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08.01.2014, 15:05

Reaktionen nach dem Coming-out von Thomas Hitzlsperger

Niersbach: "Jede erdenkliche Unterstützung"

Thomas Hitzlsperger hat mit seinem Bekenntnis zur Homosexualität ein Tabu gebrochen. Der ehemalige Nationalspieler hat zwar auch bis zu seinem Karriereende gewartet, um sich zu outen, dürfte aber jetzt schon eine Vorbildfunktion für viele andere Sportler haben. Die Reaktionen sind durchweg positiv. Als einer der ersten zollte Lukas Podolski Respekt, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach versprach Hitzlsperger "jede erdenkliche Unterstützung". Die Reaktionen...

Wolfgang Niersbach
Wolfgang Niersbach
© Getty ImagesZoomansicht

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): "Thomas Hitzlsperger war zur seiner Zeit als Nationalspieler immer ein Vorbild, vor dem ich den höchsten Respekt hatte - und dieser Respekt ist jetzt noch weiter gewachsen. Er hat sich entschieden, den Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen, und ich stehe zu unserem Wort, dass er von uns jede erdenkliche Unterstützung bekommt."

Joachim Löw (Bundestrainer): "Thomas hat für sich persönlich entschieden, diesen Schritt zu gehen, und er sollte in einer toleranten Gesellschaft von allen respektiert werden. Für mich als Trainer sind alleine die sportlichen Leistungen und das soziale Verhalten eines Spielers entscheidend, und ich habe Thomas immer als ehrgeizigen, zuverlässigen Profi kennengelernt. Ich wünsche mir, dass sein Bekenntnis bei uns allen zu einem entspannteren Umgang mit dieser Thematik beiträgt."

Oliver Bierhoff (Manager Nationalmannschaft): "Als Thomas noch aktiver Nationalspieler war, hatten wir von seiner Homosexualität keine Kenntnis. Er hat sich erst nach seinem Karriereende an uns gewandt und uns darüber informiert. Dass er sich nun auch öffentlich bekennt, verdient Anerkennung und Respekt. Ich begrüße diesen Schritt, wir werden ihm alle Unterstützung zukommen lassen, damit er seinen mutigen Weg weitergehen kann."

Die Entscheidung von Thomas Hitzlsperger ist für mich nicht außergewöhnlich.Klaus Allofs

Lukas Podolski: "Mutige und richtige Entscheidung. Respekt Thomas Hitzlsperger. Sein Outing ist ein wichtiges Zeichen in der heutigen Zeit.

Theo Zwanziger (ehemaliger DFB-Präsident): "Endlich hat ein Fußballer den Mut, seine Homosexualität öffentlich zu machen - zumindest in engem Zeitabstand zu seiner Karriere. Das hat hoffentlich eine positive Wirkung auf die Gesellschaft und den Profifußball der Männer. Der ist nämlich nach wie vor ein hartes Geschäft, ein offener Umgang mit Homosexualität ist leider immer noch nicht selbstverständlich. Aber ich bin zuversichtlich, dass sexuelle Neigungen im Fußball bald kein Thema mehr sind."

Klaus Allofs (Manager VfL Wolfsburg): "Für die meisten Menschen ist der Umgang mit diesem Thema mittlerweile zur Normalität geworden. Insofern ist die Entscheidung von Thomas Hitzlsperger, an die Öffentlichkeit zu gehen, für mich nicht außergewöhnlich. Ich kann daher die große Aufmerksamkeit nicht nachvollziehen, die dieses Thema jetzt in der medialen Berichterstattung bekommt."

Arne Friedrich: "Bin stolz auf dich. Gute Entscheidung und aus meiner Sicht richtiger Zeitpunkt."

Gary Lineker (englische Fußball-Legende): "Herzlichen Glückwunsch! Er ist sehr mutig, dass er als erster Spieler, der in der Premier League gespielt hat, sein Coming-Out hat."

Reinhard Rauball (Ligapräsident): "Die Entscheidung ist auch nach seiner aktiven Karriere ein großer und mutiger Schritt und im Kampf gegen Homophobie sicherlich wegweisend. Mit Blick auf die enorme Öffentlichkeit im Profifußball wären die Reaktionen im Falle des Outings eines aktiven Profis jedoch weiterhin nur schwer kalkulierbar. In dieser Hinsicht tragen die Klubs als Arbeitgeber eine außerordentliche Verantwortung. Auch vor diesem Hintergrund würde ich einem Betroffenen raten, im ersten Schritt die Vereinsverantwortlichen wie Vorstand und Trainer sowie Mannschaftskollegen ins Vertrauen zu ziehen."

Regierungssprecher Steffen Seibert: "Es ist gut, dass er über etwas spricht, das ihm wichtig ist und was ihn möglicherweise auch befreit. Wir leben in einem Land, in dem niemand Angst haben sollte, seine Sexualität zu bekennen, nur aus Angst vor Intoleranz. Wir haben als Land, als Gesellschaft im vergangenen Jahrzehnt gerade auf diesem Gebiet doch enorme Fortschritte gemacht. Fußballer beurteilen wir danach, ob sie sich auf dem Platz und abseits des Platzes gut und würdig verhalten, und ich glaube, das trifft beides für Herrn Hitzlsperger zu."

Stefan Kretzschmar (ehemaliger Handball-Nationalspieler): "Respekt!!! Leider erst nach der Karriere..."

David Cameron (britischer Premierminister und Aston-Villa-Fan): "Ich habe immer bewundert, was Thomas Hitzlsperger auf dem Feld geleistet hat - aber heute bewundere ich ihn noch mehr."

Seine Karriere in Bildern
Hitzlsperger: Nationalspieler, Meister, "Hammer"
Thomas Hitzlsperger
Erste Station: Aston Villa

Seine ersten Schritte im Profifußball machte Thomas Hitzlsperger (hier gegen Arsenals Patrick Vieira) für Aston Villa in der englischen Premier League. Für den Verein aus Birmingham war er von 2000 bis 2005 aktiv und bestritt in dieser Zeit 100 Pflichtspiele (acht Tore).
© imago

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