Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

2
:
3

Halbzeitstand
1:0
Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen


VFL WOLFSBURG
BAYER 04 LEVERKUSEN
15.
30.
45.


60.
75.
90.
















Wolfsburg gibt Führung aus der Hand - Leverkusens Serie hält

Matchwinner Rolfes sorgt für die Wende

Der VfL Wolfsburg unterlag in einem am Ende sehr turbulenten Spiel Bayer Leverkusen mit 2:3 und verpasste damit den Sprung auf die oberen Tabellenregionen. Der VfL führte dabei sogar mit 2:0 und war absolut spielbestimmend, brachte sich dann aber selbst um die Früchte seiner Arbeit. Bayer, das in Simon Rolfes seinen Matchwinner hatte, blieb damit auch im achten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen.

Grafite (li.), Kahlenberg und Hasebe (re.) jubeln mit Diego
Kleiner Mann ganz groß: Grafite (li.), Kahlenberg und Hasebe (re.) jubeln mit Diego, der soeben das 1:0 gemacht hat.
© picture-allianceZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren musste nach dem 1:1 in Mönchengladbach auf seinen Keeper Benaglio (Adduktorenverletzung) verzichten, der durch Hitz ersetzt wurde. Josué kehrte allerdings nach Leistenproblemen zurück in die Startelf und verdrängte Pekarik auf die Bank. Riether rückte daher wieder auf den Posten des Rechtsverteidigers.

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes entschied sich im Vergleich zum 2:2 gegen Werder Bremen für eine offensivere Ausrichtung: Stürmer Derdiyok erhielt den Vorzug vor Mittelfeldmann Balitsch.

Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, da gab es bereits den ersten Paukenschlag: Kadlec schlug den Ball einfach mal in den Strafraum. Dort hielt Derdiyok den Fuß hin und knallte die Kugel an die Latte. Das war der Auftakt zu einer durchaus unterhaltsamen Angangsphase, in der jedoch die "Wölfe" die Akzente setzten und nach neun Minuten in Führung gingen. Hyypiä verlor Grafite aus den Augen, den Diego umgehend per Steilpass suchte. Adler kam aber heraus und wollte klären, traf den Ball aber unglücklich. Grafite setzte nach, schnappte sich die Kugel und passte dann quer in die Mitte zu Diego, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte (9.).

Damit schossen die Wolfsburger in ihrem 39. Heimspiel in Folge ein Tor, was zuletzt dem FC Bayern zwischen 1986 und 1989 gelungen war. Der VfL bekam nun Auftrieb und schnürte die sichtlich angeschlagenen Leverkusener zunächst in deren Hälfte ein. Zur Überraschung aller packte jedoch Reinartz von der Strafraumgrenze ein echtes Pfund aus und verfehlte das VfL-Tor damit nur knapp (17.). Ansonsten bleiben die Gastgeber am Drücker, so verhinderte Adler mit einer starken Parade gegen Diego einen noch höheren Rückstand der "Werkself" (21.).

Danach verflachte die Partie allerdings zusehends. Den gefälligeren Eindruck machten zwar weiterhin die Niedersachsen, entscheidend durchsetzen konnten sie sich aber ebenso wenig wie die Leverkusener. Kurz vor der Halbzeit schnappte aber die Abseitsfalle der Gäste nicht zu, sodass Dzeko alleine vor Adler auftauchte, gegen diesen aber den Kürzeren zog (40.).

Heynckes wechselt den Erfolg ein

Wolfsburgs Schäfer im Kopfballduell mit Derdiyok
Lufthoheit. Wolfsburgs Schäfer im Kopfballduell mit Derdiyok.
© picture-alliance

Ohne personelle Änderungen ging es nach dem Seitenwechsel weiter, dafür mit weiteren Chancen für den VfL. Hyypiä klärte in letzter Sekunde vor Dzeko (48.), während Grafite per Kopf an Adler scheiterte (51.). Die "Werkself" hingegen agierte zuweilen recht planlos und ließ es zudem an Tempo und Spritzigkeit vermissen. Allerdings hatte die eher "gemütliche" Spielweise der Gäste auch Einfluss auf die Wolfsburger, die es nun ebenfalls ruhiger angehen ließen. Folglich plätscherte die Begegnung vor sich hin.

