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23.03.2019, 17:56

Vorsicht bei ruhenden Bällen

Löw trotzt den Gedanken ans 0:3: "Gefühl ist gut"

Beim Einchecken im Mannschaftshotel, gesteht Joachim Löw, waren die Gedanken ganz kurz da. Das 0:3 aus dem Oktober ist noch nicht ganz und gar raus aus dem Kopf des Bundestrainers. Vor dem Start der EM-Qualifikation am Sonntag gegen die Niederlande aber versucht er dennoch Optimismus zu verbreiten. "Das Ergebnis war eine große Enttäuschung, aber mulmig ist mir nicht. Wir haben jetzt eine andere Situation und mein Gefühl ist gut."


Aus Amsterdam berichten Oliver Hartmann und Sebastian Wolff

Joachim Löw
Verbreitet Zuversicht und wünscht sich Verständnis: Joachim Löw.
© imagoZoomansicht

Festgelegt hat Löw sich vor dem Abschlusstraining - wenig überraschend - auf zwei Personalien: Toni Kroos, gegen Serbien geschont, wird ebenso beginnen wie Manuel Neuer im Tor. "Es ist sicher, dass Manu spielt", erklärt der Coach. Weitere Details hält er noch unter Verschluss. Dass er gegen die Top-Nationen zuletzt mit Dreierkette verteidigen ließ, lässt einen Rückschluss darauf zu, dass er diese Variante morgen wieder wählt. Offiziell aber sagt Löw. "Wir können beides." Routinier Kroos ordnet dies ähnlich ein. "In Frankreich und zuletzt beim 2:2 gegen die Niederlande haben wir mit der Dreierkette ein gutes Spiel gemacht, aber es hat auch mit Viererkette schon gut funktioniert."

Konsequenz entscheidender als System

Entscheidender als das System ist für den Bundestrainer die Konsequenz, vor allem im Verteidigen von Standards. Mit Virgil van Dijk hat der Auftaktgegner ein echtes Kopfballungeheuer nach ruhenden Bällen, und die deutsche Elf genau dort ihren wunden Punkt. Auch zuletzt beim 1:1 gegen Serbien war das Gegentor einem Eckball entsprungen, Löw fordert daher: "Wir haben in einer Sitzung am Freitag darüber gesprochen und müssen da noch dran arbeiten, wir werden da Veränderungen vornehmen. Klar ist: Wir hatten zuletzt Probleme bei Standards und gerade van Dijk hat in diesen Situationen eine wahnsinnige Wucht."

Automatismen fehlen noch

Löws Auftritt auf der turnusmäßigen Pressekonferenz am Samstag war eine Mischung aus dem Versuch, Zuversicht auszustrahlen und gleichzeitig doch die Erwartungen zu bremsen. Einerseits betont er: "Die Mannschaft ist in der Lage, hier ein gutes Spiel zu machen und sie wird ein gutes Spiel machen." Andererseits sagt er: "Wir haben gegen Serbien gerade in der ersten Halbzeit gesehen, dass noch die Automatismen fehlen. Es muss sich eine Hierarchie und Ordnung bilden, es ist ein Findungsprozess - innerhalb der Mannschaft und auf dem Platz." Dass die Zeit dafür nur begrenzt ist, weiß Löw: "Es sind schon einige Themen, die wir auf der Agenda haben." Und es wäre förderlich, wenn die Gedanken an das 0:3 aus dem Oktober nach den 90 Minuten vom Sonntag nicht wieder aufgefrischt würden.

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