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09.04.2019, 21:30

Quarterback der Green Bay Packers kritisiert "b/r"-Autor

"Irrelevant und verbittert": Rodgers setzt sich zur Wehr

Vergangene Woche hatte ein "Enthüllungsbericht" über die Zustände bei den Green Bay Packers der vergangenen Jahre für Aufruhr gesorgt. Im Mittelpunkt dabei: Star-Quarterback Aaron Rodgers und Ex-Coach Mike McCarthy. Nun hat sich der Spielmacher selbst geäußert - und deutlich ausgeteilt.

Aaron Rodgers
Übt deutliche Kritik: Aaron Rodgers (35).
© imagoZoomansicht

Der "Bleacher Report" (b/r) hatte erst vor wenigen Tagen den 8000 Wort starken Bericht "What happened in Green Bay" veröffentlicht - und dieser enthält pikante Details, die allen voran Packers-Quarterback Rodgers wie auch den im vergangenen Jahr entlassenen Head Coach McCarthy in den Blickpunkt richten. Einige Details: "A-Rod" habe immer wieder die Football-Intelligenz des Trainers hinterfragt, sei selbst ein "arroganter Quarterback, der ganz schnell dabei ist, anderen die Schuld zuzuschieben". Außerdem stelle sich der erfolgreiche Spielmacher in Green Bay gerne als unfehlbarer "Superman" hin, der persönlichen Konflikten immer aus dem Weg gehen, Probleme eher in sich hineinfressen und stets passiv-aggressiv auftreten soll.

Verfasst wurde dieser "Enthüllungsbericht" von Reporter Tyler Dunne, der in seinem Stück immer wieder ehemalige Spieler, Mitarbeiter oder auch anonyme Quellen aufgreift - darunter die ehemaligen Ex-Teamkollegen Greg Jennings und Jermichael Finley.

Das alles hat nun zu einer Stellungnahme von Rodgers höchstpersönlich geführt - gegenüber "ESPN Milwaukee Radio". Eine seiner Hauptaussagen: "Die Sache mit diesem Artikel ist, dass es kein Mysterium ist. Es war eine diffamierende Attacke von einem Autor, der seine eigene Karriere vorantreiben wollte. Er sprach dabei mit hauptsächlich irrelevanten und verbitterten Spielern, die ihre eigene Absichten haben. Anstatt ihre Karrieren voranzutreiben, versuchen sie lieber, irgendeinen alten Kram aufzurollen."

Rodgers stieß vor allem sauer auf, dass "sehr schräge Meinungen über mich als Fakten dargestellt werden. Und da waren 'Fakten' dabei, die klare Lügen waren."

Auch die Gerüchte, dass Packers-Präsident Mark Murphy in Sorge über Rodgers' Führungsfähigkeiten eines jungen NFL-Teams sei, dementierte der 35-Jährige mit Bezug auf seine Verlängerung: "Wenn sie das wirklich denken würden, warum haben sie mir dann letztes Jahr einen neuen Vertrag gegeben?"

Rodgers verteidigt McCarthy

Aaron Rodgers
Saison 2018/19 abgehakt, der Blick nach vorn gerichtet: Packers-Star Aaron Rodgers.
© imagoZoomansicht

Anstatt über seinen Ex-Coach McCarthy herzuziehen, rief Rodgers zudem dazu auf, besonders die guten Jahre in Erinnerung zu behalten. "Wir hatten 13 gemeinsame Jahre, vier NFC-Championship-Titel, einen Super Bowl-Sieg, acht aufeinanderfolgende Play-off-Teilnahmen und eine Serie von 19 Siegen am Stück. Anstatt diesen Typen runterzumachen, sollten wir uns lieber an die unglaubliche Zeit erinnern, die wir gemeinsam hatten", rief der hochveranlagte Spielmacher auch die Packers-Fans dazu auf, den Ex-Coach nicht in ein schlechtes Licht zu rücken. Rodgers weiter: "Wir untereinander hatten sicherlich unsere Differenzen und Meinungsverschiedenheiten. Doch wir haben immer an einem Strang gezogen."

Auch auf seine öffentliche Kritik nach dem 0:22 gegen Buffalo (Week 4), als der Star die Offense und den Trainer kritisiert hatte, nahm Rodgers nochmals auf: "Ich wünschte, dass ich nach dem Bills-Spiel nichts gesagt hätte und stattdessen lieber direkt zu ihm gegangen wäre. Doch ich wollte damit nicht respektlos erscheinen, das habe ich ihm auch in der Folge unter vier Augen gesagt."

Vorfreude auf 2019

Darüber hinaus sprach der Quarterback von "The Pack" auch noch über die Zukunft - und hier freut er sich allen voran auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer Matt LaFleur: "Wir beiden wissen, wer der Boss ist - und zwar er. Aber natürlich klappt es am Ende besser, wenn es zu einer funktionierenden Partnerschaft wird." Gesundheitliche Bedenken hat Rodgers derweil keine mehr, nachdem er sich gleich zu Beginn der vergangenen Spielzeit, in der zum zweiten Mal in Folge die Play-offs verpasst wurden, schwererer am Knie verletzt hatte und in der Folge wochenlang mit Schiene aufgelaufen war.


Nach der enttäuschenden Saison 2018, die zugleich die exakt 100. Football-Spielzeit der Green Bay Packers war, dürfen die Käsestädter die neue Saison 2019 direkt wieder eröffnen - dieses Mal mit einem Gastspiel bei den Chicago Bears.

mag

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Vereinsdaten

Vereinsname:Green Bay Packers
Gründungsdatum:11.08.1919
Vereinsfarben:Dunkelgrün, gelb, weiß
Anschrift:Green Bay Packers
1265 Lombardi Avenue
Green Bay, Wisconsin, USA 54304
Internet:http://www.packers.com/

Lambeau Field

Stadionkapazität: 81.435

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