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20.04.2019, 18:41

Nach dem 0:6 beim FC Augsburg

Weinzierl: "Keine Argumente" und kein Rücktritt

Mit einer desolaten Leistung ist der VfB Stuttgart am Samstagnachmittag 0:6 beim FC Augsburg untergegangen. Aus dem erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf wurde ein Albtraum, an dessen Ende der Meister von 2007 in dieser Saison weiter um den Klassenerhalt bangen muss. Markus Weinzierl, der vor dem Aus in Stuttgart steht, räumte die krachende Niederlage unumwunden ein. Thomas Hitzlsperger kündigte Gespräche an.

VfB-Trainer Markus Weinzierl
Endstation Augsburg: VfB-Trainer Markus Weinzierl hat nach dem 0:6 "keine Argumente".
© imagoZoomansicht

Ausgerechnet in Augsburg könnte Weinzierls Amtszeit beim VfB Stuttgart ein Ende gefunden haben. Dort, wo der 44-Jährige zwischen 2012 und 2016 vier Jahre lang gute Arbeit geleistet hatte, präsentierte sich seine Mannschaft von Beginn an komplett neben der Spur, lag schon nach 29 Minuten mit drei Toren in Rückstand und kassierte am Ende eine 0:6-Klatsche. Weinzierl hatte von der Seitenlinie durch zweimalige Umstellungen (zunächst auf 4-4-2, später auf 4-3-3) das Schlimmste zu verhindern versucht. Seine Bemühungen blieben aber erfolglos. "Für unsere Leistung kann man sich nur entschuldigen", sagte der gebürtige Straubinger nach dem Schlusspfiff.

Das 0:6 am Samstag in Augsburg reiht sich in die Stuttgarter Bundesliga-Historie als eine der höchsten Niederlagen ein. Einmal kassierte der VfB ein 1:7 in Dortmund (24. Spieltag, 1963/64) und viermal ein 0:6. In Bremen (17. Spieltag, 1985/86), in Braunschweig (27. Spieltag, 1974/75) und in Kaiserslautern (15. Spieltag, 1974/75). Und eben heute in Augsburg.


kicker exklusiv: Weinzierl vor dem Aus - Mut zu Willig?

"So können wir uns nicht präsentieren"

Dort verpasste es der VfB nicht nur, sich von den direkten Abstiegsplätzen weiter abzusetzen, auch das rettende Ufer gerät allmählich aus dem Auge. Er habe der Mannschaft im Vorfeld klargemacht, welche Bedeutung die Partie habe, versicherte Weinzierl. Aber: "So können wir uns nicht präsentieren."

Die Zeichen stehen auf Trennung. Gedankenspiele um die Installierung von U-19-Trainer Nico Willig als neuen Cheftrainer wollte Thomas Hitzlsperger nicht kommentieren. "Da gehen wir jetzt schon zu weit", betonte der Sportvorstand bei "Sky". "Ich muss das sacken lassen. Dass wir reden müssen, ist ganz klar." Es gebe "selbstverständlich" Überlegungen, "was jetzt das Beste" für den Verein sei. "Ich bin brutal enttäuscht", fügte der Ex-Profi an. "Wir haben gesehen, was 90 Minuten auf dem Platz passiert ist, deswegen gehen viele Fragen durch meinen Kopf."

"So kann es nicht weitergehen"

Zu seiner Zukunft wollte sich Stuttgarts Trainer derweil nicht äußern. Klar sei: "So kann es nicht weitergehen." Einen Rücktritt schloss er auf der Pressekonferenz nach der Partie zwar aus, betonte allerdings auch: "Ich habe keine Argumente geliefert."

Training am Sonntag um 10.30 Uhr - Hitzlsperger sagt TV-Auftritt wohl ab

Wie geht es nun konkret und offiziell weiter bei den Stuttgartern? Am Sonntagvormittag um 10.30 Uhr trainieren die VfB-Profis - sehr wahrscheinlich schon mit Nico Willig als verantwortlichem Übungsleiter.

Hitzlsperger sollte eigentlich zeitgleich bei "Sky" sitzen, doch am Samstagabend hieß es im Augsburger Stadion, dass der Sportvorstand den Termin abgesagt habe.

pau

Bundesliga, 2018/19, 30. Spieltag
FC Augsburg - VfB Stuttgart 6:0
FC Augsburg - VfB Stuttgart 6:0
Fokussiert

FCA-Coach Martin Schmidt vor dem schwäbischen Duell.
© imago

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Vorname:Markus
Nachname:Weinzierl
Nation: Deutschland

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