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19.04.2019, 16:21

Freiburger wollen dem BVB Punkte abknöpfen

Streich: "Vielleicht eine Sensation landen"

Die beiden Auswärtsniederlagen in Mainz und Bremen hatte Christian Streich auch am Karfreitag noch nicht so richtig verdaut. "Uns stinkt's gewaltig, weil ich nicht finde, dass wir die letzten beiden Spiele hätten verlieren müssen", sagte er vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Ostersonntag (15.30 Uhr). Seinen Spielern hat er Anfang der Woche zwei Tage frei gegeben, damit sie sich erholen können, sich und die Trainerkollegen hat er hingegen nicht geschont.

SC-Coach Christian Streich
"Wenn Dortmund einen guten Tag hat, hauen sie uns raus aus dem Stadion": SC-Coach Christian Streich.
© picture allianceZoomansicht

"Wir haben mehrere Systeme durchgespielt diese Woche", berichtete Streich. Übrig geblieben seien zwei und eventuell noch ein drittes, die auch während des Spiels noch gewechselt werden könnten. "Und am Samstag haben wir auch nochmal Zeit darüber nachzudenken", sagte der SC-Coach. Das Kopfzerbrechen über die taktische Ausrichtung hänge weniger mit dem Gegner Dortmund zusammen, dessen "Systematiken sich nicht wesentlich unterscheiden", als mit der eigenen personellen Lage. Denn die hat sich im Vergleich zu den Vorwochen nicht verbessert. Mittelfeldspieler Nicolas Höfler kann nach seiner Gelb-Sperre zwar wieder spielen, dafür droht Stürmer Lucas Höler (Fieber) diesmal auszufallen.

16 Mann sind laut Streich derzeit im Training, inklusive des 19-jährigen Nico Schlotterbeck, der eigentlich zum Regionalliga-Kader gehört. In Bremen kam er - in der Dreierkette neben seinem Bruder Keven Schlotterbeck - zu seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga. Wenn es nicht so viele Ausfälle gegeben hätte, hätte er nicht gespielt, erklärte der SC-Trainer. "Du kannst jungen Spielern eine Chance geben, das hat also auch positive Effekte". Sowohl Nico als auch Keven Schlotterbeck hätten es "sehr gut gemacht" und könnten auch gegen Dortmund wieder von Beginn an spielen. "Ich traue ihnen alles zu, sonst würden wir sie nicht aufstellen", sagte Streich.

Sport-Club vor Klassenerhalt

Trotzdem bedauert er, dass jetzt schon in der zweiten Saison nacheinander so viele Stammspieler über lange Zeit ausgefallen sind oder weiter fehlen. "Die Mannschaft geht hervorragend damit um, aber wir können nicht aus einer Kontinuität heraus arbeiten", so Streich. Dass es am Sonntag für den BVB um das Fernduell mit Bayern um die Meisterschaft geht und für den Sport-Club möglicherweise um den vorzeitigen Klassenerhalt - sollte der VfB Stuttgart in Augsburg nicht gewinnen-, spielt für den SC-Trainer zunächst keine Rolle. "Wir befassen uns nur mit uns, wir möchten noch besser spielen und uns belohnen."

"Wir werden marschieren und fighten"

Zuletzt habe die Mannschaft nicht das Potenzial abrufen können, das in ihr steckt. Eine negative Serie sieht Streich in vier sieglosen Spielen keinesfalls, schließlich habe der SC vor den beiden Auswärtsniederlagen in Gladbach und gegen die Bayern jeweils einen Punkt geholt, "was nicht so viele geschafft haben". An das Heimspiel gegen die Münchner wollen die Freiburger am Sonntag anknüpfen. "Jetzt nehmen wir den nächsten Anlauf gegen Dortmund", sagte Streich, "wir werden marschieren und fighten, als ob es unser letztes Spiel wäre." Da er den BVB ähnlich stark einschätzt, wie die Bayern, werde sein Team allerdings eine besonders gute Leistung brauchen: "Wenn Dortmund einen guten Tag hat, hauen sie uns raus aus dem Stadion. Hoffen wir, dass sie keinen so guten Tag haben, nur einen durchschnittlichen, und wenn wir dann sehr gut sind, können wir vielleicht einen Punkt holen. Und vielleicht sind sie auch mal nicht so gut, dann können wir vielleicht eine Sensation landen."

Daniela Frahm

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