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14.04.2019, 17:24

Gilbert gewinnt die "Königin der Klassiker"

"Unglaublich" - Politt verpasst Sensation in Roubaix

Nils Pollit hat die ganz große Sensation bei Paris - Roubaix verpasst. Nach 256 Kilometern und über 50 Kilometern Kopfsteinpflaster musste sich der 25-Jährige am Ende nur Philippe Gilbert geschlagen geben. John Degenkolb wurde schon früh abgehängt.

Philipp Gilbert und Nils Politt
Boten sich einen packenden Fight: Philipp Gilbert (rechts) und Nils Politt.
© imagoZoomansicht

Das Rennen über die alten Feldwege aus den Zeiten Napoleons wurde seinem Spitznamen "Hölle des Nordens" gerecht. Defekte, Stürze und sogar eine kurzzeitige Windkante prägten die erste Renn-Hälfte. Ein Opfer: Routinier André Greipel. Der 36 Jahre alte Roubaix-Siebte von vor zwei Jahren fiel nach einem Reifenschaden ebenso schon früh zurück wie der zuletzt so starke Sprinter-Kollege Alexander Kristoff aus Norwegen. Zu diversen Sturzopfern zählte auch Joseph Areruya, der erste Fahrer aus Ruanda bei Paris-Roubaix.

Rund 50 Kilometer vor dem Ziel fand eine prominente Spitzengruppe zusammen: Peter Sagan (Bora-Hansgrohe), Sep Vanmarcke (EF Education First), Philippe Gilbert (Deceuninck-Quick Step), Yves Lampaert (Deceuninck-Quick-Step), Wout Van Aert (Jumbo-Visma). Und mit Nils Politt (Katusha Alpecin) war auch ein Deutscher vertreten.

Bei einer Tempoverschärfung wurde zunächst Van Aert abgehängt. Gilbert fuhr 16 Kilometer vor dem Ziel auf einem schwierigen Pavé-Stück eine erste Attacke, aber Sagan und Co. kämpften sich wieder ran. Kurz nach dem Zusammenschluss zeigte sich Politt erstmals mit einem eigenen Angriff. Nur Gilbert war fähig, die Attacke zu parieren - Sagan war geschlagen.

Zweiter zu werden, das ist unglaublich. Auf dem letzten Pavé habe ich mir gedacht: Alles oder Nichts!Nils Politt

Das Duo fuhr gemeinsam Richtung Roubaix und mit gehörigem Vorsprung ins Velodrom ein. Gilbert startete den Sprint, nachdem sich beide zunächst belauert hatten. Politt fehlte am Ende einfach die Geschwindigkeit, und musste sich knapp geschlagen geben. "Mein großes Ziel ist es, alle Monumente zu gewinnen. Dem komme ich Schritt für Schritt näher", sagte Gilbert, dem nur noch ein Sieg bei Mailand-Sanremo fehlt.

Genoss die Siegerehrung: Nils Politt (rechts mit Gilbert und Lampaert).
Genoss die Siegerehrung: Nils Politt (rechts mit Gilbert und Lampaert).
© picture alliance

"Gegen Gilbert kann man durchaus im Sprint verlieren. Zweiter zu werden, das ist unglaublich. Auf dem letzten Pavé habe ich mir gedacht: Alles oder Nichts", sagte Politt nach der sechsstündigen Tortur. Politt, erst in der vergangenen Woche starker Fünfter bei der Flandern-Rundfahrt, lieferte aber eine beeindruckende Vorstellung über den ganzen Tag und war stets vorne mit dabei. Für das Team Katusha ist das Ergebnis besonders wegen der Formschwäche von Topsprinter Marcel Kittel, der sich erneut starken Vorwürfen ausgesetzt sieht, wie Balsam auf die geschundene Seele.

Es bleibt damit bei bislang zwei deutschen Siegern beim Höhepunkt der Radsport-Klassikersaison. Nach Josef Fischers Erfolg bei der Roubaix-Premiere, war dieser bedeutsame Triumph Degenkolb im Jahr 2015 gelungen.

Eine Woche nach Paris-Roubaix steht am kommenden Sonntag mit dem Amstel Gold Race der nächste Klassiker auf dem Programm. Das Rennen bei Maastricht mit dem berühmten Cauberg ist der Auftakt der hügeligen Ardennen-Woche: Anschließend folgen der Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich.


Paris-Roubaix (257,00 km):

1. Philippe Gilbert (Belgien) - Deceuninck-Quick-Step 5:58:02 Std.; 2. Nils Politt (Hürth) - Katusha-Alpecin + 0 Sek.; 3. Yves Lampaert (Belgien) - Deceuninck-Quick-Step + 13; 4. Peter Sagan (Slowakei) - Bora-hansgrohe + 42; 5. Florian Senechal (Frankreich) - Deceuninck-Quick-Step + 47; 6. Mike Teunissen (Niederlande) - Team Jumbo; 7. Zdenek Stybar (Tschechien) - Deceuninck-Quick-Step; 8. Evaldas Siskevicius (Litauen) - DMP; 9. Sep Vanmarcke (Belgien) - EF Education First; 10. Stefan Küng (Schweiz) - Groupama-FDJ

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Bilder von Paris - Roubaix
Das ist die "Hölle des Nordens"
Das Tagesrennen Paris - Roubaix ist ein Mythos und Tradition pur. Auf der langen Strecke spielten sich schon kleine und große Dramen ab. Die Bilder sind Jahr um Jahr spektakulär.
Ein Mythos

Das Tagesrennen Paris - Roubaix ist ein Mythos und Tradition pur. Auf der langen Strecke spielten sich schon kleine und große Dramen ab. Die Bilder sind Jahr um Jahr spektakulär.
© imago / Getty Images (3)

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