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23.04.2019, 14:36

Löwen-Trainer echauffiert sich über Entscheidungen gegen Halle

"Dann können wir aufhören": Bierofkas Schiri-Schelte

Der TSV 1860 München kam beim Halleschen FC mit 0:3 unter die Räder. Es war die deutlichste Niederlage in der noch jungen Drittliga-Geschichte der Löwen - und auch in der Höhe durchaus verdient. Dennoch war es nicht die Leistung der eigenen Mannschaft, sondern vielmehr die Entscheidungen von Schiedsrichter Sören Storks, die Sechzig-Coach Daniel Bierofka gehörig auf die Palme brachten.

Daniel Bierofka
Äußerst unglücklich über die Schiedsrichterentscheidungen im Spiel gegen Halle: Löwen-Trainer Daniel Bierofka.
© imagoZoomansicht

"Das Entscheidende war, dass wir die physische Präsenz und Dynamik, die Halle auf den Platz gebracht hat, nicht eindämmen konnten", gab Bierofka unumwunden zu, dass der TSV 1860 am Karsamstag dem HFC schlicht und ergreifend nicht das Wasser reichen konnte. Allerdings, und das merkte der ehemalige Profi in aller Deutlichkeit an, sei er mit dem Schiedsrichtergespann um Referee Storks (kicker-Note 2) alles andere als d'accord gegangen.

Löwen-Coach will es gesehen haben

"Das 1:0 war ein klares Abseitstor", echauffierte sich der Coach im Anschluss an die Partie. "In den Fernsehbildern kann man deutlich sehen, dass der Spieler aus dem Abseits kommt. Wenn das der Linienrichter nicht sieht, dann können wir aufhören." Nach einer Flanke von Bentley-Bexter Bahn wuchtete Kilian Pagliuca das Leder mit dem Kopf in die Maschen - ob der 22-jährige Schweizer sich hierbei in strafbarem Abseits befunden hatte, konnten entgegen der Ansicht von Bierofka auch die TV-Bilder nicht wirklich aufklären. Dass Eric Weeger und Simon Lorenz im Zentrum den Überblick verloren hatten und Pagliuca erst deswegen einköpfen konnte, ließ der Löwentrainer unerwähnt.

Der Torhüter steht auf der Linie, holt den Ball mit dem Arm von hinten raus.Daniel Bierofka

Stattdessen fokussierte sich der 40-Jährige weiter auf den Unparteiischen: In der 55. Minute servierte Daniel Wein eine Ecke in die Mitte, Lorenz kam aus kurzer Distanz zum Kopfball, scheiterte aber am stark reagierenden HFC-Keeper Kai Eisele. An und für sich eine eindeutige Situation. Nicht aber für Bierofka: "Das sieht man auch recht deutlich. Der Torhüter steht auf der Linie, holt den Ball mit dem Arm von hinten raus." Auch hier entschied Referee Storks gegen die Löwen, auch hier konnten die TV-Bilder keine exakte Auflösung bieten, auch hier überging Bierofka die direkt nachfolgende Szene, in der Kapitän Felix Weber den Nachschuss aus kürzester Distanz nicht über die Linie brachte.

Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze schmilzt dahin

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge (0:5 Tore) haben es die Münchner nun verpasst, vorzeitig den direkten Klassenerhalt zu sichern. Bei noch vier zu absolvierenden Partien hat der TSV 1860 sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Diese Konstellation im Hinterkopf gepaart mit den derzeitigen Ausfällen und vermeintlichen Ungleichbehandlungen durch die Schiedsrichter ("Das waren zwei Situationen, dazu noch der klare Handelfmeter letzte Woche gegen Münster") sollte bei den Löwen nun für eine "Jetzt-erst-recht"-Stimmung sorgen: "Wir müssen uns aus dieser Situation herauskämpfen, den Mund abputzen und weitermachen", so der Coach, der für das Heimspiel gegen den Karlsruher SC (Samstag, 13.15 Uhr, LIVE! bei kicker.de) eine Trendwende ankündigte: "Nächste Woche kommen wieder wichtige Spieler zurück, dann werden wir gegen den KSC eine andere Löwen-Mannschaft sehen."

kög

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