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25.03.2019, 22:52

Cristiano Ronaldo verletzt - Gacinovic angeschlagen raus

Zwei Heimspiele, zwei Punkte: Portugal patzt auch gegen Serbien

Portugal hat den Start in die EM-Qualifikation in den Sand gesetzt! Nach dem 0:0 gegen die Ukraine kam der Titelverteidiger auch im zweiten Heimspiel trotz großer Überlegenheit gegen Serbien nicht über ein Remis hinaus. Portugal war über weite Strecken klar besser, wurde aber von konterstarken Serben für seinen Chancenwucher bestraft und hatte obendrein Pech bei einer Elfmeter-Entscheidung.

K.o.: Rui Patricio räumt Mijat Gacinovic ab.
K.o.: Rui Patricio räumt Mijat Gacinovic ab.
© imagoZoomansicht

Furios! Das war der passende Begriff für das Spiel in Lissabon, jedenfalls traf dies für die Anfangsphase zu. In dieser hatten vor allem die Gastgeber, die nach der Nullnummer gegen die Ukraine zum Auftakt ganz offensichtlich etwas gutmachen wollten, mächtig auf die Tube gedrückt. In der vierten Minute wäre dem Europameister um Superstar Cristiano Ronaldo beinahe auch die schnelle Führung geglückt, allerdings fälschte Spajic, der zuvor etwas ungeschickt agierte hatte, noch entscheidend ab.

So waren es die Serben, die ihre erste Chance gleich nutzten und in Führung gingen: Gacinovic entwischte und wurde im Sechzehner von Rui Patricio jäh gestoppt, der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak entschied auf Strafstoß, den Tadic sicher verwandelte - 1:0 (7.). Die Seleçao reagierte mit wütenden Angriffen und hohem Tempo. Die serbische Abwehr hatte große Mühe, hielt die Null aber noch - trotz der einen oder anderen Verlegenheit. Dmitrovic parierte gegen Ronaldo (9.) und Rafa Silva (15.), während Guerreiro knapp verzog (16.).

Gacinovic und Ronaldo verletzt

Pech hatte dann Gacinovic, der sich in einem Laufduell mit Ronaldo am Fuß verletzte und etwas später ausgewechselt werden musste (21.). Weil der wiedergenesene Mitrovic den Vorzug vor Jovic erhalten hatte, war damit kein Bundesliga-Serbe mehr auf dem Rasen. Spielerisch war es eine Abwehrschlacht aus Sicht der Gäste, die allerdings bei Kontern immer wieder zeigten, wie gefährlich sie sein können. Die ganz dicken Chancen waren aber kaum mehr geboten, auch weil Portugal nicht durchweg höchsten Tempo ging. Dann verletzte sich CR7 auch noch am Oberschenkel und zeigte sofort an, dass er raus muss.

Danilo Pereira packt den Hammer aus

Volles Pfund: Danilo Pereira bejubelt sein soeben erzieltes 1:1.
Volles Pfund: Danilo Pereira bejubelt sein soeben erzieltes 1:1.
© imagoZoomansicht

Pizzi kam für den Kapitän (31.). Der sah dann etwas später, wie Danilo Pereira aus 22 Metern den Hammer auspackte und sehenswert zum 1:1-Ausgleich einschoss - 1:1 (42.). Danach waren die Serben urplötzlich wieder da und sorgten vorne durchaus für Wirbel. Weil Tadic jedoch aus kurzer Entfernung knapp drüber schoss (45.), blieb es beim Remis zur Pause.

Durchgang zwei war dann nicht mehr ganz so wild, die Partie blieb aber weiterhin temporeich und unterhaltsam. Die Serben erwischten den besseren Start und setzten über Lazovic (49.) und Ljajic (56.) erste vielversprechende Akzente, Portugals Nationaltrainer Fernando Santos reagierte und brachte mit André Silva einen frischen Angreifer.

Die Partie mutete nun an wie ein Boxkampf. Beide Kontrahenten belauerten sich, schielten auf den Lucky Punch. Nach Punkten waren die Portugiesen auch klar vorne, um im Bild zu bleiben, jedoch nicht nach Toren. Auf der einen Seite lief dem Europameister die Zeit davon, auf der anderen Seite fehlte das nötigte Quäntchen Glück. Maksimovic rettete in letzter Sekunden kurz vor der Linie (71.), ehe Marciniak einen zunächst gegen Rukavina gepfiffenen Handelfmeter nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurücknahm.

Portugals Schlussoffensive wird nicht belohnt

In der Schlussphase rannten die Portugiesen mit dem Mute der Verzweiflung an und näherten sich dem Siegtreffer auch an. Weil aber Guerreiros Pfund aus der Ferne danebenging (90.+1) und Bernardo Silva (90.+4) sowie Pepe (90.+5) das Tor verfehlten, blieb es beim 1:1. Für die Seleçao kein zufriedenstellendes Resultat, für Serbien war es hingegen nach dem 1:1 in Deutschland bereits der zweite Achtungserfolg in dieser Länderspielpause und ein durchaus zufriedenstellender Start in die EM-Quali.

Für beide Mannschaften geht es im Sommer wieder weiter: Portugal tritt am 5. Juni (20.45 Uhr) zum Nations-League-Halbfinale gegen die Schweiz an, gespielt wird in Porto. Serbien trifft zwei Tage später (20.45 Uhr) im Rahmen der EM-Qualifikation auf die Ukraine.

 

kicker

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