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19.04.2019, 10:30

Wie gut ist Frankfurts Halbfinalgegner?

"Großartige" Eintracht wartet: Chelseas "Riesenproblem" nervt Sarri

Chelseas beeindruckender Europa-League-Lauf geht weiter - jetzt wartet Eintracht Frankfurt. Trainer Maurizio Sarri weiß, dass er vorab das Dauerproblem seiner Elf besser abstellen sollte.

Maurizio Sarri mit Eden Hazard
Hören ihm Eden Hazard & Co. in der Pause nicht richtig zu? Chelsea-Trainer Maurizio Sarri (r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Viele Wege führen ins Europa-League-Halbfinale. Während Eintracht Frankfurt dafür Olympique Marseille, Apollon Limassol, Lazio Rom, Schachtar Donezk, Inter Mailand und Benfica Lissabon aus dem Weg geräumt hat, setzte sich Chelsea gegen PAOK Saloniki, BATE Baryssau, Vidi FC Szekesfehervar, Malmö FF, Dynamo Kiew und Slavia Prag durch.

Dass Chelsea mit beeindruckenden elf Siegen und einem Remis regelrecht unter die letzten Vier gestürmt ist, hat also schon auch mit den vermeintlich leichteren Gegnern zu tun - wobei Chelsea ja dafür nichts kann. Wie stark die Blues in diesem Wettbewerb wirklich einzuschätzen sind, wissen sie aber wohl selbst nicht genau. Und auch aus dem Viertelfinalrückspiel gegen Slavia Prag (4:3) am Donnerstagabend wurde man nicht so recht schlau.

Warum schaltete Chelsea wieder ab? "Es ist schwer zu verstehen"

Zunächst überrollten Pedro, Hazard, Giroud & Co. die Tschechen, führten zur Pause mit 4:1 und wähnten sich nach dem 1:0-Hinspielerfolg schon im Halbfinale. Doch was passierte dann? "Wie immer in den letzten zwei Monaten sind wir schlecht in die zweite Hälfte gestartet, das war in den letzten zehn Spielen schon so", haderte Trainer Maurizio Sarri. "Das ist ein Riesenproblem."

In der Halbzeit habe er seine Mannschaft noch gewarnt, genauso einsatzfreudig und aufmerksam weiterzuspielen. "Aber das haben wir nicht gemacht. Ich weiß nicht, warum, es ist schwer zu verstehen." Und so wurde es gegen einen physisch starken Gegner (Sarri: "So etwas habe ich in den letzten 20 Jahren nicht gesehen") tatsächlich noch einmal spannend: Petr Sevcik verkürzte unbedrängt mit zwei Fernschüssen (51./55.) und hatte die Großchance auf den Blitz-Hattrick (61.).

Sarri warnt vor "wunderbarem" Eintracht-Stürmer - und scherzt

Sarri ahnte wohl, dass das gegen einen noch stärkeren Gegner nicht gut gegangen wäre. Und mit Frankfurt wartet im Halbfinale (Hinspiel 2. Mai in Frankfurt, Rückspiel 9. Mai in London) "eine großartige Mannschaft" mit einem "wunderbaren Stürmer - Jovic", so Sarri. Das "Riesenproblem" schreit also nach einer schnellen Lösung, der derzeitige Premier-League-Fünfte könnte schließlich auf den Europa-League-Titel angewiesen sein, will er kommende Saison wieder in der Champions League dabei sein. Und Sarri, mit Neapel zweimaliger Vizemeister und mit Chelsea unterlegener Ligapokal-Finalist, will endlich seinen ersten Titel als Trainer.

Was also tun? "Ich kann probieren, in der Pause einfach gar nicht in die Kabine zu gehen", fiel Sarri erst mal nur ein Scherz ein. "Wenn ich das Problem so lösen kann, werde ich das mal versuchen."

jpe

Europa League, 2018/19, Viertelfinale
Eintracht Frankfurt - Benfica Lissabon 2:0
Eintracht Frankfurt - Benfica Lissabon 2:0
Zielgerade

Noch drei Spiele und 3.355 Kilometer bis Baku. Allerdings muss die Frankfurter Eintracht vorher erst einmal eine Aufholjagd gegen Benfica Lissabon starten.
© imago

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