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17.04.2019, 00:30

Turin scheitert abermals - Allegri will bleiben

Trotz CR7: Juve hat den Champions-League-Wurm

Am Ende reichten auch zwei Tore von Cristiano Ronaldo nicht - und erst recht keine halbgare Leistung. Denn während Juventus Turin in Abschnitt eins das Geschehen dominiert hatte, wirkte die Alte Dame in den zweiten 45 Minuten angezählt. Die gerechte Folge: Ajax zog ins Halbfinale der Champions League ein und warf zugleich den letzten verbliebenen Titelverteidiger raus.

Cristiano Ronaldo
Mit zwei Toren gegen Ajax zur Stelle - und trotzdem ausgeschieden: Cristiano Ronaldo.
© imagoZoomansicht

Die Sehnsucht der Juventini auf den nächsten Champions-League-Coup, sie bleibt mindestens ein weiteres Jahr ungestillt. Nach den Erfolgen in den Spielzeiten 1984/85 (1:0 gegen Liverpool) und 1995/96 (4:2 i.E. gegen Ajax) wartet die Alte Dame nun schon 23 Jahre auf den Triumph auf der größten europäischen Fußballbühne.

Die Gründe dafür, dass es in dieser Saison trotz des 105-Millionen-Euro-Investments Cristiano Ronaldo, der im Viertelfinale gegen das junge Ensemble aus Amsterdam auch noch zweimal getroffen und dabei jeweils die Führung (!) markiert hatte, nichts mit dem Titel wurde? Darüber darf sicherlich spekuliert werden. Sind die vielen Verletzungen schuld - schließlich fehlten Mario Mandzukic, Douglas Costa oder Kapitän Giorgio Chiellini? War CR7 trotz seiner Einsätze wirklich fit genug nach seiner Oberschenkel-Blessur von der jüngsten Länderspielpause? Gab es einen signifikanten Spannungsabfall aufgrund einer nicht im Ansatz spannenden Serie A (17 Punkte Vorsprung auf Napoli)? Alles Fragen, die erst nach eingängiger Analyse in der kommenden Zeit beantwortet werden können.

Agnelli zollt Ajax Respekt

Sicher ist: Am Dienstagabend bei der 1:2-Heimniederlage verkauften sich die Bianconeri gerade im zweiten Abschnitt erschreckend harmlos, fingen sich deswegen berechtigterweise die Niederlage und das damit verbundene Aus ein. Die Enttäuschung war den Akteuren in der Folge ins Gesicht geschrieben, allen voran einem auf dem Boden kauernden Cristiano Ronaldo, der damit als letzter verbliebener Titelverteidiger (Ajax schoss bereits den dreimaligen Seriensieger Real aus dem Wettbewerb) ausschied.

Ajax hat das Weiterkommen absolut verdient - nicht nur am heutigen Abend, sondern über beide Duelle.Andrea Agnelli, Präsident von Juventus Turin

Nach dem verlorenen CL-Finale 2015 (1:3 gegen Barcelona), dem Achtelfinal-Aus gegen Bayern 2016, dem in den Sand gesetzten Endspiel 2017 (1:4 gegen Real) und dem tragischen Scheitern im Viertelfinale 2018 gegen Real erwischte es Juve in diesem Jahr also gegen einen vermeintlichen Außenseiter. Irgendwie ist beim italienischen Rekordmeister in der Königsklasse der Wurm drin.

Wenngleich Andrea Agnelli direkt im Anschluss gegenüber "Sky Sport Italia" davon sprach, dass das "Juventus-Projekt" weitergehen und der Klub seine achte Meisterschaft in Serie gewinnen wird ("Das ist großartig"), so musste Turins Präsident auch anerkennen: "Ajax hat das Weiterkommen absolut verdient - nicht nur am heutigen Abend, sondern über beide Duelle. Sie haben nun nicht nur Bayern vor große Probleme gestellt (zweimal Remis in der Gruppenphase; Anm.d.Red.) und Real eliminiert, sondern auch uns besiegt. Davor müssen wir unsere Hüte ziehen."

Allegri zeigt sich kämpferisch

Massimiliano Allegri
Seit 2014 bei Juve im Amt, national überaus erfolgreich - und in der Champions League abermals gescheitert: Massimiliano Allegri.
© imagoZoomansicht

Massimiliano Allegri konnte dem nur zustimmen: "Ajax hat das Weiterkommen und den Einzug ins Halbfinale verdient. Wir haben es in der ersten Halbzeit noch recht gut gemacht, wenngleich wir hier nach Balleroberungen oft zu hektisch waren. Doch nach dem Seitenwechsel war es nicht mehr gut."

Der Erklärungsansatz des Juve-Trainers für das Aus: "Wenn man ein eher zufälliges Gegentor kassiert (das 1:1; Anm.d.Red.), dann setzt im Fußball gerne mal die Angst ein. Außerdem hatten wir zahlreiche verletzte wie unfitte Spieler, da die beiden Spiele innerhalb einer Woche stattfanden." Ob dieses Scheitern auch für Allegri Konsequenzen haben könnte - trotz seiner Errungenschaften auf nationaler Ebene (vier Doubles in Folge mit Turin, der nahezu sichere Scudetto in diesem Jahr)? Nicht, wenn es nach ihm selbst geht: "Ich habe mich schon vor ein paar Tagen mit dem Präsidenten getroffen und ihm mitgeteilt, dass ich bei Juventus bleiben will."

mag

Champions League, 2018/19, Viertelfinale
Juventus Turin - Ajax Amsterdam 1:2
Juventus Turin - Ajax Amsterdam 1:2
Das große Ziel

Nach Jahren des (knappen) Scheiterns wollte Juventus Turin 2019/20 zurück ins Champions-League-Finale. Auf dem Weg dorthin galt es Ajax Amsterdam im Rückspiel des Viertelfinals nach einem 1:1 auszuhebeln.
© Getty Images

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