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14.05.2019, 20:37

Total verkorkste Sandplatz-Saison kostet massenhaft Punkte

"Ich war tot, schon vor dem Match": Der rätselhafte Zverev zürnt

Auf der roten Asche bleibt Alex Zverev in dieser Sand-Saison ein Rätsel. Beim Masters in Rom schied der 22-Jährige in der ersten Runde aus und sparte hinterher nicht mit Kritik - an sich, seinem Team und den Umständen.

Alexander Zverev
Erlebte in Rom einen weiteren Tiefschlag: Alexander Zverev.
© imago imagesZoomansicht

"Ich habe ein schreckliches Match gespielt, das war ganz anders als in Madrid", sagte ein merklich bedienter Zverev kurz und knapp nach seiner achten Niederlage (5:7 und 5:7 gegen den Italiener Matteo Berrettini) in den jüngsten 14 Matches auf der Tour.

Seit dem Beginn der Sandplatz-Saison in Marrakesch Anfang April spielte Zverev sechs Turniere, nur beim offenbar zufriedenstellenden Turnier in Madrid, wo er gegen den späteren Finalisten Stefanos Tsitsipas verlor, absolvierte er drei Spiele. Ansonsten war stets nach zwei Matches Schluss, in Barcelona schied er wie nun in Rom schon im Auftaktduell aus.

2018 lief es auf Sand fast wie geschmiert

Der Vergleich zum Vorjahr fällt krass aus: Halbfinalniederlage in Monte Carlo, Sieg in München, Triumph in Madrid, Finalniederlage in Rom. Der diesjährige Auftritt in Rom taugt ohne Frage als negativer Höhepunkt - und total angefressen zeigte sich Zverev auch im Interview bei "Sky" danach.

Zu den äußeren Umständen sagte er:

"Ich habe es auch schon in Monte Carlo gesagt: Bei Wind bin ich einer der schlechtesten Spieler, die es je in den Top Ten gegeben hat. Ich bin groß, lang - ich weiß es nicht, es ist schwierig für mich jedes Mal."

Ich fasse jetzt erst mal den Schläger ein paar Tage nicht an, weil ich jetzt gerade keine Lust habe, Tennis zu spielen.Alex Zverev

Über die Termine während des Turniers für Sponsoren sagte er:

"Ich bin auf den Platz gegangen und war eigentlich komplett tot. Vor dem Match schon. So kannst du eigentlich nicht auf den Platz gehen. Ich musste andere Dinge hier machen. Ich musste was mit Head (Schlägersponsor, Anm. d. Red.) machen, ich musste noch andere persönliche Sachen machen. Ich bin raus und war schon müde, so kannst du kein Match anfangen."

Zum Ausblick auf die am 26. Mai beginnenden French Open sagte er:

"Ich fasse jetzt erst mal den Schläger ein paar Tage nicht an, weil ich jetzt gerade keine Lust habe, Tennis zu spielen."

Über die Chance, aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen, sagte er:

"Ich bin jetzt sauer und enttäuscht, dass ich so auf den Platz gegangen bin. Ich bin sauer über all die anderen Dinge, die ich machen musste. Wenn wir beim Masters sind, müssen wir professionell sein, ich, mein ganzes Team und alle anderen um mich herum. Und wir waren so weit entfernt davon diese Woche. Deswegen ist dieses Resultat für mich komplett normal. Ich möchte auch mit ein paar Leuten reden, dass es nächstes Mal nicht so passiert."

Unklar ist, was Zverev Hoffnung macht. Möglicherweise bündelt er bis zum Start des Turniers in Roland Garros alle Kräfte und kommt tatsächlich gestärkt aus dieser kritischen Phase seiner Karriere heraus. Immerhin sagte er im selben Interview: "Ich kann auch die French Open gewinnen."

Durch die bislang völlig verkorkste Sandplatzsaison könnte Zverev von Tsitsipas und dem Japaner Kei Nishikori in der Weltrangliste überholt werden und erstmals seit August 2017 aus den Top 5 fallen. Schlimmer noch: Im Rennen um die Teilnahme am Saisonfinale der besten acht Spieler in London lag er schon vor dem Rom-Masters nur auf Platz 15 - als Vorjahressieger würde er bei den ATP-Finals kampflos massenhaft Punkte verlieren.

Oder anders ausgedrückt: Stand jetzt, kann es nur besser werden.

bst

 
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