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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

3
:
1

Halbzeitstand
1:1
Hannover 96

Hannover 96


VFL WOLFSBURG
HANNOVER 96
15.
30.
45.










60.
75.
90.









96 nutzt beste Chancen zur Führung nicht

Doppelpack Steffen: Wolfsburg gewinnt gegen bessere Hannoveraner

Lange Zeit tat sich der VfL Wolfsburg im Niedersachsen-Duell gegen Hannover 96 am Samstagnachmittag schwer. Am Ende siegten die Wölfe durch ihre Effizienz mit 3:1 gegen das Schlusslicht, das sich über eine Stunde lang teuer verkaufte und einen Punkt verdient gehabt hätte. Am Ende stand das Team von Thomas Doll aber zum siebten Mal in Folge ohne Zählbares da.

Renato Steffen, Daniel Ginczek (r.)
Doppelpack zum Sieg: Wolfsburgs Renato Steffen (l.).
© ImagoZoomansicht

Wolfsburg Trainer Bruno Labbadia tauschte im Vergleich zum 0:2 in Dortmund auf drei Positionen: Für Casteels (Verletzung beim Aufwärmen), Arnold (Gelb-Sperre), Gerhardt (Bluterguss in der Kniekehle) und Klaus (Bank) begannen Pavao, Rexhbecaj, Brekalo und Steffen.

Hannovers Coach Thomas Doll dagegen veränderte seine Startformation im Vergleich zum 0:1 auf Schalke an einer Stelle: Für den verletzten Albornoz (Bänderriss) begann Korb.

Das Niedersachsen-Duell begann gemächlich, erste Aufregung gab es nach einem Rückpass auf 96-Keeper Esser, der sich etwas viel Zeit nahm und so Weghorst beinahe an den Ball kommen lies (8.). Beide Teams agierten offensiv und suchten den direkten Weg zum Tor. Während Wolfsburg das Spiel machte, lauerten die Gäste auf Chancen zum Umschalten. Große Probleme bereitete 96 Wolfsburgs Außenverteidiger Roussillon, der immer wieder viele Freiheiten genoss und mehrfach gefährlich in den Strafraum flankte. Doch sowohl Weghorst (10.) als auch Steffen (28.) konnten die gute Vorarbeit nicht nutzen. Aus dem Nichts fiel nach einer halben Stunde dann das erste Tor - für Hannover! Die Gäste konterten über den schnellen Maina, der mit viel Übersicht Weydandt perfekt am Strafraumrand bediente. Der Stürmer nahm den Ball an, machte noch zwei Schritte und schoss die Kugel am herauseilenden Keeper der Wölfe vorbei ins Tor (30.).

Wolfsburgs prompte Antwort

Der Jubel auf der 96-Bank war noch nicht ganz verstummt, da musste sich Thomas Doll auch schon wieder ärgern. Nur knapp zwei Minuten nach dem Führungstreffer hatte Guilavogui viel Zeit, um aus dem Halbfeld zu flanken. Am Fünfmeterraum gewann Steffen das Kopfballduell gegen den deutlich größeren Wimmer und traf mit dem Rücken zum Tor ins lange Eck. Esser streckte sich vergeblich (32.). Der Ausgleich gab dem VfL Aufwind, Weghorst vergab - einmal mehr nach Flanke Roussillon - direkt vor Esser die große Gelegenheit zur Führung (37.). Der 96-Schlussmann parierte stark. Doch auch Hannover spielte weiter munter nach vorne, sobald der Ball in den eigenen Reihen war. Haraguchi hatte noch eine gute Gelegenheit vor der Pause - allerdings auf ein Eigentor. Eine William-Hereingabe grätschte der Japaner knapp am eigenen Kasten vorbei (44.).

Haraguchi zweimal zu eigensinnig

Hannover startete mutig und offensiv in die zweite Hälfte und hatte direkt die Riesengelegenheit auf die erneute Führung: Nach tollem Zuspiel von Bakalorz - über den beinahe jeder Angriff der Gäste lief - lies Haraguchi Verteidiger Brooks stark aussteigen, zog dann aber aus spitzem Winkel selbst ab. VfL-Ersatzkeeper Pavao parierte. In der Mitte wären Müller und Weydandt völlig blank gewesen (51.). Nur kurze Zeit später die beinahe identische Situation: Wieder war Haraguchi alleine im Strafraum durch, wieder Müller in der Mitte völlig frei. Und erneut zog der Japaner den Schuss einem Abspiel vor. Pavao reagierte nochmals stark (59.).

