Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
25.04.2019, 00:28

Bremen hadert mit Referee Siebert und dem VAR

Baumann: "Nie und nimmer ein Elfmeter"

Die Gemüter hatten sich auch einige Zeit nach der Partie noch nicht wieder vollends beruhigt. Im Nachklang des äußerst packenden Pokalhalbfinals zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern, das Letzterer schließlich knapp mit 3:2 für sich entschied, stand vor allen Dingen eine Szene im Mittelpunkt: Der Elfmeterpfiff von Referee Daniel Siebert nach einem Laufduell von Theodor Gebre Selassie und Kingsley Coman zum Siegtreffer für die Münchner.

Theodor Gebre Selassie (li.), Kingsley Coman
Oft im Mittelpunkt des Geschehens: Theodor Gebre Selassie (li.), Kingsley Coman.
© imagoZoomansicht

"Für mich gibt es da keine Diskussion. Es war ein Laufduell und es gab natürlich einen Kontakt. Es gab kein Umreißen, es gab kein richtiges Stoßen, es gab kein Aufhalten - das ist nie und nimmer ein Elfmeter", erklärte Frank Baumann nach der Partie - und legte nach: "Natürlich werden sie sich darauf berufen, dass der Ball nicht dabei ist und es irgendwie einen Kontakt gab. Was ich aber nicht verstehe ist: Wir haben jetzt die Möglichkeit mit einem Video-Assistenten und manchmal muss man etwas vielleicht nicht direkt zurücknehmen. Aber bei so einem Spiel, Pokalhalbfinale, Spielstand 2:2, kurz vor Schluss so eine Szene, da muss man sich die Möglichkeit nehmen, das mal eineinhalb Minuten lang von Außen anzusehen. Vor eineinhalb Jahren sind wird in München im Pokalhalbfinale wegen einer klaren Schwalbe ausgeschieden. Damals hatten wir noch keinen Video-Assistenten, heute haben wir ihn, nutzen ihn nicht. Das kann ich nicht nachvollziehen, tut mir leid", so der Bremer Geschäftsführer Sport.

Trainer Florian Kohfeldt meinte: "Neun von zehn Schiedsrichtern hätten da nicht gepfiffen." Und: "Ich bin normal ein großer Freund des Videobeweises, aber mit diesem Elfmeterpfiff könnte ich besser leben, wenn es keinen Videoschiedsrichter gegeben hätte."

Auch in den Reihen der Bremer Spieler sorgte die Entscheidung des Referees für Unverständnis. "Natürlich hat er die Ellbogen ein bisschen draußen, aber der Gegenspieler weiß natürlich auch, dass er nicht mehr an den Ball kommt. Im Mittelfeld wird das nicht gepfiffen", meinte Max Kruse bei "Sky". "Wir haben ja gelernt, dass der VAR nicht eingreifen darf, wenn es nicht hundert Prozent sind. Vielleicht war es eine 80:20-Entscheidung - aber die wird dann eben nicht zurückgenommen. Nur war die Argumentation vom Schiedsrichter eben eine andere", brachte der Werder-Kapitän eine weitere Facette über die Umstände, die zur Elfmeter-Entscheidung geführt hatten, ins Spiel, die Teamkollege Maximilian Eggestein näher erläuterte: "Meiner Meinung nach war es keiner. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass er ihn unten getroffen hat. Aber ich habe es gerade noch einmal gesehen und er hat ihn nicht getroffen."

Kovac: "Können wir vielleicht diskutieren"

Auf Münchner Seite äußerte sich Niko Kovac, noch ehe er die Fernsehbilder betrachtet hatte, im ZDF sehr zurückhaltend: "Von mir aus hat es so ausgesehen, als habe Gebre Selassie den 'King' (Coman; d. Red.) hinten an der Ferse berührt." Nachdem er dann die Aufzeichnung angesehen hatte, hatte er einen "leichten Rempler von hinten" ausgemacht. "Ein Push mit dem Ellenbogen war da. Aber ob das jetzt ein Elfmeter ist, da können wir vielleicht drüber diskutieren", sagte der Bayern-Trainer.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 25.04., 09:49 Uhr
Bayerns Elfmeter: "In mindestens neun von zehn Fällen pfeift er nicht"
Der FC Bayern siegt beim SV Werder Bremen mit 3:2 und zieht ins Finale des DFB-Pokals ein. Eine strittige Elfmeterentscheidung verhilft dem Rekordmeister zum Sieg und sorgt für Diskussionsstoff.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS

Thomas Müller, der Torschütze des zwischenzeitlichen 2:0 des Rekordmeisters, hatte eine klarere Meinung. "Ich sehe es nicht nur durch die Bayern-Brille. Der Kingsley ist vorbei, er ist hintendran. Der Bremer sagt: 'Es ist kein Elfmeter', weil er es nicht wahrhaben will. Aber er gibt ihm an der Hüfte einen mit. Ich kann verstehen, dass diskutiert wird, wenn die Entscheidung in so einem packenden Spiel durch einen Elfmeter fällt. Gebre Selassie hat einen Tick zu viel gemacht - aus meiner Sicht. Es war nicht sehr clever, ohne Chance auf den Ball noch mal so nachzudrücken. Deswegen war es für mich ein Elfmeter."

jom

DFB-Pokal, 2018/19, Halbfinale
Werder Bremen - Bayern München 2:3
Werder Bremen - Bayern München 2:3
Busfahrt

Bremen im DFB-Pokalhalbfinale gegen die Bayern: Tausende Werder-Fans empfingen ihre Mannschaft, als sich diese mit dem Bus dem Weserstadion näherte.
© imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 

181 Leserkommentare

FCB_4FR
Beitrag melden
02.05.2019 | 10:44

berlino1 @ 26.04.19, 15:30

Zitat:“ … Völlig krasss sind in den letzten Spielen die Elfmeter, die gegeben oder eben nicht gegeben [...]
Sven-Montana
Beitrag melden
27.04.2019 | 11:08

@Jupasidy,

wo bleibt eigentlich ihre Erklärung über ihre gemachten falschen Angaben in Fall Gerd Müllers ? Da man [...]
7franz1
Beitrag melden
27.04.2019 | 11:07

@sevenof9 26.04.19, 15:44

"Jetzt, nachdem der DFB zugegeben hat, dass es offensichtlich eine falsche Entscheidung war und ein [...]
Sven-Montana
Beitrag melden
26.04.2019 | 21:05

@Streichholzbolplatz,

einfach mal um den eigen Verein kümmern. Nicht umsonst ist er der Verein in der BL mit den meisten Fehlendscheidungen [...]
Sonnenloewe
Beitrag melden
26.04.2019 | 19:11

Streichholzbolplatz
26.04.19, 18:12

Und der Sonnenlöwe rechtfertigt sich wieder mit hanebüchene[...]

Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine