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18.03.2019, 15:18

Kielerin klettert auf Rang vier

Gelassene Kerber: Indian Wells "gibt mir Selbstvertrauen"

Als verpasste Chance auf ihren ersten Titel des Jahres wollte Angelique Kerber die Finalniederlage von Indian Wells nicht ansehen. Schon in dieser Woche steht das nächste hochkarätige Turnier an.

Angelique Kerber
Knapp am Titel vorbei: Angelique Kerber im Finale von Indian Wells.
© Getty ImagesZoomansicht

Als Angelique Kerber aus den Händen von Turnierdirektor Tommy Haas die kleine gläserne Trophäe der Finalverliererin überreicht bekam, konnte sie schon wieder lächeln. Ihren ersten Titelgewinn seit dem Wimbledon-Triumph im vergangenen Sommer hatte sie zwar soeben verpasst, dennoch trat die 31-Jährige mit einem guten Gefühl den Flug von Kalifornien nach Florida an.

Nach der Finalniederlage in Indian Wells steht für die beste deutsche Tennisspielerin schon in dieser Woche das nächste hochkarätige Turnier im Kalender: In Miami will Kerber ihren jüngsten Aufschwung fortsetzen und einen neuerlichen Angriff auf den Premieren-Titel im bislang eher durchwachsenen Jahr 2019 starten. "Noch vor 14 Tagen hätte ich nicht damit gerechnet, hier im Endspiel zu stehen, vor allem nach den letzten Wochen, in denen ich ein bisschen zu kämpfen hatte", sagte Kerber am Sonntag nach ihrer 4:6, 6:3, 4:6-Niederlage gegen Bianca Andreescu aus Kanada, die ihren ersten Titel holte.

"Glaub an dich, du schaffst das"

Mehr als zwei Stunden duellierten sich die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin aus Kiel und die 18-Jährige aus Ontario, die sich im dritten Satz behandeln lassen musste und am Ende von Krämpfen geplagt wurde. Kerber jedoch konnte diese Schwächephasen nicht nutzen, trotz des Zuspruchs ihres Trainers Rainer Schüttler. "Du diktierst, sie ist müde. Glaub an dich, du schaffst das", sagte Schüttler ihr beim Seitenwechsel nach dem 3:4 auf der Bank.

Rainer Schüttler
Ordentliche Resultate ja, Turniersiege nein: Kerber unter ihrem neuen Coach Rainer Schüttler.
© Getty Images

Als verpasste Chance auf ihren 13. Titel wollte sie die Niederlage in ihrem ersten Finale der Saison nicht bewertet wissen. "Ich bin zufrieden mit dem Turnier, das gibt mir viel Selbstvertrauen", sagte Kerber, die sich bei der Siegerehrung über aufmunternde Worte des Ex-Profis und heutigen Indian-Wells-Turnierdirektors Haas freute. In der neuen Weltrangliste machte sie vier Plätze gut und ist nun Vierte.

Die Auftritte in der Wüste mit Siegen gegen Altmeisterin Venus Williams und die wieder aufstrebende Schweizerin Belinda Bencic machen Kerber und ihrem prominenten Trainer Mut. Denn deren gemeinsame Bilanz ist noch ausbaufähig. Nach der Trennung vom Belgier Wim Fissette engagierte Kerber im vergangenen November überraschend den ehemaligen Profi Schüttler. Die Bilanz bislang: ungeschlagen beim Hopman Cup, Viertelfinale in Sydney, Achtelfinale bei den Australian Open, Halbfinale in Doha, Achtelfinale in Dubai, Endspiel in Indian Wells. Alles ordentliche Resultate - die öffentlichkeitswirksame Währung sind jedoch Titel und Trophäen.

Vorfreude auf Miami - Platz vier

"Miami ist ein neues Turnier, ich freue mich drauf. Ich weiß, dass ich noch einiges verbessern muss, um es das nächste Mal besser zu machen", sagte Kerber. Besser wäre in diesem Fall: der Titel.

Trotz der Finalniederlage machte Kerber in der Weltrangliste übrigens einen Sprung von Platz acht auf Rang vier. Julia Görges belegt in der neuen Rangliste vom Montag nach wie vor den 15. Rang. Auch die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen Tatjana Maria als 62. und Andrea Petkovic als 67. sowie Mona Barthel als 86. gehören noch zu den Top 100. An der Spitze bleibt Naomi Osaka, obwohl die Japanerin als Titelverteidigerin in Indian Wells vorzeitig scheiterte. Neue Zweite ist die Tschechin Petra Kvitova vor der Rumänin Simona Halep.

Der Hamburger Alexander Zverev ist bei den Herren weiterhin Dritter hinter dem Serben Novak Djokovic und dem Spanier Rafael Nadal. Neuer Vierter ist der Österreicher Dominic Thiem nach seinem Finalsieg in Indian Wells über den nun fünftplatzierten Schweizer Roger Federer. Der Augsburger Philipp Kohlschreiber fiel trotz seines Sieges über Djokovic um drei Plätze auf den 42. Rang zurück, weil er nach dem Viertelfinal-Einzug im Vorjahr diesmal in Kaliforniens Wüste schon im Achtelfinale ausschied. Auf Rang 45 folgt Jan-Lennard Struff, Mischa Zverev ist 75., Peter Gojowczyk steht auf Rang 87.

aho/dpa

 
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weitere Infos zu A. Kerber

Vorname:Angelique
Nachname:Kerber
Nation: Deutschland
Profi seit:2003
Weltranglistenplatz:5

BNP Paribas Open

Austragungsort:Indian Wells
Land: USA
Modus:WTA-Series
Die letzten Sieger:
2019  Bianca Vanessa Andreescu
2018  Naomi Osaka
2017  Elena Vesnina
2016  Victoria Azarenka
2015  Simona Halep

Miami Open

Austragungsort:Miami
Land: USA
Modus:WTA-Series
Die letzten Sieger:
2019  Ashleigh Barty
2018  Sloane Stephens
2017  Johanna Konta
2016  Victoria Azarenka
2015  Serena Williams


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