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FC Augsburg

FC Augsburg

1
:
2

Halbzeitstand
0:0
Werder Bremen

Werder Bremen


FC AUGSBURG
WERDER BREMEN
15.
30.
45.


60.
75.
90.












Augsburg fehlen die Mittel und das Glück im Abschluss

... und Bremen feiert einen Mann - Pizarro

Mit Auftrieb aus der Europa League empfing der FC Augsburg den SV Werder Bremen im Bundesliga-Kellerduell des 12. Spieltags. Doch nach 90 Minuten und dem 1:2 stand abermals die Erkenntnis, dass es beim Tabellenschlusslicht im deutschen Oberhaus nicht laufen will. Anders die Lage bei den Grün-Weißen, die sich mit dem Dreier etwas befreien konnten. Der Dank galt dabei Joker Pizarro, der wieder den Torriecher entdeckt hatte und zudem eine beeindruckende Serie wieder aufnahm.

Claudio Pizarro
Fand den Torriecher wieder und avancierte in Augsburg zum Matchwinner: Claudio Pizarro.
© Getty ImagesZoomansicht

Augsburgs Coach Markus Weinzierl veränderte seine Startelf nach dem überzeugenden 4:1 gegen Alkmaar, als Sturmtank Bobadilla einen Dreierpack geschnürt hatte, auf zwei Positionen: Innenverteidiger Callsen-Bracker ersetzte Janker (Bank), zudem begann Koo für Matavz (nicht im Kader). "Das war wieder der FC Augsburg der vergangenen Jahre", hatte Mittelfeldspieler Kohr über den Auftritt gegen die Niederländer von AZ gesagt. "Wir waren aggressiv, haben den Gegner früh angelaufen und unsere Konter gut ausgespielt." Das sollte nun im Heimspiel gegen Bremen auch in der Bundesliga rübergebracht werden.

Werder-Trainer Viktor Skripnik reagierte nach dem 1:3 gegen Dortmund derweil mit drei personellen Wechseln: Santiago Garcia (fit nach Wadenproblemen), Ulisses Garcia und Öztunali starteten anstelle von Sternberg, Kapitän Fritz (Muskelverhärtung im Oberschenkel) und Grillitsch (Muskelfaserriss). Eine positive Nachricht war auch, dass Stürmer Ujah nach einer Rippenprellung rechtzeitig zur Verfügung stand.

Bartels versucht's direkt - Bobadilla hebt

Mit der agilen Offensivabteilung übernahm der SVW von Spielbeginn an auch das Kommando in dieser Partie, ohne dabei jedoch ernsthaft gefährlich zu werden. Den ersten Abschluss verbuchte Bobadilla nach zähen Minuten, in denen der FCA erst Bindung zur Partie gewinnen musste (5.). Insgesamt war es ein Duell, in dem sich beide Parteien im Mittelfeld nichts schenkten (Gelb für Kohr, Gelb für Santiago Garcia) und in den Defensivabteilungen kaum Fehler erlaubten.

Zlatko Junuzovic
Verpasste beim Pfostentreffer von Fin Bartels knapp: SVW-Ersatzkapitän Zlatko Junuzovic.
© Getty ImagesZoomansicht

Gefährlich wurde es nur in der 13. Minute - hier aber richtig: Öztunali arbeitete sich über die linke Seite vorwärts, flankte äußerst präzise in den Strafraum zu Bartels. Der Angreifer hob den Ball über Torwart Hitz an den linken Pfosten. Zudem verpasste noch Junuzovic. Auf der anderen Seite patzte dann der Linienrichter, der Bobadilla nach Caiuby-Chip nicht im Abseits wähnte und so dessen Heber ermöglichte. Der Ball kullerte am Ende aber rechts am Tor vorbei (20.).

Viel Mühe, wenig Ertrag

In der Folge und bis zur Halbzeit sackte das Niveau noch weiter ab, es lief gegen stabile Defensivreihen kaum etwas zusammen. Zwar mühten sich Caiuby und Bobadilla redlich, während die Norddeutschen durchaus gefällig konterten, doch etwas Zählbares sprang dabei nicht heraus. Oft fehlte das präzise letzte Zuspiel - oder Schüsse kamen zu genau auf die Torhüter Hitz (36.) und Wiedwald (32.). Außerdem verzog noch Öztunali (29.).

Callsen-Brackers tückischer Abschluss

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten reagierte SVW-Coach Skripnik wie zu erwarten und ersetzte den unscheinbaren und wohl nicht ganz fitten Ujah (Rippenprellung) durch Pizarro. Die ersten Offensivaktionen verzeichneten aber die Hausherren durch Callsen-Brackers abgefälschten Distanzkracher knapp neben das Tor und Koos schlechte Ballverarbeitung im Strafraum (47. und 48.), ehe Junuzovic auf der Gegenseite verzog (49.).

