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12.01.2019, 10:55

Mühl und Petrak gegen Hertha wohl wieder fit

Köllner und die Hoffnung auf den einzelnen Moment

Ein Heimsieg am nächsten Sonntag gegen Hertha BSC und alle sportlich negativen Eindrücke aus dem achttägigen Trainingslager in Benahavis (Andalusien) sind vergessen. Doch die Zweifel sind groß, ob der 1. FC Nürnberg mit der laufenden Serie von elf sieglosen Partien in der Bundesliga und dieser kurzen Vorbereitung die Wende im Abstiegskampf schaffen kann.


Aus dem Trainingslager des 1. FC Nürnberg in Benahavis berichtet Frank Linkesch

Michael Köllner
Gibt die Richtung vor und hofft auf die Trendwende gegen Hertha: FCN-Coach Michael Köllner.
© imagoZoomansicht

Die beiden Tests gegen Zwolle (1:1) und Mouscron (1:2) verfestigen eher den Eindruck, dass sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen und Monaten spielerisch zurück entwickelt hat. Egal ob im 4-4-2 mit Raute oder im 4-3-3, Kombinationen über mehrere Stationen, gut abgestimmte Laufwege, Ideen am Ball oder gar Torchancen waren und sind Mangelware, Automatismen nur selten zu erkennen. Defensiv fallen blöde Gegentore, gegen Mouscron etwa patzten mit Christian Mathenia und Fabian Bredlow beide Torhüter.

Den Willen wird dem Team von Michael Köllner niemand absprechen wollen, aber der alleine wird kaum für den Klassenerhalt reichen. "Wir haben extrem hart gearbeitet in den Tagen hier, ich bin mit der Woche insgesamt zufrieden", sagt Köllner. Es klingt wie das sprichwörtliche Pfeifen im Wald.

Hoffnung durch Behrens & Co.

Positiv lässt sich festhalten, dass die gegen Ende der Hinrunde schmerzlich vermissten Hanno Behrens, Enrico Valentini, Eduard Löwen und Christian Mathenia einsatzbereit sind, auch die gegen Mouscron fehlenden Lukas Mühl (Magen-Darm-Infekt) und Ondrej Petrak (muskuläre Probleme) sollten es bis zum Berlin-Spiel schaffen. Allerdings: Dem zuerst genannten Quartett kann angesichts der Tabellensituation und ihrer Wichtigkeit keine Eingewöhnungsphase gestattet werden, sie müssen von null auf hundert funktionieren.

Die Spieler müssen sich gegen Hertha mit jedem Meter reinkämpfen, darauf wird es ankommen.Michael Köllner

Dazu kommt, dass das Selbstvertrauen verständlicherweise nicht ausgeprägt ist. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man im Fußball den Turnaround über einzelne Momente schaffen kann. Die Mannschaft ist dazu in der Lage. Dann kommst du in ein anderes Fahrwasser", sagt Optimist Köllner. "Wir haben eine kampfstarke Mannschaft. Die Spieler müssen sich gegen Hertha mit jedem Meter reinkämpfen, darauf wird es ankommen."

Die Typen fehlen

So sehr sich der Trainer gegen Pessimismus wehrt, Aufbruchstimmung war in den Tagen in Andalusien nicht zu spüren. Brav spulten die Spieler ihr Pensum ab, konzentriertes Arbeiten könnte man es wohlwollend nennen. In früheren Zeiten hätten ein Raphael Schäfer, Javier Pinola oder Andreas Wolf auch mal dazwischengefegt und Feuer in die Truppe gebracht, solche Typen fehlen dem FCN 2018/19. Der Trott aus dem Herbst 2018 spiegelt sich auch in den fehlenden Neuzugängen. Spielerberater fanden genügend den Weg ins Bergdorf Benahavis, doch der FCN möchte - und das ist ehrenwert - den Pfad der finanziellen Konsolidierung nicht verlassen. Echte Verstärkungen mit schmalem Budget zu bekommen ist deshalb beinahe aussichtslos. Zumindest zum Start werden es die bewährten Kräfte richten müssen. Aber: Drei Punkte, und die Vorbereitung ist nur noch eine ferne Erinnerung.

Frank Linkesch

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