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Werder Bremen

Werder Bremen

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
SC Freiburg

SC Freiburg


WERDER BREMEN
SC FREIBURG
15.
30.
45.


60.
75.
90.












Frischer Wind in Bremens Offensive durch Pizarro-Einwechslung

Klaassen und Gebre Selassie köpfen Werder zum Sieg

Werder Bremen hat seine Ambitionen um die Europa-League-Plätze untermauert! Gegen gut organisierte, aber weitgehend defensiv agierende Freiburger bewiesen die Schützlinge von Florian Kohfeldt viel Geduld. Erst in der Schlussviertelstunde fielen beide Bremer Treffer beim 2:1-Erfolg. Dabei auch beteiligt: ein 40 Jahre alter Peruaner.

Werder Bremen
Grün-weiße Freude: Davy Klaassen (2.v.l.) wird von seinen Teamkollegen geherzt.
© picture allianceZoomansicht

Bremens Trainer Florian Kohfeldt nahm gegenüber dem 1:1 in Gladbach zwei Wechsel vor: Veljkovic verteidigte anstelle von Langkamp (Bank) an der Seite von Moisander. Im Angriff ersetzte Osako Johannes Eggestein, der aufgrund von muskulären Problemen fehlte.

Beim Sport-Club hatte Coach Christian Streich abermals mit Personalproblemen zu kämpfen. Gegenüber dem 0:5 von Mainz fehlte nun auch noch Höfler (fünfte Gelbe), Höler und Frantz saßen auf der Bank. Dafür starteten Nico Schlotterbeck, Gondorf und Niederlechner.

Bremen begann die Partie mit viel Ballbesitz (70 Prozent) und deutlich mehr Spielanteilen als die Gäste. Die Kohfeldt-Elf kombinierte sich mit der nötigen Ruhe, aber auch immer wieder mit scharfen Steckpässen durch tiefstehende Freiburger Ketten. Einzig die Abschlusschancen fehlten zu Beginn noch, denn bis auf Veljkovics Kopfball (5.) und einen Osako-Schuss (18.) passierte vor SCF-Schlussmann Schwolow nur wenig Gefährliches. Auf der anderen Seite musste Pavlenka nur bei Stenzels Distanzschuss eingreifen (14.), Günter stand bei seinem Treffer aus der 19. Minute deutlich im Abseits.

Freiburg gut organisiert - Bremen ratlos

Freiburg hielt auch im weiteren Verlauf an seiner guten Organisation im Defensivverbund fest, was es den Werderanern trotz der spielstarken Mittelfeldspielern schwer machte, sich an oder in den Strafraum zu kombinieren. Phasenweise hatten Kruse, Eggestein und Co. gar zehn gegnerische Feldspieler um die Freiburger Box vor sich.

Die geduldigen Bremer versuchten zwar häufig, das Spiel in die Breite zu ziehen, aber erfolgversprechend war diese Herangehensweise noch nicht. Bis auf zwei Kruse-Chancen (beide 38.) passierte nicht mehr viel in Bremens Offensive. Stattdessen musste der Pokal-Halbfinalist in der Konterabsicherung immer hellwach sein. Denn die Breisgauer kamen so zu aussichtsreichen Angriffen: Während Gondorf überhastet abgeschlossen hatte (33.), vergab Grifo die gefährlichste Chance des gesamten ersten Durchgangs: Der Freiburger zwirbelte den Ball aus 15 Metern um den linken Pfosten (44.).

Pavlenka mit Oberschenkelproblemen raus

Mit einem Wechsel auf der Torwartposition begann der zweite Durchgang: Kapino ersetzte Pavlenka, der sich bei einer Rettungsaktion in der 35. Minute am Oberschenkel verletzt hatte. Ansonsten war nun mehr Tempo im Spiel als noch über weite Strecken der ersten Hälfte. Freiburg ließ dabei durch Ungenauigkeiten weiterhin gute Konterchancen liegen, Werder verzweifelt dagegen an Keven Schlotterbeck, der bei einem Klaassen-Versuch für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie klärte (51.).

