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24.03.2019, 17:45

Länderspielabsage, drei Gegentore und erste Heimpleite

Grills bitteres Kontrastprogramm: "Nicht das, was wir wollten"

Für Kaiserslauterns jungen Torhüter Lennart Grill hätte es ein großer Tag werden können. Der 20-Jährige hatte für das mit Spannung erwartete Heimspiel gegen den VfL Osnabrück extra auf eine Einladung zur U-20-Nationalmannschaft verzichtet, doch anstatt seinen Klub mit großen Paraden zum Sieg zu führen, kassierte er gegen den Spitzenreiter nicht nur eine verdiente 1:3-Niederlage, sondern auch erstmals in seiner Profikarriere drei Gegentore.

Lennart Grill
Mussten sich Osnabrück mit 1:3 geschlagen geben: Lennart Grill und der 1. FC Kaiserslautern.
© imagoZoomansicht

Im Vorfeld der Partie hatte sich Grill gegenüber der Zeitung "Rheinpfalz" klar positioniert: "Ich wäre diesmal gerne dabei gewesen, aber ich bin ja auch nächstes Jahr noch in der U 20 spielberechtigt", so der Keeper zu seiner Absage an die deutsche Junioren-Nationalmannschaft. Die logische Folge: Er stand am Sonntag vor 23.165 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion im Gehäuse des FCK.

Heimspiel Nummer sechs geht schief

Es war sein mittlerweile sechstes Heimspiel, seit ihn Trainer Sascha Hildmann in der Winter-Vorbereitung mit dem Nummer-Eins-Status belohnt hatte (kicker-Durchschnittsnote seiner bislang zehn Drittligaspiele: 2,72) -, und neben dem 1:1 gegen den FSV Zwickau, bei dem ihm in der Nachspielzeit ein entscheidender Fehler zum Ausgleich unterlaufen war, sein wohl bitterstes.

Während sich die deutschen U-20-Junioren nach dem 1:0-Sieg über Portugal auf das Gastspiel in Polen vorbereiten (Dienstag, 19 Uhr), musste der aus Idar-Oberstein stammende Torhüter an diesem Nachmittag dreimal hinter sich greifen - ein Novum in der noch jungen Profikarriere Grills: "Drei Gegentore sind immer bitter", so Lauterns Nummer 22 am Mikrofon von "Magenta Sport", die nach ihrer ersten Heimpleite am "Betze" ein wenig mit dem Spielverlauf haderte. "Wir haben es heute verpasst, aus der guten Anfangsphase Kapital zu schlagen und werden dann ausgekontert."

Nach 0:2 eine Herkules-Aufgabe

In dieselbe Kerbe schlug auch Trainer Hildmann, der den besagten Gegenstoß noch mit dem aussagekräftigen Adjektiv "dumm" versah. Zudem hätte sein Team "in den ersten 15, 20 Minuten" immer wieder "den falschen Pass gespielt oder die falsche Entscheidung getroffen" - im Gegensatz zum VfL: "Der Gegner hat uns in puncto Effektivität vorgemacht, wie es geht: Ein Eckball für uns, Konter, Tor. Dann frisst du fünf Minuten später durch einen Eckball das 0:2. Danach ist es gegen so eine gute Mannschaft wie Osnabrück enorm schwer, noch einmal zurückzukommen."

Wir haben in dieser Situation die Übersicht verloren, waren nicht mannorientiert und haben nur auf den Ball geschaut. Dann passiert so ein Scheiß-Ding.Sascha Hildmann

Speziell die beiden Standardgegentore zum 0:2 und 0:3 waren für Grill "nicht das, was wir wollen". Im Speziellen echauffierte sich der Keeper über das Verhalten seiner Vorderleute beim 0:2. Konstantin Engel kam freistehend an den Ball und legte für den Doppeltorschützen Steffen Tigges auf. Nicht nur für Grill absolut vermeidbar ("Der stand blitzeblank, weil da noch einmal einer gepennt hat"), auch Hildmann missfiel die Orientierungslosigkeit im eigenen Strafraum: "Wir haben in dieser Situation die Übersicht verloren, waren nicht mannorientiert und haben nur auf den Ball geschaut. Dann passiert so ein Scheiß-Ding."

Letztlich ist Fußball "kein Wunschkonzert"

Letztlich stand nach Abpfiff ein 1:3 auf der Anzeigetafel. Die Serie von sieben Partien ohne Niederlage ist dahin, die leise gehegten Träume, nach oben aufschließen zu können, ebenfalls. Neben großem Lob für den Gegner (Grill: "Die haben guten Fußball gespielt und am Ende auch verdient gewonnen. Die werden ihren Weg gehen"), verdiente auch die FCK-Anhängerschaft größten Respekt, denn: Auf ein Pfeifkonzert des durchaus anspruchsvollen Kaiserslauterer Publikums wartete man vergeblich - im Gegenteil. "Die Fans waren wieder sensationell, es gab keinen einzigen Pfiff", sprach Hildmann seinen Dank an die Anhänger aus. "Sie haben die Mannschaft super unterstützt, und wir hätten wirklich gerne gewonnen. Aber", erkannte der Trainer richtigerweise, "so ist nun mal Fußball - es ist kein Wunschkonzert".

kög

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weitere Infos zu Grill

Vorname:Lennart
Nachname:Grill
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Kaiserslautern
Geboren am:25.01.1999


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