Dortmund: Angeschlagener BVB-Star gibt Entwarnung

Reus nach seinem Kurzeinsatz: "Es ist alles gut"

Bundesliga - 25.03. 15:15

Im Testspiel der DFB-Auswahl gegen Serbien kam Marco Reus nach der Pause und verlieh dem Spiel der Elf von Trainer Joachim Löw frischen Schwung. In Amsterdam saß der Dortmunder dennoch zunächst nur auf der Bank. Eine Vorsichtsmaßnahme. Löw erklärt den späten Jokereinsatz von Reus.

Letzte Instruktionen: Marco Reus vor seinem Kurzeinsatz. © imago

Reus belebte das Offensivspiel gegen Serbien im zweiten Durchgang merklich (kicker-Note 2) und lieferte die Vorlage zum 1:1 durch Leon Goretzka. Doch im EM-Qualifikationsspiel in Amsterdam gegen die Niederlande saß er zunächst nur auf der Bank. "Ich habe seit Mittwoch, Donnerstag Probleme am Oberschenkel. Wir haben alles getan, dass es für 90 Minuten reicht. Aber wir haben uns dafür entschieden, dass ich erstmal von der Bank komme", erklärte Reus. In der 88. Minute ersetzte er beim Stand von 2:2 Serge Gnabry und wieder war Reus entscheidend an einem Tor beteiligt. Der BVB-Kapitän bereitete mit einem klugen Rückpass das 3:2-Siegtor für Deutschland durch Nico Schulz vor (90.).

"Das Risiko, dass was passiert, wenn er kommt, war nicht so groß."

Bundestrainer Joachim Löw

War es ein Risiko, Reus, in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungen geplagt, trotz muskulärer Probleme mit Blick auf die Bundesliga und Borussia Dortmund einzusetzen? Löw sieht dies nicht so. "Also die Verantwortlichen von Borussia Dortmund interessieren mich in dem Moment nicht. Ich glaube, dass es sinnvoll war, Marco nicht von Anfang an zu bringen. Da muss ich den Glauben haben, dass er 90 Minuten durchspielen kann. Wenn der Muskel müde wird, kann etwas passieren. Das Risiko wollte ich für mich nicht eingehen. Das Risiko, dass was passiert, wenn er kommt, war nicht so groß", meinte Löw.

Zorc: "Deswegen haben sie gut gehandelt"

Das sieht auch Michael Zorc so, wie der Sportdirektor gegenüber der WAZ sagte: "Marco Reus kennt seinen Körper sehr gut. Wenn er sich auf die Bank setzt, dann kann er auch spielen. Es gibt deswegen überhaupt keinen Anlass, sich Sorgen zu machen. Wenn er von Anfang an gespielt hätte, dann hätte ein Risiko bestanden, aber das hat er nicht, deswegen haben sie gut gehandelt. Und er macht das ja dann auf dem Platz auch überragend."

Reus gibt Entwarnung

Reus selbst sieht dem anstehenden Bundesliga-Spiel des BVB am Samstag gegen den VfL Wolfsburg entspannt entgegen. Am Montag soll "eine kleine Diagnostik" gemacht werden. "Es ist alles gut, sonst wäre ich nicht im Kader gewesen", unterstrich der 29-Jährige.

nik

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