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18.04.2019, 22:10

Gloster beschimpft? Hannover meldet Vorfall bei Verband

Rassismus, Provokationen, Rot - Duell in Hannover eskalierte

Bereits am Mittwochabend trat der VfB Lübeck bei Hannover 96 II an (1:1). Wie die Niedersachsen bekanntgaben, soll dabei 96-Akteur Chris Gloster übel beschimpft und beleidigt worden sein. Der Verein hat den Verband eingeschaltet. Der VfB Lübeck kann die Anschuldigungen nicht nachvollziehen. Es war nicht der einzige Vorfall an diesem am Ende unwürdigen Abend.

Chris Gloster
"Er ist während des Spiels dauerhaft und massiv beleidigt worden": Chris Gloster.
© imagoZoomansicht

"Hannover 96 hat wegen rassistischer Beleidigungen im Rahmen des Regionalliga-Spiels der U 23 gegen den VfB Lübeck den Norddeutschen Fußball-Verband um Einleitung eines Sportgerichtsverfahrens gebeten", heißt es auf der Website von Hannover 96.

Was ist passiert? Linksverteidiger Chris Gloster soll aus dem Gästeblock aufs Übelste beschimpft worden sein. Von einem Teil der mitgereisten Lübecker wurde der 19-jährige US-Amerikaner aufgrund seiner Hautfarbe angefeindet. Zudem sei er unter anderem als "Affe" bezeichnet worden.

Tarnat: "Grenzen überschritten"

"Chris saß nach Abpfiff mit Tränen in den Augen in der Kabine und war fix und fertig. Er ist während des Spiels dauerhaft und massiv beleidigt worden. Natürlich steckt so ein junger Kerl das nicht einfach weg", erklärte der Leiter der 96-Akademie Michael Tarnat und fand deutliche Worte: "Hier wurden Grenzen weit überschritten, weswegen wir uns auch dazu entschieden haben, die Sache beim Verband anzuzeigen."

Fassungslos reagierten die Verantwortlichen beim VfB. "Unglaublich. Hannover hat uns nicht informiert, im Schiedsrichterbericht steht nichts dergleichen - wir haben schon intensiv Informationen eingeholt und können die Aussagen von 96 in keiner Weise nachvollziehen", wird Vorstandssprecher Thomas Schikorra vom "Sportbuzzer" zitiert.

Partie eskaliert in der Nachspielzeit

Und so stehen erstmal zwei konträre Aussagen im Raum. Schon während der Partie ist die Situation auf dem Spielfeld eskaliert. Nach dem Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand durch Lucas Will brannten einige Sicherungen durch. Vonseiten der Lübecker heißt es, dass für den VfB mehr drin gewesen sei, "wäre die Taktik der U 23 des designierten Bundesliga-Absteigers in Form unwürdiger Provokationen der 96-Akademie vom Leiter bis hin zum Co-Trainer, die ihre Balljungen bereits nach dem eigenen Führungstreffer in den Feierabend schickten, nicht doch noch aufgegangen."

Zahlreiche Offizielle beider Seiten (jeweils drei Personen) wurden nach Rudelbildung von Schiedsrichter Murat Yilmaz auf die Tribüne geschickt. Unwürdiger Höhepunkt der wilden Schlussphase war schließlich noch die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit für Patrick Hobsch.

tru

 
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