Pizarro jubelt erstmals

In der 58. Minute war es dann aber passiert - das auf Konter lauernde Bremen führte eben durch einen starken Tempogegenstoß: Bobadilla spielte einen Fehlpass in die Füße von Santiago Garcia, der Tempo aufnahm und mit seiner Flanke Pizarro herrlich bediente. Der Peruaner hatte mit seiner Technik keine Probleme, schloss direkt im Strafraum ab und markierte neben der 1:0-Führung auch sein erstes Tor seit seiner Rückkehr an die Weser. Bemerkenswert: Pizarro traf damit in 15 seiner 16 Bundesliga-Saisons mindestens einmal. Nur zehn Spieler in der Geschichte schafften 16 Spielzeiten oder mehr.

Direkt nach dem 1:0 legten die Grün-Weißen zudem nach: Nach einem Einwurf leitete Junuzovic zu Bartels weiter. Der Angreifer spitzelte sich den Ball lässig um den viel zu behäbig wirkenden Klavan herum und feuerte wuchtig ins linke obere Eck ab. Hitz bekam nur noch die Fingerspitzen ran (69.).

Verhaegh sorgt für Kosmetik

Markus Weinzierl
Nächster Rückschlag in der Bundesliga für Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.
© Getty ImagesZoomansicht

In der Schlussphase rannten die Fuggerstädter immer wieder an, fanden gegen die Werder-Abwehr aber keine Lücke. Immerhin: Nach Esswein-Flanke berührte Ulisses Garcia den Ball mit der Hand (90.). Den fälligen Handelfmeter verwandelte Verhaegh gewohnt sicher und markierte damit seinen fünften Bundesliga-Treffer in dieser Saison (bester Schütze im Verein). Das half dem FCA aber nichts mehr, die Elf von Trainer Weinzierl bleibt am Tabellenende, während der SVW einen Befreiungsschlag verzeichnete.

Einen kleinen Schockmoment gab es in der Schlussphase der Partie auch noch: Wiedwald erwischte beim Herauskommen Gebre Selassie am Kopf, der zu Boden sank und vollkommen benommen war. Der Verteidiger musste ausgewechselt und auf der Trage abtransportiert werden, war dabei aber wieder bei Bewusstsein.

Nach der Länderspielpause gastiert Augsburg am Samstag, den 21. November (15.30 Uhr), im nächsten Kellerduell beim VfB Stuttgart. Werder muss dann gleichzeitig wieder auswärts ran, dann in Wolfsburg beim Ex-Manager Klaus Allofs.

Bundesliga, 2015/16, 12. Spieltag
FC Augsburg - Werder Bremen 1:2
FC Augsburg - Werder Bremen 1:2
In Gedanken versunken

SVW-Coach Viktor Skripnik
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Augsburg
Aufstellung:
Hitz (3) - 
Verhaegh (3)        
Callsen-Bracker (3,5) , 
Klavan (5) , 
Max (4) - 
D. Baier (4) - 
Kohr (4,5)        
Bobadilla (4) , 
Caiuby (3) - 
Koo (4)    
Ji (3)    

Einwechslungen:
55. Moravek (4) für Kohr
64. Esswein für Koo
75. To. Werner für Ji

Trainer:
Weinzierl
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (2,5)    
Gebre Selassie (3,5)    
Galvez (3) , 
Vestergaard (3)    
S. Garcia (2,5)    
Bargfrede (3) - 
Junuzovic (2,5)        
U. Garcia (3,5) - 
Bartels (2)    
Öztunali (4)    
Ujah (4)    

Einwechslungen:
46. Pizarro (2)     für Ujah
64. F. Kroos für Öztunali
81. Lukimya für Gebre Selassie

Trainer:
Skripnik

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Pizarro (58., Rechtsschuss, S. Garcia)
0:2
Bartels (69., Rechtsschuss, Junuzovic)
1:2
Verhaegh (90. + 1, Handelfmeter, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Augsburg:
Kohr
(4. Gelbe Karte)
Bremen:
S. Garcia
(4. Gelbe Karte)
,
Vestergaard
(1.)
,
Junuzovic
(2.)
,
Wiedwald
(3.)

Spieldaten

FC Augsburg       Werder Bremen
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 18 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 466 : 299 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 371 : 202 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 95 : 97 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 19 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 0 Abseits
 
Ecken 7 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
08.11.2015 17:30 Uhr
Stadion:
WWK-Arena, Augsburg
Zuschauer:
28122
Spielnote:  3,5
ein intensives und lange Zeit ausgeglichenes Spiel, in dem spielerische Highlights nicht zu erwarten waren.
Chancenverhältnis:
8:7
Eckenverhältnis:
7:4
Schiedsrichter:
Tobias Stieler (Hamburg)   Note 3
nicht fehlerfrei, weil das Gespann unter anderem Bobadillas Abseitsstellung übersah (20.). Unterm Strich hatte der Referee keine Mühe, der Handelfmeter war korrekt.
Spieler des Spiels:
Fin Bartels
Bereits in der ersten Halbzeit war Fin Bartels einer der Aktivposten. So couragiert und entschlossen wie sein Auftritt war auch sein Tor zum 2:0.

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