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14.05.2019, 14:53

HSV-Boss verteidigt Wolf - zumindest auf den ersten Blick

Hoffmann: "Überflüssigster Nicht-Aufstieg der Fußballgeschichte"

Das Desaster "Nicht-Aufstieg" ist zwei Tage alt. Der richtige Zeitpunkt für den Vorstandsvorsitzenden des Hamburger Sportverein, an die Öffentlichkeit zu gehen. Bernd Hoffmann tat dies am Dienstag mit einer Mischung aus Emotionalität, Sachlichkeit und vor allem mit einer großen Prise Offenheit. "Hinter mir liegen zwei schlaflose Nächte, aber das ist normal nach dem überflüssigsten Nicht-Aufstieg der Fußballgeschichte." Über die Folgen wird seit dem Wochenbeginn intensiv diskutiert.

HSV-Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann
Es ist bereits fünf vor zwölf beim HSV: Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann.
© imago imagesZoomansicht

Hoffmann stellt klar, dass alles und jeder auf den Prüfstand kommt: "Es gibt nicht die eine Ursache, es handelt sich um ein Systemversagen. Unser gesamtes Sportsystem ist seit dem Januar kollabiert." Den naheliegenden Schluss, dass dafür Hannes Wolf verantwortlich gemacht wird, lässt der Vorstandsvorsitzende indes nicht zu. "Wir sind seit Jahren im permanenten Krisenmodus, der immer mit dem Austausch einzelner Personen endet. Wir können es nicht immer wieder nur am Trainer festmachen. Wir müssen diesen Kreislauf auch einmal durchbrechen." Seine Überzeugung ist diese: "Das hat dauerhaft keinen Effekt." Sein Rezept für die anstehenden Tage: "Wir müssen jeden einzelnen Bereich analysieren. Da schließe ich mich mit ein. Wir müssen dies in aller Klarheit tun und dann handeln."

Herr Kühne ist HSV-Fan. Ihm steht jede Meinung zu.Bernd Hoffmann über Investor Klaus-Michael Kühne und dessen Kritik an Trainer Hannes Wolf

Dass trotz seiner generellen Absicht, nicht einzelne Schuldige zu benennen, am Ende dennoch der Trainer stürzen könnte, deutet er indes auch an: "Der Trainer ist natürlich mit im Boot. Genauso wie ich. Wir werden in Ruhe analysieren, und zunächst einmal mit und nicht über Hannes Wolf sprechen." Dass dies andere längst getan haben, zum Beispiel die aufgebrachten Anhänger und am Montag auch Investor Klaus-Michael Kühne, nimmt Hoffmann in Kauf. "Herr Kühne ist HSV-Fan. Ihm steht jede Meinung zu. Wir müssen nach diesen sechs Monaten, nach diesem Desaster, jede Meinung und jede Äußerung ertragen.

Alle Bereiche sollen hinterfragt werden

Wie schon am Sonntag Ralf Becker, lässt auch Hoffmann keine Zweifel am Ziel "Aufstieg" für die kommende Saison aufkommen: "Das Allerletzte, was hier passiert, ist, dass wir uns mit der 2. Liga anfreunden. Das darf in Hamburg kein Normalzustand werden." Dafür sollen alle Bereiche hinterfragt werden. Ex-Boss Dietmar Beiersdorfer hatte vor Jahren ein Leitbild des HSV entworfen und das große Ganze im Blick. Hoffmann will nun mit knallharter Arbeit diese Abläufe optimieren. "Wir alle sind verantwortlich für das, was in der Rückrunde passiert ist. Der HSV ist keine Wohlfühloase. Und ein Leitbild wird keine Tore schießen."

Sebastian Wolff/kög

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