Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
18.03.2019, 16:16

Freiburgs Ex-Kapitän im großen kicker-Interview

Schuster: "Auch da blieb Beckenbauer für mich unerreichbar"

Julian Schuster steht nicht mehr im Freiburger Profikader. Das ist keine Neuigkeit, für viele aber immer noch ungewohnt. Im Sommer 2018 beendete der 33-Jährige nach zehn Jahren im SC-Trikot seine Karriere und fungiert seitdem als Verbindungstrainer im Verein. Zeit für einen Rückblick im großen kicker-Interview (Montagausgabe). Hier spricht der langjährige Kapitän über seine spektakulärsten Treffer - und auch die bitteren ins eigene Netz.

Julian Schuster
Zehn Jahre Freiburg: Julian Schuster.
© Getty ImagesZoomansicht

Herr Schuster, die meiste Zeit Ihrer Karriere zogen Sie als Sechser oder Mittelmann der Abwehr-Dreierkette die Fäden. Ab und an waren Sie aber auch vorne gefährlich. Auf welches Ihrer 17 Tore für den SC sind Sie besonders stolz?

Das einstudierte direkte Eckentor gegen Hoffenheim (lacht). Im Ernst, es ist in der Trainingswoche vorher wirklich genauso passiert, dass der zum Tor gezogene Ball hinten direkt reingefallen ist.

Das war im April 2011, der SC gewann 3:2. Aber was ist mit dem äußerst athletischen Rückzieher-Tor aus kurzer Distanz kurz über der Grasnarbe, das Sie fast drei Jahre später beim 4:1 in Frankfurt erzielten?

(lacht) Meine Kinder sagen jetzt noch: Mein Papa hat mal ein Fallrückzieher-Tor gemacht. Das "Fall-" muss man eher rausstreichen. Damit wurde ich oft genug aufgezogen, ich habe das Tor trotzdem gerne geschossen.

Unterm Strich stehen 10 Tore in der Bundesliga, sieben in der 2. Liga, drei im DFB-Pokal und eins in der Europa League. Dann fielen aber noch drei Tore ins eigene Netz, alle in der Bundesliga...

In der letzten Saison 2017/18 waren es sogar zwei direkt hintereinander. Gegen Hoffenheim und in München, zweimal unglücklich angeschossen. Ich habe immer gesagt, ich wollte Franz Beckenbauer nacheifern, dem in drei Spielen in Serie je ein Eigentor gelungen ist. Aber auch in diesem Punkt blieb er für mich unerreichbar.

Um den Finger noch tiefer in die Wunde zu legen: Ihr erstes Eigentor hat den SC womöglich den historischen Einzug in die Champions League gekostet.

Oh je, das hatte ich eigentlich gut verdrängt. Am letzten Spieltag 2012/13 ging es zu Hause gegen Schalke um Platz vier oder fünf. Nach einem zu kurzen Rückpass musste ich in einen Pressschlag. Daraufhin lief ein Schalker Spieler allein aufs Tor zu, hätte aber vorbeigeschossen. Ein Teamkollege, der mit mir zurückgesprintet war, wollte klären, traf aber mich, der Ball ging leider zum 1:2 ins Tor, kurz nachdem wir ausgeglichen hatten. Es blieb bei diesem Ergebnis.

Und Sie waren untröstlich?

Der Abend war hart, weil wir echt besser waren als Schalke, das später auch in die Königsklasse eingezogen ist. Wir hatten echt eine verrückte Stimmung, obwohl wir uns für die Europa League qualifiziert hatten - ein riesiger Erfolg für den SC. Aber die Champions League wäre natürlich der Wahnsinn gewesen.

Lesen Sie im aktuellen kicker (Montagausgabe) das große Interview mit Julian Schuster in der Rubrik "90 Minuten mit..." Darin spricht der 33-Jährige über seinen speziellen Weg in den Profifußball, wichtige Momente in seiner Karriere, unbekannte Eskapaden, seinen neuen Job beim SC und erklärt, warum Christian Streichs Persönlichkeit zur Imitation verleitet.

Carsten Schröter-Lorenz

 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Schuster

Vorname:Julian
Nachname:Schuster
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg
Geboren am:15.04.1985

weitere Infos zu Streich

Vorname:Christian
Nachname:Streich
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine