jahren. Aber diese Entscheidungen müssen wir treffen, wenn wir dauerhaft zu den Top-4 in Europa gehören wollen."

Seine Meinung, ergänzte Nagelsmann nun, bleibe intern. "Ich bin im Normalfall kein Fähnchen im Wind, sondern bilde mir meine Meinung über einen längeren Zeitraum von ein paar Wochen und Monaten."

Mario Krischel