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10.04.2019, 19:42

EM-Qualifikation, 3. Spieltag: Kapitän nun bei 818 Toren

Gensheimer führt DHB zum Sieg in Polen

Die deutschen Handballer sind ihrem großen Ziel, der EM-Qualifikation, ein Stück näher gekommen. Nach dem 26:18 (13:10) in Gleiwitz gegen Polen fehlt den Schützlingen von Bundestrainer Christian Prokop dazu nur noch ein Sieg, den der DHB schon im Rückspiel gegen das polnische Team am 13. April in Halle einfahren könnte.

DHB-Kapitän Uwe Gensheimer
Voll konzentriert: Kapitän Uwe Gensheimer und der DHB gewannen in Polen klar.
© imagoZoomansicht

Die deutschen Handballer haben auch dank ihres erneut treffsicheren Kapitäns Uwe Gensheimer einen großen Schritt in Richtung Europameisterschaft 2020 gemacht. Der Linksaußen war im ersten Pflichtspiel nach der Heim-WM mit neun Toren erfolgreichster deutscher Torschütze.

Gensheimer überholt Kretzschmar

Mit nun 818 Länderspieltoren rückte der 32-Jährige in der DHB-Bestenliste sogar auf den vierten Platz vor und zog an Stefan Kretzschmar (817 Tore) vorbei. Nur Florian Kehrmann (822), Christian Schwarzer (966) und Frank Michael Wahl (1412) liegen noch vor ihm.

Dank des verdienten Erfolgs führt die deutsche Mannschaft mit jetzt 6:0-Punkten ihre Qualifikationsgruppe 1 souverän an. Gewinnt sie auch am Samstag (14 Uhr/LIVE! bei kicker.de) in Halle (Westfalen) ihr Rückspiel gegen die Polen, hätte sie ihr Ticket für die EM-Endrunde in Norwegen, Schweden und Österreich Anfang 2020 bereits sicher.

Durchgang eins: Viele technische Fehler

Trotz des verdienten Erfolgs haperte es bei der deutschen Mannschaft gerade im ersten Durchgang auf vielen Positionen. Weil auch die international zweitklassigen Polen schwach spielten, entwickelte sich ein von vielen technischen Fehlern geprägtes Spiel. Doch trotz einiger Fahrlässigkeiten lag die DHB-Auswahl permanent in Führung, weil Gensheimer zumeist gewohnt treffsicher agierte - und weil die Polen kein Maßstab waren.

Wiede rückt auf die Spielmacher-Position

"Spielt weiter diszipliniert!", forderte Bundestrainer Prokop in einer Auszeit im ersten Durchgang. Auch Torhüter Andreas Wolff hatte zu Beginn Probleme, aufwärts ging es für die deutsche Mannschaft erst mit der Hereinnahme von Fabian Wiede auf der Spielmacher-Position. Nach der Verletzung von Routinier Martin Strobel sucht Prokop hier weiter nach der Idealbesetzung, Linkshänder Wiede dürfte dank seiner guten Leistung immer mehr zu einer festen Option werden.

"Wir schmeißen ein paar Bälle zu viel weg, sonst könnten wir schon höher führen", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeitpause in der ARD. Tatsächlich agierte Prokops Team zu Beginn des zweiten Durchgangs effektiver vor dem gegnerischen Tor. Auch Keeper Wolff steigerte sich, wodurch der Europameister von 2016 Stück für Stück davonzog.

Pekeler und Wiencek zuverlässiger Innenblock

Nach den teils begeisternden Auftritten bei der Weltmeisterschaft im Januar zeigte die DHB-Auswahl nun auch, was sie beim Heim-Turnier so stark gemacht hatte: eine starke Abwehr um das Kieler Innenblock-Duo Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek sowie Geschlossenheit. Und im Angriff traf Gensheimer weiter gewohnt zuverlässig.

jch/dpa

 
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