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21.03.2019, 16:14

Zweitmannschaften von Profiklubs sollen in eigene Liga

Vier Regionalliga-Staffeln: Fanszenen mit Vorschlag

Die Debatte um eine Regionalliga-Reform sowie eine dauerhafte, faire Lösung der Aufstiegsregelung ist in vollem Gange. Nun hat ein Zusammenschluss verschiedener Fangruppen, die "Fanszenen Deutschlands", einen eigenen Vorschlag vorgelegt. Dieser sieht unter anderem eine Reduzierung auf vier Staffeln vor, wobei die Nord- sowie die Nordost-Liga unangetastet blieben. Des Weiteren sollen Zweitvertretungen von Profiklubs in einen eigenen Wettbewerb ausgelagert werden.

Fußbälle auf dem Rasen
Fanvertreter haben einen Vorschlag zur Regionalliga-Reform vorgelegt.
© imagoZoomansicht

Die Fanszenen haben dafür eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die mit Fan-Vertretern aus der 3. Liga, allen Regionalliga-Staffeln sowie einzelnen Oberligen besetzt ist und "volle Rückendeckung durch den gesamten Zusammenschluss 'Fanszenen Deutschlands' hatte", wie es in dem Reformvorschlag heißt. Diesen wollen die "Fanszenen Deutschlands" als Handlungsempfehlung verstanden wissen. "Oberste Prämisse ist es, eine langfristige Reformierung durchzuführen, die in der nächsten Dekade nicht wieder komplett abgeändert wird."

"Ziel muss es sein, einen flächendeckenden Kompromiss zu finden"

Das Konzept sieht unter der Prämisse "Meister müssen aufsteigen" eine Reduzierung der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier vor, die sich aber nicht allein an der Anzahl der Mannschaften innerhalb der Landesverbände orientiert. "Ziel muss es sein, einen flächendeckenden Kompromiss zu finden, der auf einer geographischen Solidarität beruht", heißt es in dem Papier.

Dieser sähe nach Vorstellung des Fanbündnisses wie folgt aus: Die Regionalliga Nord bliebe in ihrer Zusammensetzung und dem Unterbau (Bremenliga, Oberliga Hamburg, Oberliga Niedersachsen und Oberliga Schleswig-Holstein) ebenso unverändert wie die Regionalliga Nordost (Unterbau: Oberliga Nordost Nord und Oberliga Nordost Süd). Neu gegründet werden soll eine Regionalliga West/Südwest (Unterbau: Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, Oberliga Westfalen, Oberliga Niederrhein, Mittelrheinliga) sowie eine Regionalliga Süd (mit dem Unterbau Bayernliga Nord, Bayernliga Süd, Oberliga Baden-Württemberg, Hessenliga).

Vier Meister sollen aufsteigen

Die Meister der vier Staffeln sollen durch dieses Modell sicher aufsteigen können, was eine dauerhafte Einführung von vier Absteigern in der 3. Liga zur Folge hätte (die momentane Regelung war ursprünglich ein Entgegenkommen der Drittligisten). Zudem soll durch die neue Verteilung im Unterbau auch die Auf-und Absteigerrelegung in den unteren Klassen gewährleistet und das Nadelöhr nicht einfach verschoben werden.

Um staffelübergreifend Chancengleichheit zu garantieren und zum Beispiel die Verteilung von Geldern anzugleichen, soll ein verbands- und ligaübergreifender Dachverband gebildet werden.

Keine Zweitvertretungen mehr in der Regionalliga

Des Weiteren sollen aus den Regionalligen alle Zweitmannschaften verbannt und in ein eigenes Liga-System eingegliedert werden. "Die zweiten Mannschaften hatten einmal den Zweck, Spielern aus der eigenen Jugend Spielpraxis in einer anspruchsvollen Liga zu bieten und sie dadurch an die Profimannschaft heranzuführen. Junge Spieler starten heutzutage jedoch immer früher ihre Profikarriere, sodass die Zweitvertretungen schon lange nicht mehr diese Aufgabe erfüllen", schreiben die Fanvertreter. Außerdem entstehe Wettbewerbsverzerrung, wenn Profiklubs ihre Spieler teilweise in ihrer Mannschaft zwecks Spielpraxis abstellen.

Regelspieltag am Samstagnachmittag

Zum Regelspieltag in allen Regionalligen soll außerdem Samstagnachmittag, 15 Uhr, oder alternativ Sonntagnachmittag, 15 Uhr, werden. "Wenn freitags ein Spiel stattfinden muss, dann nicht vor 19.30 Uhr und nur zwischen zwei Vereinen, die maximal 150 Kilometer voneinander beheimatet sind. Wir fordern, dass es keine Spielaustragungen mehr unter der Woche gibt. Ausnahmeregelungen etwaiger witterungsbedingter Gründe oder aber sonstiger wichtiger Gründe sind akzeptabel", heißt es in dem Vorschlag weiter. "TV-Austragungen dürfen keinen Grund für die Terminierung unterhalb der Woche darstellen."

pau

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