Heynckes hatte genug gesehen und brachte nach einer knappen Stunde Bender und Jörgensen. Es half nichts, denn Schwaabs Unachtsamkeit verschaffte Dzeko viel Raum. Der Bosnier zog in den Sechzehner und flankte scharf ans rechte Eck, wo Grafite richtig stand - 2:0 (68.). Damit schien alles klar, doch weit gefehlt, denn Heynckes zog mit der Hereinnahme von Rolfes einen Trumpf aus dem Ärmel: Mit seinem ersten Ballkontakt nutzte der 28-Jährige einen Fehler von Hitz zum Anschluss (72.). Damit nicht genug: nur zwei Minuten später holte Rolfes gegen Hasebe einen Handelfmeter heraus. Vidal nutzte dies und glich zum überraschenden 2:2 aus.

Bayer wollte nun alles, während die "Wölfe" völlig geschockt waren. Kadlec' Schuss entschärfte Hitz noch zur Ecke (82.), doch Sekunden später gelangte die Kugel wieder zu Rolfes, der diesmal aus sechs Metern per Kopf traf und das Spiel völlig auf den Kopf stellte. Die Niedersachsen schafften es nicht mehr, sich davon zu erholen und standen am Ende mit leeren Händen da.

Der VfL Wolfsburg muss am kommenden Samstag beim 1. FC Nürnberg antreten, während Bayer Leverkusen in der Liga erst am Sonntag zu Hause gegen Mainz gefordert ist. Zuvor geht es aber in der Europa League am Donnerstag nach Griechenland zu Aris Saloniki.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Hitz (5) - 
Riether (3) , 
Kjaer (4) , 
Barzagli (4) , 
M. Schäfer (3) - 
Josué (3,5)    
Hasebe (5)    
Kahlenberg (4)    
Diego (3,5)    
Grafite (3)    
Dzeko (4)    

Einwechslungen:
79. Cicero für Hasebe
85. Mandzukic für Kahlenberg
86. Dejagah     für Josué

Trainer:
McClaren
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Adler (4) - 
Schwaab (4) , 
M. Friedrich (4)        
Hyypiä (4) , 
Kadlec (3)    
Vidal (2,5)    
Reinartz (4,5)        
Sam (4)    
Barnetta (4,5)        
Derdiyok (3,5) , 
Helmes (5)    

Einwechslungen:
62. N. Jörgensen für Helmes
62. L. Bender für Barnetta
69. Rolfes (1)         für Reinartz

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Diego (9., Linksschuss, Grafite)
2:0
Grafite (68., Linksschuss, Dzeko)
2:1
Rolfes (72., Kopfball, Vidal)
2:2
Vidal (75., Handelfmeter, Rechtsschuss)
2:3
Rolfes (82., Kopfball, N. Jörgensen)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Dejagah
(2. Gelbe Karte)
Leverkusen:
Barnetta
(1. Gelbe Karte)
,
Reinartz
(4.)
,
M. Friedrich
(2.)
,
Kadlec
(2.)
,
Sam
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
16.10.2010 18:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
30000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Tore, Tempo, Fehler: eine von Beginn an kurzweilige Partie mit einem perfekten Spannungsbogen.
Chancenverhältnis:
5:8
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 4
hatte sehr viel zu tun - und lag dabei nicht immer richtig: Nach Hasebes Handspiel auf Elfmeter zu entscheiden, war korrekt. Allerdings hätte Diego für sein Nachtreten gegen Vidal Rot sehen müssen (76.), die Gelbe Karte gegen Friedrich (70., Foul an Dzeko) war zu hart. Verweigerte Wolfsburg in der Schlussphase zwei Eckbälle, zudem mit falscher Einwurfentscheidung zuungunsten von Leverkusen vor der Entstehung des 1:0.
Spieler des Spiels:
Simon Rolfes
Eine Energie- und Willensleistung der Extraklasse: Kam rein und drehte mit zwei Kopfballtreffern und dem erzwungenen Handelfmeter eine vermeintlich bereits verlorene Begegnung.

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine