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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

1
:
1

Halbzeitstand
1:0
Werder Bremen

Werder Bremen


VFL WOLFSBURG
WERDER BREMEN
15.
30.
45.




60.
75.
90.










Zwei verschiedene Halbzeiten zwischen Wolfsburg und Bremen

Bartels vermiest Schmidt den Einstand

Die Zuschauer in Wolfsburg bekamen am Dienstag bei der Partie gegen Bremen zwei völlig verschiedene Hälften zu sehen. Im ersten Durchgang spielten nur die Wölfe, der SVW agierte extrem passiv. Nach dem Seitenwechsel kam Werder viel besser auf und musste sich am Ende ärgern, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat.

Bremens Fins Bartels behauptet gegen zwei Wolfsburger den Ball.
Bremens Fins Bartels behauptet gegen zwei Wolfsburger den Ball.
© imagoZoomansicht

Wolfsburgs neuer Trainer Martin Schmidt nahm bezüglich des 0:1 in Stuttgart drei Änderungen vor: Verhaegh, Ntep und Malli begannen für William, Guilavogui und Dimata (alle drei Bank). Dazu liefen die Wölfe mit einer Viererkette auf, Ex-Coach Andries Jonker ließ mit einer Dreierkette spielen.

Bremens Trainer Alexander Nouri musste nach der 1:2-Heimniederlage gegen Schalke zweimal zwangsläufig wechseln: Kruse (Schlüsselbeinbruch) und Sané (Knieprobleme) fehlten verletzungsbedingt. Für sie liefen Caldirola und Gondorf von Beginn an auf, Kainz rückte eine Position weiter vor in den Angriff. Damit hatte der SVW keinen nominellen Stürmer auf dem Feld.

Erstes Bundesligator für Origi

Es entwickelte sich eine einseitige erste Hälfte, weil Bremen extrem passiv agierte. Die Gäste standen tief und lauerten auf Konter, diese gab es aber im ersten Durchgang so gut wie gar nicht. Wolfsburg diktierte die Partie mit 74 Prozent Ballbesitz und gewann im ersten Spielabschnitt 55 Prozent der Zweikämpfe. Malli aus der Distanz (13.), Origi, der an Pavlenka scheiterte (20.), und Camacho per Kopf (21.) sorgten für erste Torgefahr. Vom SVW kam offensiv sehr wenig. Und in der 28. Minute ließen die Norddeutschen Ntep auf der linken Seite zu viel Platz, der flankte und fand Origi. Der Stürmer war schneller als Caldirola und traf aus kurzer Distanz zu seinem ersten Bundesligator.

Trotz des Gegentreffers änderte sich Bremens Spielweise nicht, die Wölfe hatten weiterhin viel Ballbesitz. Malli hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß, setzte die Kugel allerdings ans Außennetz (34.). Auch Origi verpasste es, den zweiten Treffer herzustellen, er fand in Pavlenka seinen Meister (38.). Kurz vor dem Seitenwechsel kamen die Werderaner dann zu ihrem ersten Abschluss: Auf eine Kainz-Ecke brachte Gebre Selassie keinen richtigen Druck (41.). Somit ging es mit einer verdienten Führung für die Hausherren in die Kabinen.

Werder kam mit Bargfrede und Belfodil für Gondorf und Maximilian Eggestein aus der Kabine, damit hatten die Norddeutschen nun eine echte Spitze auf dem Rasen.

Knoche klärt - Bartels nickt ein

Und der SVW hatte direkt nach Wiederanpfiff eine richtig gute Chance: Casteels konnte eine Delaney-Flanke nicht richtig klären, Augustinsson legte ab für Kainz, dessen Abschluss klärte Knoche auf der Linie. Aber auch die Wölfe spielten direkt wieder nach vorne, Origis zwei Torversuche blieben jedoch harmlos (47., 48.). Der zweite Durchgang begann sehr schwungvoll, beide Teams suchten die Offensive. Und die Gäste belohnten sich für eine gute Anfangsphase: Delaneys Flanke wurde von Knoche verlängert und landete dadurch bei Bartels, der nickte im Strafraum aus kurzer Distanz ein (56.).

