Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
29.01.2019, 13:33

Der Spielmacher kämpft in Wolfsburg um seine Chance

Millimeter-Malli und der fatale Schuhwechsel

Es wäre womöglich der Wendepunkt im Wolfsburger Spiel gegen Bayer Leverkusen (0:3) gewesen. Yunus Malli bereitete das vermeintliche 1:2 durch Renato Steffen vor. Weil der Spielmacher jedoch laut kalibrierter Linie ganz knapp im Abseits stand, zählte der Treffer nicht. Bitter für Malli, dessen Schuh vielleicht einfach ein bisschen zu groß war...

Yunus Malli
Möchte gerne mehr spielen in Wolfsburg: Yunus Malli.
© imagoZoomansicht

Manchmal können Millimeter entscheidend sein. So vielleicht auch am vergangenen Samstag. Normalerweise, berichtet Yunus Malli, trage er die Schuhgröße 42 2/3. Weil aber die neuen Treter ihm etwas zu eng waren, musste er wechseln. Und tappte mit den Stiefeln der Größe 43 1/3 in die "Abseitsfalle" des Videoschiedsrichters. "Das", sagt Malli, "ist richtig bitter." Und irgendwie passt es zu seiner Saison. "Bei meinem Glück wird so etwas leider zurückgepfiffen." Schon am 11. Spieltag beim 1:2 in Hannover hatte der Deutsch-Türke Pech, als sein Treffer zur vermeintlichen VfL-Führung annulliert wurde, weil Yannick Gerhardt den Ball zuvor mit der Hand gespielt hatte.

Immerhin: Malli hatte mal wieder eine Aktion, die für Torgefahr sorgte. Viel zu wenig davon durfte und konnte er in der Hinserie zeigen, der Regisseur war bestenfalls ein Einwechselspieler. Mögliche Gedanken an einen Winterwechsel legte der 26-Jährige jedoch schon vor Weihnachten beiseite, als ihm in Gesprächen mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke, Sportdirektor Marcel Schäfer und Trainer Bruno Labbadia gesagt wurde, dass sie ihn halten wollen.

Nun also der nächste Anlauf des Yunus Malli, der vor zwei Jahren für 12,5 Millionen Euro aus Mainz gekommen ist und noch immer nicht richtig angekommen scheint in Wolfsburg. Gerade vor diesem Hintergrund sind Situationen wie in Hannover und gegen Leverkusen bitter für den Mittelfeldmann. "Es ist schade", sagt er offen, "Erfolgserlebnisse würden guttun."

Malli geht unverstellt mit seiner Lage und den fehlenden persönlichen Ergebnissen um. "Die Saison läuft nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich will viel mehr spielen." Bislang jedoch setzte Coach Labbadia meistens ein Stoppschild, wenn es so aussah, als könnte Malli mal gebraucht werden. Entweder Wolfsburg spielte im 4-3-3 ohne die für Malli ideale Zehnerposition, oder Admir Mehmedi erhielt in zentraler Rolle im 4-4-2 den Vorzug.

Malli will kämpfen. Auf dem Rasen, wo vor allem die Arbeit gegen den Ball zu seinen Schwächen gehört, und überhaupt. "Ich habe mir vorgenommen, die Situation anzunehmen. Ich will mir nicht vorwerfen, dass ich nicht alles gegeben habe. Ich versuche, positiv zu bleiben, auch wenn es nicht einfach ist."

Malli gibt zu: "Es ist schwierig, damit klarzukommen"

Das Spiel am Samstag gegen Leverkusen war ein erstes Zeichen, dass Malli dran ist. Umging Trainer Labbadia in der Hinrunde häufig noch die Option, den Spielmacher zu bringen, wechselte er ihn nun nach knapp einer halben Stunde für den verletzten Mehmedi ein. "Jetzt sieht es so aus", sagt Malli, "als wäre ich näher dran." Und doch ist die Situation für den Mann, der in Mainz ein Topscorer war, nicht einfach. "In den letzten Jahren habe ich immer ein Großteil der Spiele gemacht." In dieser Saison kommt er jedoch erst auf zwölf Einsätze, achtmal wurde er eingewechselt. Malli gibt zu: "Es ist schwierig, damit klarzukommen."

Klar ist: Malli muss auch seine Chance nutzen, wenn sie mal kommt. Möglicherweise jetzt, da Kontrahent Mehmedi aufgrund einer Adduktorenzerrung am Samstag in Berlin auszufallen droht. Coach Labbadia sieht Mallis Qualitäten, wünscht sich einen noch lebendigeren Spielgestalter: "Ich möchte Yunus noch aktiver sehen, er muss derjenige sein, der die meisten Ballkontakte hat." Der Coach weiter: "Ich hoffe, dass er uns noch einiges bringen wird."

Thomas Hiete

Die Ausländer mit den meisten Einsätzen
Dede thront über allen: Die Rekord-Legionäre der Klubs
Dede, Javier Pinola, Oscar Wendt, Oka Nikolov
Rekord-Ausländer der Bundesligisten

Neben Oscar Wendt sind in der Liste der Rekord-Legionäre noch zwei weitere aktuelle Bundesliga-Profis vertreten, die noch immer für ihren Verein aktiv sind. Berücksichtigt sind nur die Einsätze, die ein Spieler für einen Klub gemacht hat. Sehen Sie hier die 18 Legionäre der aktuellen Bundesligisten mit den meisten Einsätzen.
© Getty Images (3), imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Malli

Vorname:Yunus
Nachname:Malli
Nation: Deutschland
  Türkei
Verein:VfL Wolfsburg
Geboren am:24.02.1992


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine