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15.05.2019, 15:31

Seifert: "Mit Rummenigge an der Spitze war die ECA verlässlicher"

BVB und FCB an Bord: DFL lehnt Europapokal-Reformpläne ab

Mit einem klaren Auftrag schickt die Deutsche Fußball-Liga DFL ihren Vize-Präsidenten Peter Peters und Dr. Rainer Koch, sein Pendant beim DFB, zur UEFA: Das Duo soll die deutschen Bedenken gegen die aktuellen Europapokal-Reformpläne der mächtigen Klubvereinigung ECA zum Ausdruck bringen. Der FC Bayern und Borussia Dortmund sind offenbar mit den anderen 34 DFL-Klubs auf einer Linie.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert
"Nicht akzeptable Konsequenzen für die nationalen Ligen Europas" DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.
© picture allianceZoomansicht

"Das derzeit diskutierte Konzept der ECA würde nicht akzeptable Konsequenzen für die nationalen Ligen Europas bedeuten und sollte daher in dieser Form nicht umgesetzt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass traditionsreiche nationale Ligen in ihrer Attraktivität für Millionen Menschen auf dem gesamten Kontinent beschädigt werden", sagte Christian Seifert nach der Mitgliederversammlung im Büsing-Palais in Offenbach.

Der DFL-Geschäftsführer übte scharfe Kritik an der ECA, insbesondere ihr Vorsitzender Andrea Agnelli (Juventus) darf sich angesprochen fühlen: "Mit Rummenigge an der Spitze war die ECA verlässlicher." Auch der FC Bayern und Borussia Dortmund liegen offenbar auf einer Linie mit den anderen deutschen Vertretern. Seifert: "Bayern und Dortmund sind eindeutig gegen das Reformkonzept."

Den Unmut der 36 Profivereine aus Bundesliga und 2. Liga hatte die ECA mit Reformplänen der UEFA-Vereinswettbewerbe auf sich gezogen. Diese sehen ab 2024 eine dreigeteilte Europa-Liga vor, an deren Spitze als Champions-League-Nachfolger eine Top-Klasse mit vier Achtergruppen steht. Dabei ginge es zuvorderst nicht einmal um terminliche Schwierigkeiten, erklärte der Liga-Boss: "Der Spielplan ist nicht unser Kernproblem, aber das Abschneiden in den nationalen Ligen wäre dann geradezu irrelevant."

Der 50-Jährige konkretisierte dies am Beispiel der obersten Staffel. Maximal fünf Klubs eines Landes dürften dieser Super-Liga teilnehmen, aktuell wären dies neben Bayern und dem BVB der FC Schalke 04, Bayer Leverkusen sowie Eintracht Frankfurt als Europa-League-Halbfinalist. Pro Gruppe gibt es zwei Absteiger - doch wenn alle deutschen Klubs die Super-Liga halten, könnte beispielsweise ein deutscher Meister RB Leipzig nicht in den künftigen Top-Wettbewerb nachrücken.

Auch die Interessenvertretung der europäischen Ligen EPFL hatte die Reformpläne kritisiert. Am Freitag trifft sich die UEFA in Budapest, um ihre 55 Mitgliedsverbände über den Stand der Dinge zu informieren. Peters und Koch dürften entsprechend kritisch auftreten, Seifert nahm auch den Chef der Konföderation in die Pflicht: "Wir sind davon überzeugt, dass UEFA-Präsident Aleksander Ceferin den Wert der nationalen Ligen als Herzkammer des europäischen Profi-Fußballs richtig einschätzt und den weiteren Prozess mit Weitsicht moderiert. Eine mögliche Reform der bereits heute sehr erfolgreichen europäischen Klub-Wettbewerbe sollte allen Akteuren gerecht werden, nicht nur wenigen."

Als treibende Kräfte der Entwicklung einer Super-Liga gelten neben Agnelli auch die spanischen Top-Klubs Real Madrid und FC Barcelona, Paris St. Germain und finanzstarke englische Vertreter. Die jüngsten Erklärungen der deutschen Branchenführer aus München (Karl-Heinz Rummenigge: "Es geht lediglich um eine Reform der bereits bestehenden europäischen Klubwettbewerbe.") und Dortmund (Hans-Joachim Watzke: "Wir sollten die vielen Gerüchte über eine mögliche Reform nicht durch Aussagen im Vorfeld weiter anheizen.") lasen sich wachsweich. Liga-intern haben sie sich nun offenbar klarer gegen die aktuell kursierenden ECA-Pläne gestellt.

Michael Ebert/Benni Hofmann

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 15.05., 17:11 Uhr
DFL lehnt Reformpläne ab - "Meinungsbild war einstimmig"
Die DFL als Zusammenschluss der 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga lehnt die Reform-Vorschläge für die internationalen Vereinswettbewerbe ab 2024 ab, das erklärte Geschäftsführer Christian Seifert am Mittwoch.
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