Champions League

Neymar nerven: Korbs Rezept ging gut auf

Gladbach: Sommer erklärt seinen Patzer gegen Barcelona

Neymar nerven: Korbs Rezept ging gut auf

"Ich kannte ihn nur von der Playstation": Julian Korb über Gegenspieler Neymar.

"Ich kannte ihn nur von der Playstation": Julian Korb über Gegenspieler Neymar. picture alliance

Barcelonas Stars könne man "nie komplett ausschalten", sagte Korb. Vor allem Neymar, den er bestmöglich bewachen sollte, machte den Gladbachern im Allgemeinen und Korb im Besonderen das Leben schwer. Der Brasilianer hatte gleich die erste große Möglichkeit des Spiels (7.), als Yann Sommer abwehrte. Auch in der Folge liefen die Angriffe der Spanier meistens über ihren trickreichen Offensivdribbler, der mit einem sehenswerten Zuspiel den Ausgleich durch Arda Turan vorbereitete. Auch dem 2:1 ging eine Aktion Neymars voraus: Er schlug die Ecke, aus der Barcelonas Siegtreffer resultierte.

Und trotzdem konnte Korb mit seiner persönlichen Leistung zufrieden sein. "In Spielen gegen die Besten lernt man am ehesten", lautete die Erkenntnis des Mannes, der rechts in der Dreierkette verteidigte - und damit direkt gegen Neymar. "Ich kannte ihn bisher nur von der Playstation oder aus dem Fernsehen." Sein Rezept: "Gegen solche Spieler muss man immer besonders nah dran sein und versuchen, sie zu nerven."

Spielersteckbrief Korb
Korb

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Spielersteckbrief Neymar
Neymar

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Etwas genervt hat der mitunter genervte Neymar, und zwar mit seinem Gebaren. Mit Korb hat er "nicht viel geredet", erzählte der Gladbacher, "aber natürlich habe ich mitbekommen, dass er sich das eine oder andere Mal mit dem Schiedsrichter unterhalten hat." Anders ausgedrückt: "Er hat sich über das eine oder andere beschwert."

Sommer zeigt sich selbstkritisch

Die Borussia erlebte einen denkwürdigen Champions-League-Abend und bot eine "überragende erste Halbzeit", wie es Korb ausdrückte. Ein Manko gab es in den 90 Minuten: den Patzer von Yann Sommer vor dem 1:2, als er einen Schuss von Luis Suarez nicht entscheidend klären konnte und dem in Barcelonas Abwehr ungewohnt wackelig auftretenden Piqué einen Abstaubertreffer ermöglichte. Der Torwart ging später selbstkritisch damit um. "Natürlich weiß ich, dass ich den Ball hätte festhalten können, aber er ist mir aus den Armen gefallen. Das passiert leider." Einen Vorwurf wollte ihm niemand machen, dafür war die Mannschaftsleistung insgesamt schlichtweg zu berauschend.

Toni Lieto