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23.12.2018, 12:51

Pfiffe stoßen Nürnbergs Verteidiger bitter auf

Bauer bissig: "Wer das tut, hat keine Ahnung von Fußball"

0:1 gegen Freiburg verloren, seit vier Spielen punkt- wie torlos und Anhänger, die langsam unruhig werden: In Nürnberg, wo während der Winterpause die Rote Laterne der Bundesliga leuchtet, stehen ungemütliche Weihnachtstage bevor. Für Verteidiger Robert Bauer aber noch lange kein Grund, um zu verzagen.

Robert Bauer
Denkt trotz des Negativlaufs nicht ans Aufgeben: Nürnbergs Robert Bauer.
© imagoZoomansicht

Den Kampfgeist hatte Robert Bauer nach dem unnötigen wie deprimierenden 0:1 gegen den SC Freiburg nicht verloren, als er wenige Minuten danach in der Mixed-Zone erschien. "Ich weiß, mit den Aussagen werde ich mich vielleicht unbeliebt machen, das ist mir aber scheißegal", sagte der Rechtsverteidiger, dem es bitter aufstieß, dass Teile des Publikums schon früh in dieser Partie bei Rückpässen pfiffen anstatt die Mannschaft zu unterstützen.

Auch Fragen nach dem drohenden Abstieg konterte der 23-Jährige bissig. "Wieso? Wie viele Spiele gibt es in der Rückrunde? Sollen wir jetzt eine Abschiedstour machen?" Daran denkt Bauer nicht im Entferntesten. "Es gibt keinen Einzigen, der bei uns den Kopf hängen lässt. Wir wissen, wir haben alles in der eigenen Hand, wenn wir eine gute Rückrunde spielen. Es ist noch nichts verloren. Da bringt es nichts, wenn von außerhalb negative Stimmung an uns herangetragen wird."

"Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles gegeben haben"

Mut macht dem Silbermedaillengewinner von Rio 2016 die Leistung gegen Freiburg. "Vorne haben wir Pech, hinten flutscht dann so ein Ding rein. Wir haben trotzdem immer weitergemacht. Man hat gesehen, dass wir ein Herz haben und gemeinsam immer versuchen, alles zu geben. Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles gegeben haben. Wer das tut, hat keine Ahnung von Fußball."

So verständlich Bauers Aussagen sind, man kann sie natürlich auch umdrehen. Wann will diese Mannschaft überhaupt mal wieder drei Punkte einfahren, wenn sie sich selbst nach einer - subjektiv betrachtet - guten Leistung nicht belohnt? Wann, wenn nicht gegen einen Gegner wie den SC Freiburg, der wahrlich keinen guten Tag hatte? Wann, wenn selbst beste Chancen wie die von Adam Zrelak (38. Minute) nicht genutzt werden?

Verteidiger kann Kritik teilweise nachvollziehen

Zumindest dieser Kritik schloss sich Bauer an: "Wir sind vorne zu harmlos. Heute hatten wir klarere Chancen als in den letzten Wochen, aber wir schießen das Tor nicht." Sein Fazit: "Wir müssen an unserem Weg festhalten, spielen einen guten Ball, sind fast immer zumindest gleichwertig."

Die Krux: In Punktgewinnen schlägt sich das nicht nieder. Bei elf Zählern nach der Hinrunde braucht dieses Team vermutlich 20 oder mehr in der Rückrunde. Doch daheim empfängt der Club dann die großen Kaliber der Liga, während er bei den direkten Konkurrenten - bis auf Augsburg - auswärts antreten muss. Kein Mutmacher, wenn man die Schwäche auf fremden Plätzen mit gerade einmal zwei Remis kennt. Da braucht es mehr als Kampfgeist.

Frank Linkesch

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weitere Infos zu Ro. Bauer

Vorname:Robert
Nachname:Bauer
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:09.04.1995

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund44:1842
 
2Bayern München36:1836
 
3Bor. Mönchengladbach36:1833
 
4RB Leipzig31:1731
 
5VfL Wolfsburg27:2228
 
6Eintracht Frankfurt34:2327
 
7TSG Hoffenheim32:2325
 
8Hertha BSC26:2724
 
9Bayer 04 Leverkusen26:2924
 
10Werder Bremen28:2922
 
11SC Freiburg21:2521
 
121. FSV Mainz 0517:2221
 
13FC Schalke 0420:2418
 
14Fortuna Düsseldorf19:3318
 
15FC Augsburg25:2915
 
16VfB Stuttgart12:3514
 
17Hannover 9617:3511
 
181. FC Nürnberg14:3811

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