Hannover lauerte weiter auf Konter und wurde mehrfach gefährlich. Wolfsburg dagegen blieb im zweiten Durchgang lange blass und fiel immer wieder durch technische Fehler auf. Erst Steffen sorgte nach 68 Minuten erstmals wieder für Gefahr, als er den Ball praktisch ungestört knapp über das 96-Tor schlenzte. Und dann waren die Wölfe plötzlich zur Stelle: Knoche spielte den eingewechselten Ginzcek aus der eigenen Hälfte aus an, der hebelte mit seinem Steilpass auf Steffen die gesamte 96-Abwehr aus. Der Torschütze zum 1:1 ging in den Strafraum, blieb cool und legte den Ball an Esser vorbei ins lange Eck (71.). Einmal mehr in dieser Saison musste Hannover einem Rückstand hinterher laufen. Und das tat das Team von Thomas Doll nochmal mit ordentlich Offensivdrang - bis der nächste Wolfsburger Konter das Spiel entschied.

Roussillon krönt starken Auftritt

Malli wurde im Strafraum angespielt, ging zur Grundlinie, Esser kam raus, um den Winkel zu verkürzen - und der Wolfsburger legte überlegt zurück zu Roussillon. Der Verteidiger zog aus zehn Metern flach ab und traf durch die ungeordnete Defensive und den zurückeilenden Esser hindurch ins Tor (78.). Die Entscheidung, denn nach dem dritten Gegentreffer kam von Hannover nichts mehr. Am Ende stand ein äußerst schmeichelhafter Sieg für den VfL, während die lange Zeit überlegenen Hannoveraner weiter das Ende der Tabelle zieren.

Für Wolfsburg geht es am Samstag (15.30 Uhr) in Leipzig weiter. Hannover 96 empfängt zeitgleich Gladbach.

Bundesliga, 2018/19, 28. Spieltag
VfL Wolfsburg - Hannover 96 3:1
VfL Wolfsburg - Hannover 96 3:1
Blickrichtung Europa?

Obwohl Bruno Labbadia den VfL Wolfsburg zum Saisonende verlassen wird, wollte sich der Trainer mit seinem Team für Europa qualifizieren. An Spieltag 28 stand hierzu das Niedersachsen-Duell mit Schlusslicht Hannover an.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Pervan (2) - 
William (4) , 
Knoche (4,5) , 
Brooks (4) , 
Roussillon (2,5)    
Guilavogui (3,5)    
Mehmedi (4,5)    
Rexhbecaj (4) - 
Steffen (2)                
Brekalo (4,5)    

Einwechslungen:
62. Ginczek für Brekalo
77. Malli für Steffen
85. Klaus für Mehmedi


Trainer:
Labbadia
Hannover 96
Aufstellung:
Esser (3) - 
Sorg (4) , 
Anton (3) , 
Wimmer (5)    
Korb (4,5) - 
Schwegler (4,5) - 
Haraguchi (4,5) , 
Bakalorz (4)        
N. Müller (5)        
Maina (3,5) - 
Weydandt (3,5)    

Einwechslungen:
70. Muslija für N. Müller
79. Soto für Bakalorz

Trainer:
Doll

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Weydandt (30., Rechtsschuss, Maina)
1:1
Steffen (32., Kopfball, Guilavogui)
2:1
Steffen (71., Rechtsschuss, Ginczek)
3:1
Roussillon (78., Rechtsschuss, Malli)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Steffen
(4. Gelbe Karte)
Hannover:
N. Müller
(3. Gelbe Karte)
,
Wimmer
(4.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Hannover 96
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 12 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 498 : 317 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 413 : 239 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 85 : 78 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 75% Passquote
 
Ballbesitz 61% : 39% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 59% : 41% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 11 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 11 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 1 Abseits
 
Ecken 9 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
06.04.2019 15:30 Uhr
Zuschauer:
23512
Spielnote:  4
wenig Spielfluss, fußballerisch durchwachsenes Niveau.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
9:2
Schiedsrichter:
Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)   Note 5
Knoches Handspiel im Strafraum blieb fälschlicherweise ungeahndet (2.), zudem arge Probleme in der Zweikampfbewertung. So war die Verwarnung für Steffen falsch, da der Wolfsburger zuvor von Gegenspieler Müller zu Fall gebracht worden war (13.).
Spieler des Spiels:
Renato Steffen
Kleiner Mann ganz groß: Wolfsburgs Renato Steffen, der 1,70 Meter misst, erzielte erst per Kopf den Ausgleich, brachte den VfL dann überlegt mit dem starken linken Fuß in Führung.

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