Da auch nach einer guten Stunde kaum Besserung eintrat, sendete Kohfeldt mit der Hereinnahme von Pizarro einen Impuls an seine Mannschaft. Die Hereinnahme des 40 Jahre alten Peruaners brachte tatsächlich noch einmal frischen Wind, denn Pizarro hatte entscheidenden Anteil am Bremer Führungstreffer: Seine Flanke wurde zunächst noch abgewehrt, ehe Rashica Klaassens Kopf fand und der Niederländer mit etwas Glück einnickte (76.): Zum einen fälschte Nico Schlotterbeck den Ball noch ab, zum anderen musste der Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsposition im Kölner Video-Keller einige Momente lang überprüft werden.

Pizarro verpasst das 2:0, Gebre Selassie nicht

Zwar reagierte Freiburgs Trainer Streich mit einem offensiven Doppelwechsel (Höler und Waldschmidt kamen), aber auch das zweite Tor des Spiels erzielten die Grün-Weißen: Gebre Selassie nickte nach einer Kruse-Ecke aus sechs Metern ein (84.). Zuvor hatte Schwolow mit einer Riesentat gegen Pizarro das 0:2 noch verhindert (83.). Als auf den Rängen schon gefeiert wurde, erzielte Freiburg in der Nachspielzeit durch Waldschmidt noch den Anschlusstreffer (90.+3), letztlich aber zu wenig, um die Bremer Party noch zu crashen.

Für Bremen steht nun ein Bayern-Doppelpack an. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gastiert der SVW in der Liga beim FC Bayern, ehe am darauffolgenden Mittwoch das Pokal-Halbfinale in der Hansestadt steigt. Freiburg empfängt am kommenden Bundesliga-Spieltag am Sonntag (15.30 Uhr) Dortmund.

Bundesliga, 2018/19, 29. Spieltag
Werder Bremen - SC Freiburg 2:1
Werder Bremen - SC Freiburg 2:1
Buntes Bremen

Werder empfängt den SC Freiburg - mit Eckfahnen in allen Farben des Regenbogens.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (3,5)    
Gebre Selassie (2,5)    
Veljkovic (3,5) , 
Moisander (3) , 
Augustinsson (3,5)    
Sahin (3,5) - 
Klaassen (2)    
M. Kruse (3,5)    
Osako (4)    
Rashica (2)    

Einwechslungen:
46. Kapino (3) für Pavlenka
63. Pizarro für Osako
87. Harnik für Rashica

Trainer:
Kohfeldt
SC Freiburg
Aufstellung:
Schwolow (1,5) - 
Heintz (3,5) - 
P. Stenzel (3,5)        
Abrashi (3,5)    
C. Günter (3)    
Haberer (3,5) , 
Gondorf (4,5)    
Niederlechner (4,5)    
Grifo (3,5)

Einwechslungen:
63. Frantz     für P. Stenzel
81. Höler für Niederlechner
81. Waldschmidt     für Gondorf

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Klaassen (76., Kopfball, Rashica)
2:0
Gebre Selassie (84., Kopfball, M. Kruse)
2:1
Waldschmidt (90. + 3, Linksschuss, Haberer)
Gelbe Karten
Bremen:
Augustinsson
(4. Gelbe Karte)
Freiburg:
Abrashi
(4. Gelbe Karte)
,
P. Stenzel
(2.)
,
Frantz
(2.)

Spieldaten

Werder Bremen       SC Freiburg
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 16 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 571 : 350 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 461 : 241 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 110 : 109 Fehlpässe
 
Passquote 81% : 69% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 7 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 7 : 18 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 2 Abseits
 
Ecken 7 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
13.04.2019 15:30 Uhr
Zuschauer:
42100 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
Freiburgs Ordnung bremste Werder lange aus, dadurch wurde es kein Feuerwerk.
Chancenverhältnis:
8:4
Eckenverhältnis:
7:3
Schiedsrichterin:
Bibiana Steinhaus (Langenhagen)   Note 2
souveräne Spielleitung, zumeist gut in der Vorteilsauslegung.
Spieler des Spiels:
Alexander Schwolow
Schon vor der Pause war er zweimal gegen Kruse auf dem Posten, in der Endphase parierte Alex Schwolow dann mehrfach glänzend als seine Mannschaft aufmachte.

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