Gebre Selassie trifft den Pfosten

Es war eine offene Partie, die die Gäste immer besser in den Griff bekamen. Kainz setzte einen Freistoß über den Kasten (62.), und Delaneys Distanzschuss zischte knapp rechts am Kasten vorbei (67.). Die Dominanz der Wölfe aus dem ersten Durchgang war verflogen, weil sich der SVW nach der Pause deutlich steigerte. Die Norddeutschen waren näher am Führungstreffer als die Gastgeber. Der Abschluss von Bartels landete mit Glück rechts im Strafraum bei Gebre Selassie, der hatte viel Platz und nagelte den Ball an den rechten Pfosten (71.).

Offensiv war fast nur noch Werder gefährlich, Gebre Selassies Abschluss per Hacke parierte Casteels (80.). Die Wölfe waren verunsichert, zeigten sich nur noch punktuell in der Offensive gefährlich. Der eingewechselte Guilavogui versuchte es mal aus 20 Metern, verzog aber (83.). Der SVW hatte am Ende den längeren Atem, Delaney scheiterte per Kopf (88.). Die Hausherren hatten auch noch eine Torchance, der eingewechselte Dimata verzog aus 17 Metern (90.). Am Ende blieb es beim Remis, das aus Bremer Sicht nach dem zweiten Durchgang eigentlich zu wenig ist.

Wolfsburg hat nun fünf Punkte auf dem Konto und spielt am kommenden Freitag (20.30 Uhr) beim FC Bayern München. Bremen, das jetzt bei zwei Punkten steht, empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den SC Freiburg.

Bundesliga, 2017/18, 5. Spieltag
VfL Wolfsburg - Werder Bremen 1:1
VfL Wolfsburg - Werder Bremen 1:1
Schöne Shirts

Nicht nur die Stuttgarter Teamkollegen des schwer verletzten Christian Gentner nahmen Anteil - auch die Spieler seines Ex-Klubs Wolfsburg (hier Koen Casteels und Max Grün).
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (3,5) - 
Verhaegh (4) , 
Knoche (3) , 
Uduokhai (3) , 
Gerhardt (4,5) - 
Camacho (4)            
Arnold (4) - 
Malli (3,5) , 
Didavi (4)    
Ntep (4)    
Origi (3)    

Einwechslungen:
70. Guilavogui für Camacho
78. Dimata für Ntep
88. William für Didavi

Trainer:
Schmidt
Werder Bremen
Aufstellung:
Pavlenka (3) - 
Ro. Bauer (4) , 
Veljkovic (3,5) , 
Caldirola (4,5) - 
M. Eggestein (4,5)    
Augustinsson (4) - 
Gondorf (4,5)        
Delaney (3)    
Bartels (2,5)        
Kainz (3)    

Einwechslungen:
46. Belfodil (2,5) für M. Eggestein
46. Bargfrede (2,5) für Gondorf
90. Hajrovic für Bartels

Trainer:
Nouri

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Origi (28., Rechtsschuss, Ntep)
1:1
Bartels (56., Kopfball, Delaney)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Camacho
(1. Gelbe Karte)
Bremen:
Gondorf
(2. Gelbe Karte)
,
Kainz
(1.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Werder Bremen
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 13 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 634 : 370 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 522 : 256 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 112 : 114 Fehlpässe
 
Passquote 82% : 69% Passquote
 
Ballbesitz 62% : 38% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 60% : 40% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 3 Abseits
 
Ecken 3 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
19.09.2017 20:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
26174
Spielnote:  3,5
nicht hochklassig, aber phasenweise unterhaltsam. Werder im zweiten Durchgang spielerisch enorm verbessert.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 2
klare Linie in einem Spiel ohne die ganz großen Herausforderungen.
Spieler des Spiels:
Fin Bartels
In der ersten Hälfte schwach, dann drehte Fin Bartels auf, erzielte den Ausgleich und bereitete die Chance durch Gebre Selassie traumhaft vor.

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