Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
23.01.2018, 19:19

Präsident Ceferin kritisiert aktuelle Entwicklung im Fußball

UEFA denkt über "Luxussteuern" für Top-Klubs nach

Die UEFA denkt offenkundig darüber nach, den immer weiter steigenden Gehältern sowie den immer reicher werdenden Top-Klubs einen Riegel vorzuschieben. "Wir müssen die reichsten Klubs der Welt davon abhalten, dass sie all die besten Spieler kaufen", erklärte Präsident Aleksander Ceferin nun in einem Interview mit der der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph". Auch der europäische Fußballverband selbst schob nun ein Statement nach.

Aleksander Ceferin
Blickt der Entwicklung im Profi-Fußball skeptisch entgegen: Aleksander Ceferin.
© imagoZoomansicht

Die Kritiken häufen sich und werden immer lauter. Der Tenor: Der Fußball sprengt schier alle Dimensionen, was für das "normale Fußvolk" nicht mehr nachvollziehbar oder greifbar ist. Das hatte 2017 auch schon Christian Streich, der kicker-Mann des Jahres, lautstark angesprochen. Der genaue Vorwurf: Reiche Top-Klubs kaufen sich teure Stars am laufenden Band - sie zahlen neben den astronomischen Ablösesummen auch noch horrende Gehälter für Spieler wie Berater. Warum? Weil sie es sich leisten können - und damit den Markt zerstören.

Das Thema stößt offenbar vielen sauer auf - auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der unter anderem sagt: "Wir müssen die reichsten Klubs der Welt davon abhalten, dass sie all die besten Spieler kaufen. Wir dürfen keine Angst haben, das Thema anzugehen." Der 50-Jährige betonte ferner, das "Wettbewerbsgleichgewicht" herzustellen, habe für ihn absolute Priorität.

Die UEFA höchst selbst behandelte dieses Thema nun auf einer offiziellen Sitzung des Professional Football Strategy Councils (PFSC) in Nyon, an der Vertreter der Klubs (die European Club Association, ECA), der Ligen (European Professional Football Leagues, EPFL) und der Spieler (FIFPro Division Europe) sowie Delegierte der UEFA teilnahmen.

"Luxussteuern", "Transfersteuern", Limitierungen

Der gemeinsame Konsens, verbreitet via Pressemitteilung: Die Ausübung des Financial Fair Plays sowie neue Regeln mit verschärfter Note sollen am Ende der aktuellen Saison überdacht und eventuell angewandt werden. Damit soll vor allem die Wettbewerbsgleichheit im Fußball wieder hergestellt werden - was seit einiger Zeit immer mehr aus den Fugen gerät. Dahingehend könnten künftig auch "Luxussteuern", "Transfersteuern" oder Limitierungen für Kader anfallen, die die aufnehmenden Klubs dann zu entrichten hätten. Das könnte vor allem bei millionenschweren Einkäufen wie von Neymar (Paris Saint-Germain) oder Philippe Coutinho (FC Barcelona) wichtige Auswirkungen haben.

UEFA-Präsident Ceferin, seit September 2016 im Amt, hat diesbezüglich auch schon auf einer Konferenz in Lissabon diese möglichen Maßnahmen ins Gespräch gebracht. "Wir müssen uns neue Mechanismen anschauen wie Luxus-Steuern und - ganz besonders - sportliche Kriterien und faire Transferregeln, damit wir Spieler-Hortung und eine unverhältnismäßige Verteilung von Talent auf wenige Mannschaften verhindern", so der Slowene. "Wir können nicht zulassen, dass die Größe einiger den Rest von uns überschattet und übertönt."

Einwände von der EU?

Ceferin kritisierte ferner die Europäische Union: "Ich habe die Nase voll davon, dass Politiker sagen: 'Tut mal etwas für das Wettbewerbsgleichgewicht' - und dann, wenn man mit Brüssel spricht, sagen sie: 'Ah, aber nach EU-Recht ist das alles verboten.'

mag

Die Hälfte der 20 umsatzstärksten Klubs kommt aus England
"Money League": Real verpasst Spitze knapp - Bayern 4.
Wo das Geld sitzt...

Im jährlichen Ranking der umsatzstärksten Fußballklubs, das bereits zum 21. Mal von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft "Deloitte" auf Basis der veröffentlichten Jahresabschlüsse (ohne Transfererlöse) erstellt wurde, kommt von den Top 20 diesmal die Hälfte aus England...
© imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 

29 Leserkommentare

Grundwasser
Beitrag melden
25.01.2018 | 15:49

BorisPasternak 25.01.18, 12:19

Argumente sind doch bei Ihnen sinnlos.
Die Fakten stehen doch hier, Sie ignorieren diese aber. [...]
Grundwasser
Beitrag melden
25.01.2018 | 15:49

BorisPasternak 25.01.18, 12:19

Man kann Ihnen sogar Fakten vorlegen, die werden dann einfach ignoriert und dann gehts weiter.
Sie sag[...]
BorisPasternak
Beitrag melden
25.01.2018 | 12:19

User "Kanuffel", haben Sie auch Argumente zur Diskussion beizutragen ?

Oder meinen Sie, mit diesem Gesichtsbuch- "lol" ist es getan ? Da gehört schon noch ein bisschen mehr [...]
Kanuffel
Beitrag melden
25.01.2018 | 11:57

@Amateur-Provokateur Boris P.

Der FCB kauft also pro Saison von 17 (Vereinen) x mindestens 15 Spieler (obwohl ein Verein in der Bundesliga [...]
BorisPasternak
Beitrag melden
25.01.2018 | 11:56

"Grundwasser" Sie Schlaumeier

Hören Sie auf mit dieser Erbsenzählerei und erkennen Sie an, dass der Verein aus München zu denen gehört, [...]

Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Neymar

Vorname:Neymar
Nachname:da Silva Santos Junior
Nation: Brasilien
Verein:Paris St. Germain
Geboren am:05.02.1992

weitere Infos zu Coutinho

Vorname:Philippe
Nachname:Coutinho Correia
Nation: Brasilien
Verein:FC Barcelona
Geboren am:12.06.1992

Vereinsdaten

Vereinsname:Paris St. Germain
Gründungsdatum:12.08.1970
Vereinsfarben:Blau-Rot
Anschrift:Paris Saint-Germain Football Club
24, Rue du Commandant Guilbaud
75781 Paris Cedex 16
Telefon: 00 33 - 32 75
Telefax: 00 33 - 142 - 30 50 27
E-Mail: psg@psg.fr
Internet:http://www.psg.fr/

Vereinsdaten

Vereinsname:FC Barcelona
Gründungsdatum:29.11.1899
Vereinsfarben:Blau-Rot
Anschrift:Fútbol Club Barcelona
Avenida Arístides Maillol, s/n
08028 Barcelona
Telefon: 00 34 - 902 - 18 99 00
Telefax: 00 34 - 496 - 37 97
oab@fcbarcelona.cat
Internet:http://www.fcbarcelona.com/


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine