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27.04.2019, 11:43

FC Bayern am Sonntag zum Derby in Nürnberg

Leverkusen zeigt sich spielfreudig - Brisantes Revierderby

Die Bundesliga bietet Hochspannung im Endspurt: Meisterschaft, Champions und Europa League sowie Klassenerhalt - alles hart umkämpft. Leverkusen gewann zum Auftakt in Augsburg klar, am Samstag kommt es zum Revierschlager zwischen Dortmund und Schalke. Frankfurt empfängt Hertha, bevor am Abend Gladbach in Stuttgart gastiert. Am Sonntag hängen die Trauben für Wolfsburg in Hoffenheim hoch. Zum Abschluss kommt es zum bayerischen Derby zwischen Nürnberg und München.

Laufduell: Dortmunds Sancho (li.) gegen Schalkes Oczipka.
Laufduell: Dortmunds Sancho (li.) gegen Schalkes Oczipka.
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Am Samstag (15.30 Uhr) steht der Revierknaller zwischen Dortmund und Schalke auf dem Programm. Diesmal scheinen die Rollen klar verteilt. Der BVB, zuletzt 4:0-Sieger in Freiburg, kämpft mit nur einem Zähler Rückstand auf Bayern um die Meisterschaft, über Schalke schwebt nicht erst seit der 2:5-Klatsche gegen Hoffenheim das Abstiegsgespenst. 42 Zähler trennen den Zweiten Dortmund und den Fünfzehnten Schalke. Noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Wertung war der Abstand vor einem Derby so groß. BVB-Verteidiger Diallo jedoch warnt vor den Königsblauen: "Bei einem verletzten Tier muss man immer auf der Hut sein, es ist meistens gefährlich." Gefahr strahlte S04 aber schon lange nicht mehr aus. Schalke holte aus den jüngsten zwölf Partien nur einen Sieg, am 27. Spieltag feierte man einen 1:0-Erfolg beim aktuellen Schlusslicht Hannover 96.

Hannover sucht seine letzte Chance

Die 96er landeten jüngst mit dem torlosen Remis im Berliner Olympiastadion zumindest einen Achtungserfolg. Nach acht Niederlagen in Folge. Erstmals nach 30 Auswärtsspielen blieb Hannover zudem ohne Gegentor. "In erster Linie wollten wir die Null halten. Das gibt uns Selbstvertrauen", so Verteidiger Anton. Nun soll gegen Mainz nachgelegt und die kleine Chance auf den Klassenerhalt (sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz) gewahrt werden. Die Rheinhessen aber reisen befreit von allen Sorgen an, spielen nach dem 3:1 gegen Düsseldorf auch 2019/20 in der Bundesliga. Befreit, aber nach wie vor motiviert. Nach dem feststehenden Klassenerhalt hat der FSV-Trainer Sandro Schwarz Platz zehn offiziell als Saisonziel ausgegeben, "wir wollen nichts austrudeln lassen".

Baut Leipzig gegen Freiburg die Siegesserie aus?

Das Saisonziel erreicht hat praktisch auch RB Leipzig schon. Nach dem 2:1-Sieg in Gladbach und zehn Punkten Vorsprung auf Rang fünf ist die Champions-League-Teilnahme fast sicher. Zudem zogen die Sachsen erstmals in der jungen Vereinsgeschichte ins DFB-Pokalfinale ein, setzten sich beim Hamburger SV mit 3:1 durch. Nun soll in der Liga gegen Freiburg auch rechnerisch alles dingfest gemacht werden. Das Team mit der längsten Siegesserie trifft dabei auf das mit der längsten Pleitenserie: Nur RB gewann die jüngsten fünf Spiele, nur der SCF verlor die jüngsten drei. Zuletzt setzte es für die Breisgauer ein 0:4 vor eigenem Publikum gegen Dortmund. Bei elf Punkten Vorsprung auf Rang 16 aber verschmerzbar.

Herthas schwere Aufgabe in Frankfurt

Leipzig in die Champions League folgen will auch Eintracht Frankfurt, das zuletzt aber in der Schlussminute in Wolfsburg den Treffer zum 1:1-Endstand und damit einen Dämpfer erhielt und nun die Hertha empfängt. Trainer Adi Hütter kann voraussichtlich wieder auf Abwehrsäule Hinteregger zurückgreifen, der seine Oberschenkelverletzung auskuriert hat. So weit ist Haller noch nicht. Der Stürmer laboriert weiterhin an Schmerzen im Bauchmuskelbereich, die in die Adduktoren abstrahlen. Die Berliner holten aus den jüngsten sechs Begegnungen nur einen Punkt, zuletzt beim 0:0 gegen Hannover, den Tabellenletzten. Trainer Pal Dardai, der am Ende der Saison als Cheftrainer der Hertha aufhört, muss auf Grujic (Gelb-Sperre), Stark (Gelb-Sperre und Anbruch des Außenknöchels) sowie Palko Dardai (Verletzung am Sprunggelenk) verzichten.

Werder sucht den Weg zurück in die Erfolgsspur

Werder Bremen unterlag in der Liga dem FC Bayern zuletzt mit 0:1 und musste sich auch am Mittwoch im Pokal-Halbfinale mit 2:3 beugen. Vier Punkte Rückstand haben die Kohfeldt-Schützlinge auf die Europacup-Ränge und wollen in Düsseldorf zurück in die Spur. Jedoch ohne den Gelb-Rot-gesperrten Veljkovic. Die Fortuna hatte vorzeitig den Klassenerhalt gesichert und kehrte jüngst nach dem 1:3 in Mainz mit leeren Händen heim. Gegen den SVW wollen sich die Düsseldorfer rehabilitieren und den achten Saisonheimsieg feiern. Immerhin ist Fortuna gegen Werder zu Hause seit vier Spielen ungeschlagen (ein Sieg, drei Unentschieden).

Stuttgart und die Schlagzeilen

Augen zu und durch: Stuttgarts Gomez (li.) gegen Gladbachs Jantschke.
Augen zu und durch: Stuttgarts Gomez (li.) gegen Gladbachs Jantschke.
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Der VfB Stuttgart sorgt für Schlagzeilen. Allerdings seltenst für positive. 0:6-Klatsche in Augsburg. Ascacibar bespuckt im Spiel gegen Leverkusen Gegenspieler Havertz und wird für sechs Spiele gesperrt. Nur ein Sieg in den jüngsten 15 Spielen. Bereits 19 Niederlagen in dieser Saison und damit schon jetzt den Vereinsnegativrekord aus der Abstiegssaison 2015/16 egalisiert. Erneute Trainerentlassung: U-19-Coach Nico Willig übernimmt für Markus Weinzierl. Präsident Wolfgang Dietrich und der Fall Quattrex. Nur gut für die Schwaben, dass es mit Nürnberg und Hannover noch zwei sportlich schlechtere Teams gibt. Und nun kommt am Samstagabend (18.30 Uhr) mit Gladbach der Tabellenfünfte an den Neckar, der zwar Personalsorgen hat (u.a. Stindl, Lang, Poulsen, Doucouré, Jantschke, Zakaria, Raffael), aber um Punkte für die Champions League kämpft. Welche Schlagzeilen produziert der VfB diesmal? Stößt der VfB unter Willig den Bock um?

