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03.10.2017, 11:53

Bundesligist kündigt Aufarbeitung nach dem Nordderby an

Werder Bremen kritisiert Hamburger Polizeieinsatz

Bundesligist Werder Bremen hat den Polizeieinsatz am Rande der Nordderbys gegen den Hamburger SV kritisiert. 171 mitgereiste Fans der Grün-Weißen waren vor dem Stadion von Sicherheitskräften festgehalten und am Betreten des Stadions gehindert worden. Der Klub nannte dieses Vorgehen "überzogen und nicht nachvollziehbar" und kündigte Gespräche an.

Fahne des SV Werder Bremen
Der SV Werder Bremen hat den Polizeieinsatz am Rande des Nordderbys in Hamburg kritisiert.
© imagoZoomansicht

Die in 31 Fahrzeugen angereisten Werder-Fans waren von der Hamburger Polizei am vergangenen Samstag kontrolliert worden und mussten für sechs Stunden auf einem Parkplatz in der Nähe des Volksparkstadions ausharren. Das Nordderby zwischen dem SV Werder und dem Hamburger SV (0:0) durften sie nicht besuchen und mussten stattdessen nach dem Schlusspfiff die Heimreise antreten. "Uns erschließt sich nicht, warum bei einer Kontrolle von 31 Fahrzeugen, in der nach Aussage der Polizei mindestens die Hälfte aller Fahrzeuge unauffällig blieben, die angereisten Fußballfans nicht zum Stadion weitergeleitet werden konnten, so wie es auf unsere erste Nachfrage unseren Fanbetreuern und Sicherheitsexperten vor Ort zugesichert wurde", kritisierte Bremens Präsident und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

Dann können wir gleich die Gästebereiche aller Bundesliga-Stadien schließen.Hubertus Hess-Grunewald

Die Sicherheitsbehörden hätten "die uneingeschränkte Unterstützung beim Kampf gegen Gewalttäter und andere Straftäter, sie soll auch jeden festhalten, der Gewalt propagiert und Waffen und Pyrotechnik bei sich führt", betonte der 56-Jährige. Aber: "Wie wir die Polizeimaßnahmen in den vergangenen Jahren auch mitgetragen und uns kritisch gegenüber unseren Fans positioniert haben, so müssen wir diesmal feststellen, dass dieser Einsatz sehr viele Fragen aufwirft und von uns nicht so hingenommen werden kann." Der Verein wolle deshalb "intensive Gespräche führen" und aufklären, warum "auch völlig unbescholtene Fans" in der Polizei-Kontrolle festgehalten worden sind. Das Ziel müsse sein, das Vertrauensverhältnis zwischen Fans und der Polizei nicht dauerhaft zu beschädigen, so Hess-Grunewald.

Hess-Grunewald verteidigt individuelle Anreise der Fans

Die Hamburger Polizei hatte ihr Vorgehen unter anderem damit verteidigt, dass es im Stadion während des Spiels zu keinen Vorfällen gekommen sei. In diesem Falle "müssen wir auf die letzten Nordderbys in Bremen verweisen, in denen es auch ruhig blieb, obwohl beide Fanszenen vor Ort und im Stadion waren", sagte Hess-Grunewald. "Wenn die Argumentation des Hamburger Polizeisprechers Schule macht, dann können wir gleich die Gästebereiche aller Bundesliga-Stadien schließen." Auch den Hinweis der Polizei, dass sich die festgehaltenen Fans nicht an die empfohlenen Reisewege gehalten hätten, wollte der Rechtsanwalt nicht stehen lassen: "Dann müssen wir darauf hinweisen, dass von fast 6.000 Werder-Fans nur etwa 20 Prozent auf dieser Reiseroute ins Stadion kommen und die individuelle Anreise zu einem Bundesliga-Spiel nicht verboten ist."

pau

Bundesliga, 2017/18, 7. Spieltag
Hamburger SV - Werder Bremen 0:0
Hamburger SV - Werder Bremen 0:0
Skeptisch?

Etwas skeptisch blickt HSV-Coach Markus Gisdol vor dem Spiel drein.
© picture alliance

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Vereinsdaten

Vereinsname:Werder Bremen
Gründungsdatum:04.02.1899
Mitglieder:36.500 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:Franz-Böhmert-Straße 1c
28205 Bremen
Telefon: (04 21) 43 45 90
Telefax: (04 21) 49 35 55
E-Mail: info@werder.de
Internet:http://www.werder.de


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