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24.01.2019, 09:16

Dänemark trifft im Halbfinale auf Frankreich

Prokop: "Eine Truppe mit großem Teamgeist"

Zwei Mannschaften sind bei der Handball-WM noch ungeschlagen, die deutsche und die dänische. Am Sonntag könnte es im Finale zum direkten Aufeinandertreffen der beiden WM-Ausrichter kommen. Die Hürde für die Dänen scheint dabei etwas höher zu sein. Der Olympiasieger trifft am Freitag auf Frankreich.

Christian Prokop (l.)
Die deutschen Handballer sind bei der WM bislang ungeschlagen.
© imagoZoomansicht

Mit dem 31:30 gegen Spanien beendete die deutsche Nationalmannschaft auch das dritte Zwischenrundenspiel in der ausverkauften Kölner Arena mit einem Sieg. Und sparte dabei sogar ein wenig Kraft. "Der eine oder andere", sagte Bundestrainer Christian Prokop, "hatte sicher schon im Kopf, sich nur ja nicht zu verletzen. Dass wir gegen eine Mannschaft wie Spanien dann trotzdem so ein Spiel abliefern, dafür verdient die Mannschaft meinen größten Respekt."

Auf dem Weg ins Finale im dänischen Herning trifft die deutsche Mannschaft nun nicht, wie allgemein gewünscht, auf Dänemark, sondern auf ein anderes skandinavisches Team. Norwegen ähnelt ein bisschen der deutschen Mannschaft. Und ist doch ganz anders.

Prokop lobt die Entwicklung

"Das ist eine Mannschaft, die sich in den letzten Jahren kontinuierlich entwickelt hat", urteilt Prokop. "Eine Truppe mit großem Teamgeist, ähnlich wie bei uns." Anders als die DHB-Auswahl aber verfügen die Norweger über einen Superstar, der aus dem Kollektiv deutlich herausragt. Prokop: "Sie haben in Sander Sagosen einen Weltstar. Der ist selber sehr torgefährlich und trifft viele clevere Entscheidungen."

Derweil freuen sich seine Spieler auf den nächsten Schritt auf dem Weg in Richtung Finale. "Gegen Spanien, das war ein Wahnsinnsspiel", sagt der fünffache Torschütze Fabian Böhm. "Die Atmosphäre in Köln war schon unheimlich beeindruckend, aber was in Hamburg abgeht, weiß bei uns ja auch jeder. Wenn die Halle voll ist, dann brennt es da auch richtig."

Böhm zeigte sich äußerst treffsicher aus dem Rückraum, während auch WM-Debütant Tim Suton, für den vorletzten Spielmacher Martin Strobel nachnominiert, mit seinem Einstand zufrieden sein durfte. "Kein Problem, ich habe ja die komplette Vorbereitung mitgemacht, so brauche ich keine lange Eingewöhnungszeit." Sein Ausblick: "Gegen Norwegen, das wird eine enge Kiste, aber wir haben gute Chancen. Die gute Stimmung trägt die ganze Mannschaft."

Wenn die Halle voll ist, dann brennt es da auch richtig.Fabian Böhm

Ähnlich sieht das der erneut starke Fabian Wiede: "Es war super, dass wir ein bisschen die Belastung verteilen und Kräfte sparen konnten. Ich bin jedenfalls bereit für die nächsten Spiele. Jetzt will ich noch mehr."

Gegen Norwegen im Halbfinale, da war doch mal was? Bei der EM 2016 trafen sich die beiden Teams in der Vorschlussrunde, Deutschland siegte nach hartem Kampf in der Verlängerung mit 34:33. "Seitdem", sagt Wiede, der damals mit dem deutschen Team Europameister wurde, "hat sich vieles verändert, Trainer, System, Personal, alles ist anders." Aber gegen einen ähnlichen Ausgang hätte der Berliner sicher nichts einzuwenden.

Oliver Bitter

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