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02.05.2019, 16:14

Nach Gespräch mit Palikuca: Nürnbergs Trainer will nicht zurück ins zweite Glied

Schommers' Cheftrainer-Anspruch und ein "kleines Wunder"

Das Derby gegen Bayern München hat im tristen Abstiegskampf neue Euphorie entfacht - auch wenn die Hoffnung auf das "kleine Wunder", wie FCN-Trainer Boris Schommers den Klassenerhalt nennt, am Samstag in Wolfsburg endgültig platzen könnte. Der interimsmäßig installierte Chefcoach hat ungeachtet davon seine persönlichen Ansprüche klar formuliert.

Boris Schommers und Niko Kovac
Will in doppelter Hinsicht auf der großen Bühne bleiben - Bundesliga und Cheftrainer: Boris Schommers (re.).
© imago imagesZoomansicht

Am 21. Spieltag übernahm Boris Schommers das Traineramt beim 1. FC Nürnberg von seinem vormaligen Chef Michael Köllner. Er startete mit einer Nullnummer gegen den damaligen Spitzenreiter Dortmund. Am vergangenen Spieltag trotzte der Club im zehnten Bundesligaspiel unter seiner Regie dem haushohen Favoriten Bayern München ein 1:1 ab - und schnupperte in einer dramatischen Schlussphase sogar an der Sensation.

Zwar ist in diesen zehn Spielen das Punktekonto der Franken nicht massiv gefüllt worden - von zwölf Zählern wuchs es auf aktuell 19. Damals war der Club Tabellenletzter und der VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz drei Punkte weg, nun fehlen als Siebzehnter fünf Zähler zur Saisonverlängerung nach dem 34. Spieltag.

Und dennoch fällt positiv auf, dass unter Schommers bis auf Leverkusen (0:2) alle Spiele mit nur einem Treffer Unterschied ausgingen - gegen den Aufsteiger. Hinzu kommt, dass die Nürnberger in drei Partien Elfmeter verschossen, die Punkte kosteten - jüngst beim 1:1 gegen die Bayern, beim 1:1 gegen Schalke und beim 0:1 gegen Leipzig.

Jetzt, da die Personalweichen für die kommende Runde gestellt werden, hat sich auch Schommers in einem Gespräch unter der Woche mit Sportvortand Robert Palikuca klar positioniert. Nachdem zuletzt darüber spekuliert wurde, er könne unter einem neuen Cheftrainer - gehandelt wird Damir Canadi - wieder ins zweite Glied zurückgehen, unterstreicht er seine Ambitionen in vorderster Front. "Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich auch in der nächsten Saison gerne als Cheftrainer zur Verfügung stehe", so Schommers auf der Spieltags-PK am Donnerstag vor dem Spiel in Wolfsburg.

Es gibt für mich keinen rationalen Grund, an dieser Arbeitsweise etwas zu verändern - und ich sehe auch keinen Grund, an meiner Person oder Position etwas zu ändern.Boris Schommers

Offenbar hat ihn die Arbeit mit der Mannschaft seit Mitte Februar in der Auffassung bestärkt, seine Wünsche so klar zu formulieren. "Den Anspruch, als Cheftrainer zu arbeiten, habe ich. Wir haben die Mannschaft in den vergangenen Wochen weiterentwickelt", sagt Schommers, weist aber darauf hin, dass der "Aufwärtstrend im ganzen Verein nicht nur an seiner Person festzumachen" sei - vielmehr habe vor allem der ganze Kader diese Schritte mitgemacht. Folglich "gibt es für mich keinen rationalen Grund, an dieser Arbeitsweise etwas zu verändern - und ich sehe auch keinen Grund, an meiner Person oder Position etwas zu ändern."

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Wie es letztlich mit ihm weitergehe, liege allerdings nicht in seiner Hand, denn "alles Weitere entscheidet Robert (Palikuca, Anm. d. Red.)", so Schommers in Bezug auf das "gute Gespräch" mit dem Sportvorstand.

Ebenfalls nicht in der eigenen Hand liegt die Liga-Zugehörigkeit in der kommenden Runde, Schommers "glaubt an das kleine Wunder. Jeder im Verein glaubt noch daran, dass wir es schaffen können." Keine Frage, das Unentschieden gegen (Schommers: "Zwei Punkte zu wenig geholt.") hat neues Selbstvertrauen entfacht. Schließlich sei man Bayern auf Augenhöhe begegnet, habe versucht, mehr zu agieren. "Wenn wir diese Leistung wieder abrufen, dann punkten wir in Wolfsburg", ist sich Schommers sicher.

Allerdings könnte einfach punkten schon zu wenig sein. Denn wenn der VfB am Samstagnachmittag in Berlin gewinnt, dann wäre der Club eine Woche nach dem Euphorie-Schub im Derby wieder auf dem harten Boden der Zweitklassigkeit gelandet.

bst

Bundesliga, 2018/19, 31. Spieltag
1. FC Nürnberg - Bayern München 1:1
1. FC Nürnberg - Bayern München 1:1
Durchsuchung

Die Nürnberger Fans planten am Sonntagabend eine große Choreographie, die hier offensichtlich von der Polizei nochmal überprüft wurde.
© imago

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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München83:3174
 
2Borussia Dortmund76:4270
 
3RB Leipzig62:2765
 
4Eintracht Frankfurt59:4154
 
5Bayer 04 Leverkusen63:5054
 
6Bor. Mönchengladbach51:4052
 
7VfL Wolfsburg54:4652
 
8TSG Hoffenheim68:4751
 
9Werder Bremen55:4847
 
10Fortuna Düsseldorf45:6141
 
11Hertha BSC44:4940
 
121. FSV Mainz 0540:5537
 
13SC Freiburg41:5733
 
14FC Augsburg47:5932
 
15FC Schalke 0436:5431
 
16VfB Stuttgart29:7024
 
171. FC Nürnberg25:5919
 
18Hannover 9627:6918

weitere Infos zu Schommers

Vorname:Boris
Nachname:Schommers
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg


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