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19.04.2019, 20:17

Auf die TSG warten etliche Rekorde

Ausgerechnet gegen Stevens: Nagelsmann vor Zu-Null-Rekord

"Die Null muss stehen." An Huub Stevens' beinahe schon legendäre Maxime hat sich die TSG Hoffenheim höchst selten gehalten. Doch ausgerechnet vor dem Duell mit dem Ex-Coach reisen die Kraichgauer mit einer für ihre Verhältnisse erstaunlich stabilen Defensive an.

Julian Nagelsmann und Kevin Vogt
Keine Probleme mehr beim Eröffnen: Die Hoffenheimer Julian Nagelsmann und Kevin Vogt.
© imagoZoomansicht

Erstmals in dieser Saison ist Hoffenheim zwei Spiele am Stück ohne Gegentor geblieben. Sowohl beim 4:0 in Augsburg als auch beim 2:0 gegen Hertha BSC stand hinten die Null. Letztmals musste Torhüter Oliver Baumann vor 254 Minuten hinter sich greifen beim 4:1-Erfolg gegen Leverkusen.

Das ist schon eine rekordverdächtige Zeitspanne für die TSG. Nur noch zwei Minuten fehlen, um die bisherige Bestmarke unter Cheftrainer Julian Nagelsmann aus der Spielzeit 2016/17 zu übertreffen. Erst einmal in ihrer Erstligazugehörigkeit blieb Hoffenheim drei komplette Partien in Folge ohne Gegentor, das war in der Saison 2009/10 vom dritten bis zum fünften Spieltag. Beim absoluten Rekord lagen zwar keine drei Spiele, aber immerhin 313 Spielminuten am Stück zwischen zwei gegnerischen Einschlägen. Das gelang der TSG in der Saison 2010/11. Um diese Bestleistung zu steigern, muss die Nagelsmann-Elf ihren Kasten auf Schalke am Samstagabend also mindestens weitere 59 Minuten sauber halten.

Dazu bedarf es einer konzentrierteren Leistung als vergangene Saison bei der 1:2-Niederlage. "Letztes Jahr hatten wir Probleme im Eröffnen, wir haben eigentlich zwei Eigentore geschossen und die Dinger Schalke vorgelegt, eigentlich waren wir deutlich stärker als der Gegner", erinnert sich Nagelsmann, "das wird diesmal deutlich besser werden, wenn ich die letzten Spiele sehe."

Wir haben eigentlich zwei Eigentore geschossen und die Dinger Schalke vorgelegt, eigentlich waren wir deutlich stärker als der Gegner.Julian Nagelsmann über das letzte Spiel auf Schalke (1:2)

Da gelang der TSG wieder das sichere Kombinieren auch unter Druck aus der hintersten Linie. Ein bedeutender Faktor dabei ist der wiedererstarkte Kevin Vogt. Der Kapitän hatte vor Jahresrist vor dem 0:2 einen kapitalen Ballverlust zu verantworten, Schalkes Embolo brauchte nur noch einzuschieben. Doch Vogt hat sich aus seinem Tief befreit. "Es ist ganz normal, dass man nach sehr langer Zeit toller Leistungen mal ein Loch hat, das hatte er diese Saison, das ist nicht außergewöhnlich, wichtig ist, dass man irgendwann wieder rauskommt, das hat er gemacht", stelle Nagelsmann zufrieden fest, "er hat sehr dominante Spiele und auch nach einem Fehler einfach wieder weitergemacht. Das war in der Zeit, in der er nicht so gut drauf war, anders".

Gute Voraussetzungen, um die ernüchternde Bilanz der vergangenen Jahre auf Schalke aufzubessern - in den vergangenen sieben Partien eroberten die Kraichgauer dort nur einen einzigen Punkt. In allen 14 bisherigen Auswärtspartien dieser Saison haben die Hoffenheimer zumindest ein Tor geschossen, am Samstag könnte mit einem weiteren Treffer der Vereinsrekord eingestellt werden. Und gelingt der TSG im 185. Versuch der 50. Auswärtssieg, wäre das bereits der sechste in dieser Spielzeit, die eigene Bestmarke wäre auch damit erneut erreicht.

Nagelsmann erinnert an den Vizemeister Schalke 04

Ein Rekord kann weiter ausgebaut werden: Die jüngsten zwölf TSG-Treffer fielen allesamt aus dem Spiel heraus, eine solche Serie ohne Standardtore verzeichnete Hoffenheim in der Bundesliga noch nie. Dennoch warnt Nagelsmann vor dem angeschlagenen Gegner. "Das birgt auch Gefahren. Wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, geht es eigentlich nur noch nach vorne. Trotzdem sind sie auch gezwungen, Spiele zu gewinnen, weil es nach wie vor sehr eng ist hinten in der Tabelle. Sie haben mit dem Stadion und den Fans eine Wucht hinter sich, das wird auch eine Aufgabe für uns sein, ein bisschen was einzudämmen und kein zu emotionales Spiel zuzulassen, das kann gefährlich werden", mahnt der TSG-Trainer "wir müssen versuchen, so dominant aufzutreten wie in den letzten Spielen, um ihnen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber grundsätzlich ist die nahezu identische Mannschaft letzte Saison Zweiter geworden, also nach wie vor ein guter Gegner, gegen den man selber alles raushauen muss, um erfolgreich zu sein."

Michael Pfeifer

 
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weitere Infos zu Vogt

Vorname:Kevin
Nachname:Vogt
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim
Geboren am:23.09.1991

weitere Infos zu Nagelsmann

Vorname:Julian
Nachname:Nagelsmann
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München79:2970
 
2Borussia Dortmund72:3669
 
3RB Leipzig57:2361
 
4Eintracht Frankfurt58:3553
 
5Bor. Mönchengladbach49:3751
 
6TSG Hoffenheim65:4150
 
7Bayer 04 Leverkusen53:4848
 
8Werder Bremen52:4246
 
9VfL Wolfsburg48:4546
 
10Fortuna Düsseldorf40:5937
 
11Hertha BSC41:4836
 
121. FSV Mainz 0537:5136
 
13SC Freiburg39:5432
 
14FC Augsburg46:5531
 
15FC Schalke 0432:5227
 
16VfB Stuttgart27:6721
 
171. FC Nürnberg24:5618
 
18Hannover 9625:6615

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