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06.07.2018, 22:00

Neuzugang zeigt sich vom italienischen Klub angetan

"Ernsthaft und sympathisch": Prince Boateng in Sassuolo

Kevin-Prince Boateng hat sich nach einem "überragenden Jahr für mich" bei Eintracht Frankfurt wie erwartet seinem Lebensmittelpunkt Mailand genähert und sich dem italienischen Erstligisten Sassuolo Calcio angeschlossen. Dort wurde "KPB" bereits am Freitag vorgestellt - und ist ab sofort Teil der Neroverdi, der Fliesenkleber, der frech Aufspielenden.

Kevin-Prince Boateng
Freut sich auf Mailand - und den Calcio in Sassuolo: Kevin-Prince Boateng.
© imagoZoomansicht

Sassuolo Calcio, italienischer Verein aus der norditalienischen Region Emilia-Romagna, gelegen nahe Modena, Bologna und Parma. Und - für Neuzugang Kevin-Prince Boateng eben besonders entscheidend: Sassuolo ist nur 200 Kilometer von Mailand entfernt - liegt also nahe an der großen Modestadt, in der "KBP" mit seiner Ehefrau, der US-amerikanisch-italienischen Moderatorin Melissa Satta, und dem gemeinsamen Sohn hauptsächlich lebt. Genau dort fühlt sich der Mittelfeldmann, der zwischen 2010 und 2013 sowie kurz 2016 bei der AC Milan gespielt hatte, seitdem pudelwohl.

Deswegen kam für Boateng trotz vieler überraschter Mienen in Frankfurt der Wechsel in diesem Sommer zustande. Einfach, weil er näher an seinen Lebensmittelpunkt rücken wollte. "Mit dem Pokalsieg hat sich für mich der Kreis in Deutschland geschlossen", hatte der ehemalige Ghana-Nationalspieler zuletzt bei seinem Weggang von der Eintracht gesagt. "Ich verlasse die Eintracht mit einem positiven Gefühl. Es war ein überragendes Jahr für mich."

"Die Pläne des Klubs haben mich einfach überzeugt"

So saß Boateng also am Freitag auf dem Podium in Sassuolo, ausgestattet mit einem schwarz-grünen T-Shirt, richtete einen ersten Gruß an die Fans des Vereins und sagte später bei seiner offiziellen Vorstellung: "Der Wechsel nach Sassuolo ermöglicht mir, meiner Familie näher zu sein."

Außerdem habe ihn die Philosophie Sassuolos um Trainer Roberto de Zerbi, mit dem er bereits vergangenes Jahr bei UD Las Palmas zusammenarbeitete, überzeugt: "Es ist alles schnell verlaufen. Die Pläne des Klubs haben mich einfach überzeugt. Sassuolo ist eine ernsthafte und sympathische Mannschaft."

Der Durchbruch Sassuolos

Doch was zeichnet Sassuolo Calcio aus, das seit 2013/14 wieder Teil der Serie A ist und sich seitdem besonders dank Ex-Coach Eusebio di Francesco (aktuell bei der Roma) mit den Plätzen 17, 12, 6, 12 und zuletzt unter de Zerbi mit Rang elf durchaus überzeugend in Italien etabliert hat?

Frenetisch: die Fans von Sassuolo Calcio.
Frenetisch: die Fans von Sassuolo Calcio.
© imago

Ganz einfach: Das Städtchen mit seinen rund 40.000 Einwohnern hält zusammen - und wehrt sich wie ein kleines gallisches Dorf mit harter Arbeit gegen die Übermächte aus den Mailands, Turins, Roms oder Neapels. 1920 gegründet entwickelte sich der Verein erst so richtig 1966, als sich Sassuolo Calcio und Sassuolo Sportiva zum Sassuolo Sportiva Football Club zusammenschlossen. Erster Präsident war der Keramiker Anotonio Coughi.

Der Rest ist schnell erzählt: 1968 schaffte der Klub den Aufstieg in die Serie D, die fünfte italienische Liga, 1980 schließlich der Durchbruch in die Serie C2, die vierte Liga. Und erst im Jahr 2006 gelang der Aufstieg in die Drittklassigkeit, nachdem Sassuolo in den Jahren zuvor zweimal haarscharf am Abstieg vorbeigeschrammt war. Vier Jahre später kamen die Norditaliener dann in die Serie B und letztendlich 2013 in die Serie A. Das Wunder war perfekt.

Talente und frecher Fußball

Doch nackte Zahlen werden Sassuolo, dem Ballungszentrum der Fliesenindustrie, bei weitem nicht gerecht. Hinter der Fassade steckt pure Passion - gepaart mit der finanziellen Unterstützung des Groß-Chemiekonzerns "MAPEI", der sich auf Fliesenkleber spezialisiert hat (Giorgio Squinzi, Sohn des "MAPEI"-Gründers Rodolfo Squinzi und Chef des Konzerns, hält Anteile am Klub).

Die Emilianer nämlich setzen neben der idyllischen Kulisse im Mapei Stadium-Città del Tricolore (fast 30.000 Plätze) auf junge italienische Spieler wie den pfeilschnellen und begehrten Domenico Berardi (23), Stefano Sensi (22) oder Claud Adjapong (20), auf den Nachwuchs - und auf attraktiven Fußball, der auch 2017/18 Konkurrenten wie die Roma (1:1, 0:1), Neapel (1:3, 1:1) und vor allem Inter Mailand (1:0, 2:1) mächtig überrascht hat.

Boateng offenbar will neben der Tatsache, öfter mal nach Mailand pendeln zu können, diesem Sassuolo-System mit seiner langen Erfahrung und seinem fußballerischen Können helfen. Dass der fußballerische Fliesenkleber eben noch besser haftet...

mag

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weitere Infos zu K.-P. Boateng

Vorname:Kevin-Prince
Nachname:Boateng
Nation: Deutschland
  Ghana
Verein:FC Barcelona
Geboren am:06.03.1987

weitere Infos zu de Zerbi

Vorname:Roberto
Nachname:de Zerbi
Nation: Italien
Verein:Sassuolo Calcio

Vereinsdaten

Vereinsname:Sassuolo Calcio
Gründungsdatum:01.01.1920
Vereinsfarben:Schwarz-Grün
Anschrift:U.S. Sassuolo Calcio
Piazza Risorgimento 47
41049 Sassuolo
Tel.: 0039 0536/882645
Fax.: 0039 0536/881911
Internet:http://www.sassuolocalcio.it/

Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:60.000 (23.09.2018)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de

Vereinsdaten

Vereinsname:AC Mailand
Gründungsdatum:16.12.1899
Vereinsfarben:Rot-Schwarz
Anschrift:Associazione Calcio Milan
Via Filippo Turati, 3
20121 Milano
Telefon: 00 39 - 02 - 6 22 81
Telefax: 00 39 - 02 - 6 59 88 76
E-Mail: info@acmilan.com
Internet:http://www.acmilan.com/


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