Havertz-Lupfer bringt Bayer auf die Siegerstraße

Leverkusens Havertz jubelt nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 in Augsburg.
Leverkusens Havertz jubelt nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 in Augsburg.
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Bayer Leverkusen hat am Freitagabend zum Auftakt des 31. Spieltags den Lauf der Augsburger unter Martin Schmidt gestoppt. Nach zwei Siegen aus zwei Spielen ging der FCA gegen die Werkself als verdienter Verlierer vom Platz. Nach unterhaltsamen 90 Minuten siegte die Bosz-Elf mit 4:1 und darf weiter von der Europa League oder gar der Königsklasse träumen. Den besseren Start erwischten allerdings die Augsburger, die durch Dansos Kopfball früh in Führung gingen. Die Leverkusener hatten aber schnell Antworten parat - Volland hämmerte den Ball unter die Latte zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel traf Havertz den Ball traumhaft oder sehr glücklich zum 2:1-Führungstreffer. Tah besorgte nach einem Kobel-Patzer das 3:1, Brandt besorgte mit einem Konter den 4:1-Endstand. Die Bosz-Elf erzielte zudem zwei weitere Treffer (Alario und Dansos Eigentor), doch beide wurden vom Video-Assistenten einkassiert. Mit einem Sieg wäre Augsburg der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen gewesen.

Hoffenheim hat gegen Wolfsburg das Momentum auf seiner Seite

Wiedersehen: Hoffenheims Belfodil (li.) traf schon im Hinspiel auf Wolfsburgs Guilavogui.
Wiedersehen: Hoffenheims Belfodil (li.) traf schon im Hinspiel auf Wolfsburgs Guilavogui.
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Am Sonntag (15.30 Uhr) kommt es zwischen Hoffenheim und Wolfsburg zum Duell um die internationalen Startplätze. Die jüngsten vier Spiele gingen allesamt an die TSG. Auch die jüngsten vier Heimspiele wurden alle gewonnen. Während die TSG zuletzt 5:2 beim FC Schalke siegte, trennte sich Wolfsburg von Frankfurt mit 1:1. Damit haben die Kraichgauer vier Punkte mehr auf dem Konto als die Niedersachsen. Verzichten muss Trainer Julian Nagelsmann auf Demirbay, der seine 5. Gelbe Karte sah. Der VfL, der für die kommenden drei Jahre die Verpflichtung von Trainer Oliver Glasner bekanntgab, ließ zuletzt vor allem auf fremden Plätzen gehörig Federn und verlor die letzten drei Auswärtspartien allesamt zu null (0:10 Tore).

Club lädt München zum Derby

Zum Abschluss des Spieltages steigt um 18 Uhr das bayerische Derby zwischen dem 1. FCN und dem FC Bayern, der am Mittwoch mit einem 3:2 in Bremen das Pokal-Finale erreichte. Nürnberg kassierte nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage zuletzt ein 0:2 in Leverkusen und konnte die Lücke zum Relegationsplatz abermals nicht schließen. Den Franken droht ganz akut der nächste bittere Gang in Liga zwei. Die Münchner dagegen, die die letzten vier Duelle mit Nürnberg allesamt zu null gewannen, gehen mit einem Zähler Vorsprung gegenüber Dortmund in den Spieltag und haben den siebten Meistertitel in Serie in der eigenen Hand.

Übrigens: Das bekannteste Tor in dieser Partie war keines: Am 23. April 1994 - also vor fast exakt 25 Jahren - ging ein Ball von Thomas Helmer am Gehäuse vorbei, Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers entschied jedoch auf Tor. Bayern gewann auch dank des Treffers 2:1 (außerdem verschoss Manfred Schwabl kurz vor Schluss einen Elfmeter zum möglichen Ausgleich), das Spiel wurde jedoch wiederholt. Im Wiederholungsspiel ging Nürnberg dann mit 0:5 unter und stieg ab. Bayern wurde Meister.

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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München80:3071
 
2Borussia Dortmund74:4069
 
3RB Leipzig59:2464
 
4Eintracht Frankfurt58:3554
 
5Bor. Mönchengladbach49:3851
 
6Bayer 04 Leverkusen57:4951
 
7TSG Hoffenheim66:4550
 
8VfL Wolfsburg52:4649
 
9Werder Bremen53:4646
 
10Fortuna Düsseldorf44:6040
 
11Hertha BSC41:4837
 
121. FSV Mainz 0537:5236
 
13SC Freiburg40:5632
 
14FC Augsburg47:5931
 
15FC Schalke 0436:5430
 
16VfB Stuttgart28:6724
 
171. FC Nürnberg25:5719
 
18Hannover 9626:6618

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