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24.04.2019, 10:17

Hamburger SV kann RB Leipzig nur 20 Minuten ärgern

Kein Finale - aber erstes Endspiel in Berlin

Rund 20 Minuten durfte der Außenseiter ein wenig träumen, letztlich aber zerplatzte der Finaltraum des HSV. Nach Berlin geht es dennoch. Sonntag, zum 1. FC Union. Die Pflicht nach der Kür, in der der Zweitligist letztlich chancenlos war.

Banger Blick nach oben: Der Hamburger SV hat nach dem Pokal-Aus wichtige Aufgaben in der Liga vor der Brust.
Banger Blick nach oben: Der Hamburger SV hat nach dem Pokal-Aus wichtige Aufgaben in der Liga vor der Brust.
© imagoZoomansicht

Hannes Wolf hatte Überraschendes präsentiert, dann schnell eine erste Korrektur vorgenommen und den Favoriten kurzzeitig geärgert. Im 3-4-2-1-System war seine Elf in der Anfangsphase ein Spielball der Leipziger und hätte deutlicher als mit 0:1 zurückliegen können, der Schachzug des Trainers, Gideon Jung etwas zurück und Bakery Jatta wieder vorzuziehen aber ging auf: Der Gambier setzte den Leipzigern mit seiner Körperlichkeit und seinen Tempoläufen zu. Und brachte kurzzeitig die Hoffnung zurück.

Nach seinem Ausgleichstor (24.) war der HSV bis zur Halbzeitpause im Spiel. "Diese Phase", konstatiert Wolf, "geht an uns." Doch er räumt ebenso ein, dass bald danach nichts mehr ging: "Nach dem 1:2 war es schwierig." Er hätte auch sagen können: Unmöglich. Und doch hat er Erkenntnisse gewonnen aus dem Kräftemessen mit einem Top-Klub. Vor allem diese: Linksverteidiger Douglas Santos, in seinem System ohnehin bei Ballbesitz ins Zentrum einrückend, kann eine starke Rolle im zentralen Mittelfeld spielen. "Er hat es auch unter Druck fantastisch gemacht", findet Wolf.

Das Problem ist: Santos' Ersatz auf der linken defensiven Außenbahn, Josha Vagnoman, offenbarte, dass er bei allem Talent noch erhebliche Defizite auf diesem Niveau hat. Der Brasilianer also könnte das zuletzt so ideenlose Mittelfeldzentrum bereichern, wird aber eigentlich auch auf seiner Stammposition benötigt.

Wir haben die Messlatte in Sachen Bereitschaft gelegt, aber es werden ab jetzt wieder ganz andere Fußballspiele.Hannes Wolf

Eine weitere Erkenntnis des Pokalabends: Das Experiment mit Vasilije Janjicic als zentralem Verteidiger ist nicht nur wegen dessen Eigentor gescheitert, der Youngster verursachte mit einem Fehlpass auch den Eckball vor dem 0:1. Dem Druck und Tempo der Leipziger konnte in der Dreierkette nur einer standhalten: Leo Lacroix.

Der Leih-Verteidiger untermauerte damit den jüngsten Trend und erweist sich als stabilster Verteidiger. Auch für den Schlussspurt, für den der couragierte Auftritt des HSV im Pokal nur bedingt eine Aussagekraft hat. Das weiß auch der Trainer: "Wir haben die Messlatte in Sachen Bereitschaft gelegt, aber es werden ab jetzt wieder ganz andere Fußballspiele." Außenseiter war der HSV vorerst nun letztmalig. Ab jetzt ist er wieder der gejagte Favorit. Erstmals in Berlin. Es hat nicht zum Finale gereicht, aber es geht zum ersten Endspiel.

Sebastian Wolff

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Es ist der neunte Auswärtssieg in Folge, der RB Leipzig den Einzug ins Finale des DFB-Pokals sichert. 3:1 gewinnt RB beim Hamburger SV und schreibt Vereinsgeschichte.
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