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25.04.2019, 20:32

Margreitter muss sich gedulden

Club geht mit Vorfreude und Hoffnung ins Derby

"Was gibt es Schöneres?" Club-Trainer Boris Schommers und seine Schützlinge blicken voller Vorfreude aufs bayerische Derby gegen die Bayern am Sonntag vor selbstredend ausverkauftem Max-Morlock-Stadion - ein Spiel, das sehr schwer und zugleich doch furchtbar einfach ist. Zu eindeutig sind die Rollen verteilt, als dass der Club etwas zu verlieren habe. "Wir können nur sehr viel gewinnen", betont Schommers, um selbstbewusst anzufügen, dass sie genau dafür einen klaren Plan hätten.

Boris Schommers, 1. FC Nürnberg
Blickt dem Derby selbstbewusst entgegen: Club-Trainer Boris Schommers.
© imagoZoomansicht

Ein Plan, um den sich nichts Geheimnisvolles rankt. Tief stehen, kompakt stehen, keine Räume bieten, um bei Balleroberung mit einem Vertikalpass selbst die Räume zu nutzen, die der aufs Angreifen gepolte Gegner zwangsläufig bietet. Was auf dem Papier einfach klingt, wird auf dem Rasen gegen die Bayern ein sehr schwer umzusetzendes Unterfangen, dessen ist sich der FCN bewusst. "Es kann bei der Güte des Gegners auch passieren, dass wir einen perfekten Tag erwischen, und es am Ende doch nicht reicht", meint Schommers, der mit seinem Trainerteam die Bayern, wie es sich in der Bundesliga gehört, genauestens analysiert hat. "Wir kennen sie sehr gut. Wir wissen um ihre Stärken, wir wissen, wie sie verteidigen", so Schommers. Dass es bei den individuell herausragend besetzten Bayern kein exaktes Muster gibt, wie sie ihre Tore erzielen, verkompliziert das Ganze merklich. Andererseits lassen sie, wie am Mittwoch der Pokalabend in Bremen gezeigt hat, auch Chancen zu - und genau das ist der Stoff, aus dem die Nürnberger Hoffnungen sind. "Die Bayern wären nicht der erste Spitzenreiter, der in Nürnberg Punkte lässt", schlägt Schommers bei aller Bayern-Stärke selbstbewusste Töne an.

Mehr Zutrauen ins eigene Können

Apropos selbstbewusst. Laut dem Club-Coach habe seine Mannschaft in den vergangenen Wochen in puncto Spielaufbau deutlich an Zutrauen ins eigene Können gewonnen. Sich dem Gegnerdruck spielerisch zu entziehen, würde seine Elf mehr und mehr wagen. Anders ausgedrückt: Mehr kontrollierte Flachpässe anstelle des hohen Befreiungsschlags ins Nirwana. Ein wichtiges Mittel auch gegen die Bayern, denn den Ball selbst laufen zu lassen, als ihm permanent hinterherzulaufen, schont Kräfte und ermöglicht zudem eigene Chancen.

Der Prototyp des durchdachten Spielaufbaus beim Club ist Innenverteidiger Ewerton, der in der Hinrunde als einer der Aufstiegsgaranten auch verletzungsbedingt kaum zum Zuge kam. Und in der Wintervorbereitung warf ihm Ex-Trainer Michael Köllner zu große Passivität vor. Gebracht hatte er den Brasilianer zum Rückrundenauftakt dennoch - und lag damit goldrichtig. Der 30-Jährige ist mit seiner Ruhe am Ball, seiner Technik, seiner Übersicht und seiner Zweikampfcleverness wie in der Aufstiegssaison wieder zum wichtigen Leistungsträger avanciert.

Ungewohnte Situation für Margreitter

Dass er gesetzt ist, steht ebenso außer Frage wie der Umstand, dass Youngster Lukas Mühl an seiner Seite verteidigt. Der 22-Jährige hat die Chance am Schopf gepackt, als sich Georg Margreitter nach dem 20. Spieltag eine Oberschenkelverletzung zuzog. Übernahm Mühl in der Hinrunde noch als Ewerton-Vertreter den linken Part in der Innenverteidigung, so nimmt er nun rechts den Platz Margreitters ein. Für Letzteren eine ungewohnte Situation, denn bislang war er, wenn fit, als Leitwolf stets in der Stammelf zu finden. "Die beiden machen ihre Sache gut. Es gibt keinen Grund zu ändern", sagt der 30-jährige Österreicher, der laut seinem Trainer die Bankrolle überragend annimmt: "Wie alle anderen Reservisten ballt er die Faust, gibt im Training Vollgas, hält so das Niveau hoch und ist bereit, wenn er gebraucht wird." Zuletzt war dies beim jüngsten 0:2 in Leverkusen in den letzten elf Minuten der Fall, um den leicht angeschlagenen Ewerton zu ersetzen. Eine Vorsichtsmaßnahme, der Brasilianer hat in dieser Woche das volle Trainingspensum problemlos absolvieren können - Margreitter wird sich trotz guter Trainingsleistungen weiter gedulden müssen.

Christian Biechele

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