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19.03.2019, 10:48

Sieglosserie des 1. FCN ist fast schon episch

Schommers: "Wir können das Unmögliche schaffen"

20-mal probiert, 20-mal ist nix passiert. Gut, zu Klaus Lages Klassiker aus den 80ern fehlen dem 1. FC Nürnberg noch 980 Versuche, aber die Bundesliga ist schließlich keine Hitparade. Jedes Jahr ist nach 34 Spieltagen Schluss. Insofern ist die Sieglosserie des Aufsteigers fast schon episch, auch wenn es unter Interimstrainer Boris Schommers immer knapp zugeht.

Wollen im Abstiegskampf keinesfalls klein beigeben: FCN-Interimscoach Boris Schommers und Club-Kapitän Hanno Behrens.
Wollen im Abstiegskampf keinesfalls klein beigeben: FCN-Interimscoach Boris Schommers und Club-Kapitän Hanno Behrens.
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Seit fünf Partien trägt der 40-Jährige die Verantwortung, dem 0:0 gegen Borussia Dortmund zur Premiere folgten vier Niederlagen mit jeweils einem Tor Differenz. 2:6-Treffer fielen in diesem Zeitraum. Diese Statistik belegt, woran es hapert: Die Defensive hat Schommers einigermaßen in den Griff bekommen, offensiv aber bleibt sein Team so harmlos wie eine Ringelnatter.

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Es ist nicht selbstverständlich, welchen Kampf sie geboten hat", sagte Schommers nach dem jüngsten 0:1 bei Eintracht Frankfurt und trug damit doch etwas arg dick auf. Schließlich handelt es sich um Profis, von denen man bei der Ausübung ihres Berufes sehr wohl volles Engagement erwarten kann. "Wir haben sehr vieles richtiggemacht, wenn wir eine Top-Mannschaft dazu zwingen, dass sie ihre Spieler nicht bis zum Schluss schonen können", fügt Schommers an. "Sehr vieles" ist nur dummerweise im Falle des FCN nicht genug, es zählen allein die Punkte, und von denen hat der Club viel zu wenig. 13, um genau zu sein. Zum identischen Zeitpunkt, also nach 26 Spieltagen, gibt die Bundesliga-Geschichte nur zwei schlechtere Vereine her: Tasmania Berlin 1966 mit sechs Zählern (umgerechnet auf die Drei-Punkte-Tabelle) und der Wuppertaler SV mit zehn 1975. Dann folgt in 56 Jahren Bundesliga schon der FCN, so viel zur Einordnung.

Club droht ein neuer Negativrekord

Überhaupt erst vier Mannschaften blieben am Saisonende unter der 20-Punkte-Marke (Tasmania Berlin 1965/66, 10 Punkte; Wuppertal 1974/75, 14 Punkte; Hertha BSC 1990/91, 17 Punkte und der SC Freiburg 2004/05, 18 Punkte), der Club erreichte genau 20 Zähler in seiner historisch bis heute schlechtesten Spielzeit 1983/84. Nun droht ein neuer Rekord. Schommers und seine Spieler glauben entgegen aller Wahrscheinlichkeit sogar an die Minimalchance Klassenerhalt bei sieben Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz. "Es ist allen bewusst, dass wir in den ersten Spielen nach der Länderspielpause punkten müssen", blickt Schommers auf die Duelle gegen Augsburg daheim, in Stuttgart und danach gegen Schalke. "Ich glaube noch daran, dass wir das Unmögliche schaffen können", sagt er, gibt aber auch zu: "Die Mannschaft ist am absoluten Optimum, sie geht an ihre Grenze." Eine mit einem Stoppschild zur Weiterfahrt in ein weiteres Jahr Bundesliga, wie es scheint.

Frank Linkesch

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